Weihnachtsbaum

Das Com­pu­ter Board Forum

Vor– und Geschichte der Weihnachtsbäume

Das Brauch­tum, Weih­nachts­bäume auf­zu­stel­len, ist noch rela­tiv jung. Erst seit knapp 400 Jah­ren wer­den die Weih­nachts­bäume, wie wir sie heute ken­nen auf­ge­stellt. Jedoch das Brauch­tum sich zum Jah­res­wech­sel Grün ins Hause zu holen, ist schon viel älter. Die alten Römer hol­ten sich zum Jah­res­wech­sel Lor­be­er­zweige ins Hause und bekränz­ten damit ihre Wohn­stät­ten. In Ber­lin wurde der erste Weih­nachts­baum ca. um 1740 auf­ge­stellt. Dabei ist der Ursprung des Weih­nachts­baums gar nicht mal so sehr christ­lich, denn es hat im Alter­tum eine mehr ide­elle Bedeu­tung. Denn unsere Vor­fah­ren asso­zi­ier­ten mit dem Grün Hoff­nung auf neues Wachs­tum und mit den Lich­tern war die Hoff­nung ver­bun­den, dass die Sonne wie­der schei­nen möge. Wann genau der Weih­nachts­baum seine heu­tige christ­li­che Bedeu­tung erlangt hat, ist nur schwer fest­zu­stel­len. Das Wort Christ­baum ist mehr dem süd­li­chen Europa zuzu­ord­nen, vor allem in Öster­reich und in der Schweiz hat der Weih­nachts­baum die­sen Namen.

Die Deko­ra­tion der Weihnachtsbäume

Im Laufe der Zeit hat sich die Tanne, mit ihren vie­len Art­ver­wand­ten, als der ideale Weih­nachts­baum her­aus­kris­tal­li­siert. Denn die Tanne ist ein sehr schnell wach­sen­des immer­grü­nes Nadel­ge­hölz. Die ers­ten Weih­nachts­ku­geln wur­den im spä­ten 18. Jahr­hun­dert mund­ge­bla­sen. Sie bunt ein­zu­fär­ben, ist erst einige Jahre spä­ter hin­zu­ge­kom­men. Außer dem Namen unter­schei­det sich der Weih­nachts­baum vom Christ­baum nicht von­ein­an­der. Waren es frü­her, jeder Ältere wird sich daran noch erin­nern, rich­tig bren­nende Ker­zen, die an die Weih­nachts­bäume gehängt wur­den, so ist durch die tech­ni­sche Ent­wick­lung, aber auch durch die hohe Feu­er­ge­fahr, die Wachs­kerze durch die elek­tri­sche Kerze abge­löst wor­den. Die ers­ten elek­tri­schen Weih­nachts­ker­zen waren den Wachs­ker­zen sehr ähnlich nach­emp­fun­den. Sie waren genauso groß und lang wie ihre Vor­gän­ger. Die heu­ti­gen ver­wen­de­ten Dioden­lich­ter sind, in der Geschichte der Weih­nachts­bäume noch sehr jung. Das Brauch­tum, bunte Lich­ter in den Weih­nachts­baum zu inte­grie­ren, stammt wie so viele Bräu­che bei uns aus den USA. Dabei gibt es Licht­er­ket­ten, die nicht nur ver­schie­dene Far­ben auf­wei­sen, son­dern es gibt auch Licht­er­ket­ten, die im bestimm­ten Rhyth­mus blinken.

Die Tra­di­tion der Weihnachtsbäume

Doch wel­che Art Weih­nachts­bäume stellt man sich hier­zu­lande in die Wohn­stu­ben. Ganz beliebt ist die Nord­mann­tanne, doch auch die Blau– oder Edel­tanne hat ihre Lieb­ha­ber. Wer sehr zar­tes Grün bevor­zugt, fin­det diese in den Fich­ten. Die Tra­di­tion, bunte Holz­fi­gu­ren in die Weih­nachts­bäume zu hän­gen, stammt aus dem Erz­ge­birge. Noch heute gibt es dort zahl­rei­che Christ­baum­schmuck­hand­werks­be­triebe. Da die­ser Holz­schmuck hand­ge­fer­tigt ist, ist auch klar, warum diese so kost­spie­lig sind. Die Far­ben der Weih­nachts­baum­ku­geln vari­ie­ren immer von Jahr zu Jahr. Sehr tra­di­tio­nell ist die rote Weih­nachts­ku­gel in Ver­bin­dung mit Gold. Wesent­lich jün­ger und inno­va­ti­ver sind die Far­ben blau, tür­kis und pink. In jüngs­ter Zeit haben deko­ra­tive Schlei­fen das tra­di­tio­nelle Lametta abgelöst.

Die Weih­nachts­bäume las­sen Kin­der­au­gen glänzen

Viele Weih­nachts­bäume, vor allem in Haus­hal­ten mit klei­nen Kin­dern, wer­den erst an Hei­lig­abend auf­ge­stellt. Wäh­rend die Kin­der durch Spa­zier­gänge und Kir­chen­be­su­che abge­lenkt wer­den, wird daheim das Wohn­zim­mer zum Weih­nachts­zim­mer. In vie­len Län­dern des eng­li­schen Sprach­raums wird aber nicht an Hei­lig­abend beschert, son­dern erst am Mor­gen des 1. Weih­nachts­ta­ges. Die Weih­nachts­ge­schenke unter dem Baum zu legen, hat auch eine lange Tra­di­tion. Abge­lei­tet ist die­ses Brauch­tum vom Neu­an­fang der Natur und der Hoff­nung auf ein ertrag­rei­ches neues Jahr. Die Weih­nachts­bäume wer­den oft auf Tischen auf­ge­baut, daher stammt auch der Name Gaben­tisch. Ist es soweit, das die Kin­der beschert wer­den kön­nen, läu­ten im Weih­nachts­zim­mer Glo­cken­spiele und spi­ri­tu­elle Weih­nachts­mu­sik erklingt. In man­chen Fami­lien ist es Tra­di­tion, dass der Groß­va­ter zum Beginn der Besche­rung mit einer klei­nen Glo­cke läu­tet. Wenn die Kin­der dann erwar­tungs­voll vor dem Weih­nachts­baum ste­hen, unter dem die erhoff­ten Weih­nachts­ge­schenke lie­gen, dann ist auch manch nüch­ter­ner Erwach­se­ner ein­fach nur gerührt.

GD Star Rating
loading…

Popu­la­rity: 5%

Sag’s dei­nen Freun­den:
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • Live
  • MisterWong.DE
  • MySpace
  • Netvibes
  • Technorati
  • Twitter
  • Webnews.de
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yahoo! Buzz
  • Yigg

Category: Lexikon | Tags: , , , , Kommentare deaktiviert

Comments are closed.

Back to top