Twitter

20. April 2010

Twit­ter — das ist die neu­este Erfin­dung in Bezug auf Kom­mu­ni­ka­tion im Web 2.0. Bei Twit­ter kann ein Benut­zer sich ein eige­nes Konto ein­rich­ten und anschlie­ßend kurze Nach­rich­ten ver­öf­fent­li­chen. Die Kurz­nach­rich­ten dür­fen eine Länge von 140 Zei­chen nicht über­schrei­ten und wer­den chro­no­lo­gisch geord­net. Wer twit­tert, ist ein Twit­te­rer, wer die Nach­rich­ten liest, ist ein Fol­lo­wer, da er den Nach­rich­ten­ver­lauf verfolgt.

Social Net­work oder pri­va­ter Blog? Was ist Twitter?

Das Inter­net­zeit­al­ter hat mit dem Web 2.0 die Mit­ge­stal­tung und Mit­be­stim­mung des Inter­nets her­vor gebracht. Beson­ders beliebt sind soziale Netz­werke wie Face­book oder stu­diVZ, in denen Men­schen sich mit­ein­an­der ver­net­zen kön­nen, mit­ein­an­der in Kon­takt tre­ten und sich und ihre Ideen prä­sen­tie­ren. Auch Twit­ter wird gele­gent­lich als “Social Net­work” dar­ge­stellt. Und doch ist es anders, unter­schei­det sich stark von beste­hen­den sozia­len Netz­wer­ken. Hier liegt die Kon­zen­tra­tion auf kur­zen und kna­cki­gen Nach­rich­ten, die ent­we­der einem defi­nier­ten Per­so­nen­kreis ver­füg­bar sind oder wahl­weise auch der brei­ten Öffent­lich­keit. Der Fokus liegt also nicht auf der sozia­len Inter­ak­tion, son­dern auf der Ver­brei­tung von Mit­tei­lun­gen.
Man könnte Twit­ter auch als Micro­blog­ging bezeich­nen. Blog­ging des­halb, weil in regel­mä­ßi­gen Abstän­den über indi­vi­du­ell gewählte The­men berich­tet wird. Micro des­halb, weil sich die Nach­rich­ten auf Grund der beschränk­ten Zei­chen­zahl aufs Wesent­li­che kon­zen­trie­ren müs­sen.
Auf der eige­nen Home­page nennt Twit­ter sich selbst ein “Infor­ma­tion Net­work”. Infor­ma­ti­ons­netz­werk trifft das Wesen von Twit­ter gut, da sich hier Men­schen aus aller Welt ver­net­zen kön­nen, aber die Ver­brei­tung und das Ver­fol­gen der Nach­rich­ten­in­for­ma­tion abso­lut im Vor­der­grund ste­hen.
Gerade dadurch, dass Twit­ter nur schwer in eine Kate­go­rie des Web 2.0 ein­zu­ord­nen ist, wird sein inno­va­ti­ver Cha­rak­ter deut­lich. Seine neu­ar­tige Kom­mu­ni­ka­ti­ons­art über­zeugte so sehr, dass Twit­ter bereits 2007 — nur ein Jahr nach sei­ner Grün­dung — den South by Sou­thwest Web Award in der Kate­go­rie Blog gewann.

Wer nutzt Twit­ter und warum?

Twit­ter hat sich seit sei­ner Grün­dung in Kali­for­nien auf der gan­zen Welt aus­ge­brei­tet. Da es in sei­ner Art den sozia­len Netz­wer­ken Nahe steht, wird es unter ande­rem von Pri­vat­per­so­nen genutzt. Hier kön­nen zum Bei­spiel Freunde und Ver­wandte auf dem Lau­fen­den gehal­ten wer­den oder Twit­te­rer berich­ten einer brei­ten Öffent­lich­keit die eigene Mei­nung in Bezug auf gesell­schaft­li­che oder poli­ti­sche Ent­wick­lun­gen.
Für pro­mi­nente Per­sön­lich­kei­ten wie Sport­ler, Schau­spie­ler oder Sän­ger ist Twit­ter eine gute Mög­lich­keit, die Fan­ge­meinde stets auf dem Lau­fen­den zu hal­ten. Pro­mis nut­zen die Platt­form, um Gedan­ken­fet­zen zu ver­brei­ten oder über neue Vor­ha­ben zu infor­mie­ren.
Mitt­ler­weile nut­zen auch immer mehr große Unter­neh­men Twit­ter, um über Ent­wick­lun­gen, For­schun­gen oder Ver­öf­fent­li­chun­gen zu berich­ten. In Form kur­zer Schlag­zei­len kön­nen Kun­den sich hier stets aktu­ell infor­mie­ren.
Auch Poli­ti­ker haben Twit­ter für sich erkannt. Das Netz­werk wird für all­ge­meine Infor­ma­tio­nen, aber auch im Wahl­kampf genutzt, um die Anhän­ger­schaft zu errei­chen und poten­ti­elle Wäh­ler zu überzeugen.

Fazit

Twit­ter lässt sich in jedem Bereich ein­set­zen, wird von kul­tu­rel­len Insti­tu­tio­nen, von Uni­ver­si­tä­ten, Pro­mi­nen­ten und Pri­vat­per­so­nen glei­cher­ma­ßen genutzt. In kür­zes­ter Zeit hat das Netz­werk aus Kali­for­nien die Welt erobert und wird in immer mehr Spra­chen ange­bo­ten. Twit­ter hat das Web 2.0 wei­ter revo­lu­tio­niert und wird seine Anhän­ger­schaft sicher noch wei­ter aus­brei­ten. Das Infor­ma­ti­ons­netz­werk rea­giert mit sei­ner Zei­chen­be­schrän­kung von 140 Zei­chen pro Nach­richtt ange­mes­sen auf die Infor­ma­ti­ons­flut, die im Inter­net besteht und bie­tet so bei allen Nut­zern grif­fige Schlag­zei­len, die sich stän­dig und von über­all aus aktua­li­sie­ren und abru­fen lassen.

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