Der US-Dollar ist die offizielle Währung der USA und wird in weiteren Staaten als gesetzliches Zahlungsmittel geführt. Das sind die Britischen Jungferninseln, El Salvador, Bonaire, Ecuador, Liberia, Mikronesien, Saba, die Marshallinseln, Palau, Osttimor, die Turksinseln, Panama, Sint Eustatius und die Caicosinseln. Die Unterteilung des US-Dollars erfolgt in 100 Cent oder 10 Dime, die Münzen werden durch die United States Mint geprägt und die Banknoten durch die BEP, einer Behörde des Finanzministeriums, gedruckt.
Die Einführung des US-Dollars
Der US-Dollar wurde in den USA im Jahr 1785 als offizielle Rechnungswährung und 1792 als geprägtes Geld eingeführt, wobei die Einführung einen sehr langen Vorlauf hatte. Schon seit 1690 bemühten sich die amerikanischen Kolonien gegen den Widerstand der Briten um ein eigenes Währungs– und Finanzsystem. Es existierten zu diesem Zeitpunkt in Nordamerika mehrere Währungen nebeneinander, unter Anderem der Spanische Dollar, der Deutsche Thaler und der Niederländische Gulden, während das Britische Pfund verboten war. Den Namen Dollar könnte die Währung in Anlehnung an das deutsche Wort Thaler erhalten haben, das die Amerikaner anglizierten (Thaler -> Dollar), während das Dollarzeichen $ wiederum aus einer Schreibweise des Spanischen Dollars (eigentlich: Peso) entstanden sein könnte, indem die Buchstaben P und S übereinandergeschrieben wurden. Man findet diese Schreibweise auch im Spanisch sprechenden Lateinamerika für den Peso. Nach dem Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges im Jahr 1775 begannen die Kolonien eine eigene Währung herauszugeben, die nach einem Fehlversuch schließlich 1785 zum Dollar führte. Die ersten Münzen wurden schon 1787 geprägt, aber erst mit dem 1792er „Coinage Act“, einem Prägegesetz, wurde das monetäre System endgültig festgelegt. Die Zeitspanne zwischen 1785 bis 1792 kann man sich so ähnlich wie diejenige zwischen dem 01.01.1999 bis zum 01.01.2002 bezüglich des Euros vorstellen. Dieser war ab 1999 auch offizielles Zahlungsmittel mit festem Kurs innerhalb der EU, es gab ihn nur noch nicht als Münz– und Papiergeld.
Der US-Dollar war die erste Weltwährung, die dauerhaft das Dezimalsystem zwischen größeren und kleineren Geldeinheiten verankerte. Im üblichen Geldverkehr sind davon Dollar und Cent übrig geblieben, der Dime, eine 10-Cent-Münze, spielt eine untergeordnete Rolle, aber es gab in der Anfangszeit der Währung auch den Eagle, eine wichtige 10-Dollar-Münze, die heute noch unter Sammlern verbreitet ist. Aufgrund des 1849er Mint Acts wurden Golddollarmünzen geprägt, darunter auch der Double Eagle (20 Dollar), das erste Papiergeld wurde 1861/62 gedruckt. Der von der grünen Farbe abgeleitete Name “Greenback” bedeutet übrigens Laubfrosch.
Die Entwicklung zur Weltwährung
Seine Bedeutung als Weltwährung erlangte der US-Dollar schon bald nach der Gründung der FED (1913) während des Ersten Weltkrieges, aus dem sich die USA überwiegend heraushielten und dabei ihre Wirtschaft gegenüber den europäischen Mächten erheblich stärkten. Daran änderte auch die Weltwirtschaftskrise der 1920er Jahre nichts, die zwar auch Amerika traf, Europa und die übrige Welt aber ebenso, so dass das wirtschaftliche Kräfteverhältnis in der Welt weitgehend erhalten blieb. Im Zweiten Weltkrieg schließlich dominierte die amerikanische Wirtschaft den Globus, einfach weil die Kriegsfolgen für die USA bei Weitem nicht so verheerend waren wie für das völlig zerstörte Europa und weite Teile Asiens und Nordafrikas. Als 1994 in New Hampshire das Bretton-Woods-System installiert wurde, wählten die Delegierten von 44 Staaten und des IWF den US-Dollar zur künftigen Leitwährung. Das Bretton-Woods-System bestand bis 1971, dann gab die US-Regierung die Bindung an den Goldstandard auf, weil zuvor schon inflationär viele Dollar gedruckt worden waren. Daraufhin verlor der Dollar stark an Wert, während der Goldpreis bis 1980 stark anstieg, dennoch blieb der Dollar Hauptreservewährung nahezu aller Staaten der Welt. Erst zwischen 2002 bis 2004 büßte er nochmals aufgrund des Handelsbilanzdefizits der USA und dem gleichzeitigen Erstarken des Euros etwa 15 Prozent an Wert ein. Im Jahr 2011 ist er noch Weltleitwährung, könnte sich diese Rolle aber in Zukunft mit anderen Währungen teilen.
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