Wii — erfolgreichste Spielekonsole
Ende des Jahres 2006 brachte die Firma Nintento die Wii auf den Markt. Die Videospiel-Konsole ist stationär gebunden an den Fernseher und wurde bis Ende 2007 häufiger verkauft als die Xbox 360 und mehr als doppelt so oft wie die Playstation 3, die zum selben Zeitpunkt veröffentlicht wurde. Ähnlich wie die anderen Spielkonsolen kann die Wii sowohl senkrecht als auch waagerecht betrieben werden, allerdings ist sie mit den Maßen 157 mm x 215,4 mm x 44 mm wesentlich kleiner und kompakter als ihre Konkurrenten von Microsoft und Sony.
Steuerung durch die eigenen Bewegungen
Das Besondere an der Wii ist vor allem der neuartige Controller. Zwar ähnelt er den herkömmlichen Fernbedienungen, allerdings verfügt er über eingebaute Bewegungssensoren, die den Standort und die Bewegungen des Controllers registrieren und diese in Form von Spielfiguren– oder elementen auf dem Bildschirm wiedergeben. Anders als bei den herkömmlichen Spielsystemen werden die Knöpfe des Controllers oder Analogsticks überflüssig. Bei der Wii können die Spiele ganz einfach durch die eigenen Bewegungen und die des Controller gesteuert werden. Die Kombination des Spielsystems aus Hardware und Software ermöglicht, dass die dreidimensionalen Bewegungen des Spielers gemessen werden und auf dem Bildschirm wiedergegeben werden können.
Die Wiimote
Da der Controller vom Design her sehr an eine Fernbedienung erinnert, entstand im Englischen schnell der Begriff Wiimote, der sich von remote (Fernbedienung) ableitet. Die Position und die Lage des Spielers zum Bildschirm kann selbst bestimmt werden, indem man die zwei Referenzpunkte in der Sensorleiste unten vor oder oben auf den Fernseher platziert und somit eine Verbindung zu der Infrarotkamera an der Vorderseite der Wiimote herstellt. Ähnlich wie bei einem Mauszeiger am PC ist es nun kein Problem mehr, Spielobjekte auf dem Bildschirm präzise anzuvisieren. Auch Bewegungen und Drehungen des Nutzers sind dank des Beschleunigungssensor, der im Controller enthalten ist, möglich. Der Controller erfasst jeden Schritt und jede Bewegung des Spielers und setzt diese direkt auf dem Bildschirm um. Zudem sind zusätzlich auch ein Steuerkreuz und verschiedene Knöpfe auf der Wiimote zu finden.
Kabellose Spielkonsole
Während frühere Spielkonsolen häufig über mehrere Kabel angechlossen werden mussten, findet die Kommunikation mit der Konsole komplett kabellos und stattdessen mit Bluetooth statt. Um Bewegungen zu erfassen beträgt der maximale Abstand 10 Meter. Bei Spielen oder bei der Navigation des Menüs kann mit der Wiimote mit einem Abstand von 5 Metern auf den Bildschirm gezielt werden. Eine weitere Besonderheit des Controllers sind die Vibrationseffekte, die als zusätzliche, mechanische Rückmeldung an den Nutzer dienen kann. Zudem können Benutzerprofile über einen internen Speicher gesichert und selbst erstellte Spielavatare gespeichert werden. Wer zum Beispiel an der Wii seiner Freunde weiterspielen möchte, könnte also trotzdem sein eigenes gespeichertes Spielavatar benutzen. Auch ein eingebauter Lautsprecher gehört selbstverständlich zu der Wiimote.
Das Balance Board
Wer sich die Spielekonsole vor allem für die eigene Fitness und weniger zum Spielen anschafft, wird vor allem an dem Spiel Wii Fit interessiert sein. Bei dieser Variante wird zusätzlich zu der Wiimote ein weiteres Eingabegerät verkauft. Das Balance Board ist eine Art Waage, die für die Balance des Körpers eingesetzt wird. Das Board besteht aus vier betretbaren Sensorflächen, die sowohl die Position als auch jede Verlagerung des Gewichts per Bluetooth an die Konsole weiterleiten. Das Spiel kann so beeinflusst und gesteuert werden.
Zusätzlich kann die Wii über die Aktivierung der WiiConnect24-Funktion eine permanente Verbindung zu den Servern des Herstellers aufbauen. Das Empfangen von Nachrichten und die Aktualisierung der Wii-Software sind so auch im Ruhestand möglich.
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