Wii

19. Dezember 2009

Wii — erfolg­reichste Spielekonsole

Ende des Jah­res 2006 brachte die Firma Nin­tento die Wii auf den Markt. Die Videospiel-Konsole ist sta­tio­när gebun­den an den Fern­se­her und wurde bis Ende 2007 häu­fi­ger ver­kauft als die Xbox 360 und mehr als dop­pelt so oft wie die Play­sta­tion 3, die zum sel­ben Zeit­punkt ver­öf­fent­licht wurde. Ähnlich wie die ande­ren Spiel­kon­so­len kann die Wii sowohl senk­recht als auch waa­ge­recht betrie­ben wer­den, aller­dings ist sie mit den Maßen 157 mm x 215,4 mm x 44 mm wesent­lich klei­ner und kom­pak­ter als ihre Kon­kur­ren­ten von Micro­soft und Sony.

Steue­rung durch die eige­nen Bewegungen

Das Beson­dere an der Wii ist vor allem der neu­ar­tige Con­trol­ler. Zwar ähnelt er den her­kömm­li­chen Fern­be­die­nun­gen, aller­dings ver­fügt er über ein­ge­baute Bewe­gungs­sen­so­ren, die den Stand­ort und die Bewe­gun­gen des Con­trol­lers regis­trie­ren und diese in Form von Spiel­fi­gu­ren– oder ele­men­ten auf dem Bild­schirm wie­der­ge­ben. Anders als bei den her­kömm­li­chen Spiel­sys­te­men wer­den die Knöpfe des Con­trol­lers oder Ana­logsticks über­flüs­sig. Bei der Wii kön­nen die Spiele ganz ein­fach durch die eige­nen Bewe­gun­gen und die des Con­trol­ler gesteu­ert wer­den. Die Kom­bi­na­tion des Spiel­sys­tems aus Hard­ware und Soft­ware ermög­licht, dass die drei­di­men­sio­na­len Bewe­gun­gen des Spie­lers gemes­sen wer­den und auf dem Bild­schirm wie­der­ge­ge­ben wer­den können.

Die Wiimote

Da der Con­trol­ler vom Design her sehr an eine Fern­be­die­nung erin­nert, ent­stand im Eng­li­schen schnell der Begriff Wiimote, der sich von remote (Fern­be­die­nung) ablei­tet. Die Posi­tion und die Lage des Spie­lers zum Bild­schirm kann selbst bestimmt wer­den, indem man die zwei Refe­renz­punkte in der Sen­sor­leiste unten vor oder oben auf den Fern­se­her plat­ziert und somit eine Ver­bin­dung zu der Infra­rot­ka­mera an der Vor­der­seite der Wiimote her­stellt. Ähnlich wie bei einem Maus­zei­ger am PC ist es nun kein Pro­blem mehr, Spiel­ob­jekte auf dem Bild­schirm prä­zise anzu­vi­sie­ren. Auch Bewe­gun­gen und Dre­hun­gen des Nut­zers sind dank des Beschleu­ni­gungs­sen­sor, der im Con­trol­ler ent­hal­ten ist, mög­lich. Der Con­trol­ler erfasst jeden Schritt und jede Bewe­gung des Spie­lers und setzt diese direkt auf dem Bild­schirm um. Zudem sind zusätz­lich auch ein Steu­er­kreuz und ver­schie­dene Knöpfe auf der Wiimote zu finden.

Kabel­lose Spielkonsole

Wäh­rend frü­here Spiel­kon­so­len häu­fig über meh­rere Kabel ange­ch­los­sen wer­den muss­ten, fin­det die Kom­mu­ni­ka­tion mit der Kon­sole kom­plett kabel­los und statt­des­sen mit Blue­tooth statt. Um Bewe­gun­gen zu erfas­sen beträgt der maxi­male Abstand 10 Meter. Bei Spie­len oder bei der Navi­ga­tion des Menüs kann mit der Wiimote mit einem Abstand von 5 Metern auf den Bild­schirm gezielt wer­den. Eine wei­tere Beson­der­heit des Con­trol­lers sind die Vibra­ti­ons­ef­fekte, die als zusätz­li­che, mecha­ni­sche Rück­mel­dung an den Nut­zer die­nen kann. Zudem kön­nen Benut­zer­pro­file über einen inter­nen Spei­cher gesi­chert und selbst erstellte Spielava­tare gespei­chert wer­den. Wer zum Bei­spiel an der Wii sei­ner Freunde wei­ter­spie­len möchte, könnte also trotz­dem sein eige­nes gespei­cher­tes Spielava­tar benut­zen. Auch ein ein­ge­bau­ter Laut­spre­cher gehört selbst­ver­ständ­lich zu der Wiimote.

Das Balance Board

Wer sich die Spie­le­kon­sole vor allem für die eigene Fit­ness und weni­ger zum Spie­len anschafft, wird vor allem an dem Spiel Wii Fit inter­es­siert sein. Bei die­ser Vari­ante wird zusätz­lich zu der Wiimote ein wei­te­res Ein­ga­be­ge­rät ver­kauft. Das Balance Board ist eine Art Waage, die für die Balance des Kör­pers ein­ge­setzt wird. Das Board besteht aus vier betret­ba­ren Sen­sor­flä­chen, die sowohl die Posi­tion als auch jede Ver­la­ge­rung des Gewichts per Blue­tooth an die Kon­sole wei­ter­lei­ten. Das Spiel kann so beein­flusst und gesteu­ert wer­den.
Zusätz­lich kann die Wii über die Akti­vie­rung der WiiConnect24-Funktion eine per­ma­nente Ver­bin­dung zu den Ser­vern des Her­stel­lers auf­bauen. Das Emp­fan­gen von Nach­rich­ten und die Aktua­li­sie­rung der Wii-Software sind so auch im Ruhe­stand möglich.

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