Ukraine

15. Dezember 2011

Seit dem Nie­der­gang der Sowjet­union im Jahre 1991 ist die ehe­ma­lige Sowjet­re­pu­blik Ukraine ein selb­stän­din­ger Staat mit einer parlamentarisch-präsidialen Staats­form. Die zen­tra­lis­tisch orga­ni­sierte Ver­wal­tung glie­dert sich in 24 Bezirke, sowie die unter einem Son­der­sta­tus ste­hen­den Städte Kiew und Sewa­s­to­pol. Eine Beson­der­heit bil­det der Sta­tus der Krim als Auto­nome Republik.

Geo­gra­phi­sche Lage

Der zweit­größte Staat Euro­pas liegt zum größ­ten Teil im östli­chen Teil des Kon­ti­nents. Das am Schwar­zen und Asow­schen Meer lie­gende Land grenzt im Nor­den und Osten an Weiß­russ­land und Russ­land. Zum Wes­ten hin sind es Polen, die Slo­wa­kei, Ungarn, Mol­da­wien und Rumä­nien. Auf dem Gebiet der Ukraine befin­det sich der geo­gra­fi­sche Mit­tel­punkt Euro­pas, aller­dings strei­ten meh­rere Orte um die­ses außer­ge­wöhn­li­che Pri­vi­leg.
Land­schaft­lich ist die Ukraine geprägt durch die Kar­pa­ten mit dem 2.061 Meter hohen Gip­fel How­erla im äußers­ten Wes­ten und unend­li­che, leicht hüge­lige Gebiete in gro­ßen Tei­len des Lan­des. Das rie­sige Dnjepr-Tiefland durch­zieht die Ukraine vom Nor­den zum Süden hin und die Schwarz­meer­re­gion wird von Step­pen und den Höhen­zü­gen des Krim­ge­bir­ges bestimmt.

Klima und beste Reisezeit

Der größte Teil der Ukraine liegt auf­grund sei­ner geo­gra­phi­schen Lage im Bereich des gemä­ßig­ten kon­ti­nen­ta­len Kli­ma­ein­flus­ses mit den dafür typi­schen hei­ßen Som­mern und kal­ten, zum Teil auch schnee­rei­chen Win­tern. Eine Aus­nahme bil­det die weit ins Schwarze Meer ragende Krim, deren ausgeglichen-mediterranes Klima durch heiße Som­mer und milde Win­ter geprägt ist.
Die Nie­der­schläge vari­ie­ren sehr stark zwi­schen etwa 200 Mil­li­me­tern in den östli­chen Step­pen­zo­nen, 400 auf der Krim und um die 1.500 im Wes­ten des Lan­des.
Durch die kli­ma­ti­schen Gege­ben­hei­ten ergibt sich der späte Früh­ling und der frühe Herbst als beste Rei­se­zeit in die Ukraine. Die Som­mer­mo­nate kön­nen sehr heiß wer­den, auf der Krim wird die Hitze aller­dings durch eine ste­tige, ange­nehme Brise gemil­dert.
Die Kar­pa­ten mit ihren aus­ge­dehn­ten ursprüng­li­chen Wäl­dern gel­ten als schnee­si­cher und kön­nen somit auch im Win­ter zur Ski­sai­son bereist werden.

Bevöl­ke­rung

In der Ukraine leben rund 46 Mil­lio­nen Men­schen. Etwa 73 Pro­zent davon sind Ukrai­ner, 22 Pro­zent rus­si­scher Natio­na­li­tät, neben eini­gen klei­ne­ren Eth­nien wie bei­spiels­weise Weiß­rus­sen, Deut­schen, Polen und Tata­ren.
Die im Osten und Süden des Lan­des lebende Bevöl­ke­rung ori­en­tiert sich heute eher am alten Mut­ter­land Russ­land, wäh­rend die west­li­chen Pro­vin­zen zur EU hin ten­die­ren.
Fast die Hälfte der Ukrai­ner bekennt sich zur Ortho­do­xen Reli­gion oder sind Ange­hö­rige der Ukrainisch-Griechisch-Katholischen Kir­che. Rund 38 Pro­zent gehö­ren kei­ner Reli­gi­ons­ge­mein­schaft an.

Haupt­stadt Kiew

Das kul­tu­relle Zen­trum der Ukraine ist die am mäch­ti­gen Fluss Dnjepr gele­gene Stadt Kiew. Sie ver­eint in ihren Mau­ern beein­dru­ckende archi­tek­to­ni­sche Zeu­gen ihrer ural­ten, wech­sel­vol­len Geschichte mit dem moder­nen Flair einer euro­päi­schen Metro­pole.
Zahl­rei­che Sehens­wür­dig­kei­ten locken tau­sende an Kunst und Kul­tur inter­es­sierte Tou­ris­ten in die Stadt der pracht­vol­len Kir­chen, Klös­ter, Park­an­la­gen und reprä­sen­ta­ti­ven Plät­zen und Stra­ßen, wäh­rend im Som­mer die Dnjepr-Inseln als belieb­tes Erho­lungs– und Ver­gnü­gungs­zen­trum dienen.

Sehens­wür­dig­kei­ten

Eine der zahl­rei­chen Attrak­tio­nen der Ukraine ist die schon seit der Antike besie­delte Halb­in­sel Krim und ihre Haupt­stadt Jalta.
Von medi­ter­ra­nem Klima begüns­tigt, dient sie schon seit jeher Mil­lio­nen Men­schen als Sommer-Urlaubsziel.
Präch­tige Paläste aus der Zaren­zeit, die atem­be­rau­bende Lage zwi­schen Meer und Krim­ge­birge und eine viel­fäl­tige Vege­ta­tion erge­ben ihren beson­de­ren Reiz.
Sewa­s­to­pol hin­ge­gen ist eine Stadt mit mili­tär­his­to­ri­scher Bedeu­tung, doku­men­tiert durch zahl­lose Denk­male und Museen, wie das Kriegs­ma­ri­ne­mu­seum der Schwarz­meer­flotte.
Im äußers­ten Wes­ten der Ukraine liegt eine wei­tere Sehens­wür­dig­keit, die Stadt Lem­berg. Von der UNESCO zum Welt­kul­tur­erbe ernannt, bie­tet die his­to­ri­sche Alt­stadt dem Besu­cher ein welt­weit ein­zig­ar­ti­ges, intak­tes Ensem­ble aus unter­schied­li­chen Epo­chen, von Renais­sance bis Jungendstil.

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