Tetra Pak

Das Com­pu­ter Board Forum

Die 1951 gegrün­dete Tetra Pak AG zählt seit lan­gem zu den welt­weit bekann­tes­ten Ver­pa­ckungs­her­stel­lern. Mit mehr als 20.000 Mit­ar­bei­tern und einem Jah­res­um­satz im knapp zwei­stel­li­gen Mil­li­ar­den­be­reich schreibt das in der Schweiz ansäs­sige Unter­neh­men eine kon­ti­nu­ier­li­che Erfolgs­ge­schichte. Aus dem Groß– und Ein­zel­han­del bis hin zu jedem pri­va­ten Kühl­schrank ist der Tetra Pak längst nicht mehr weg­zu­den­ken. Bei der Her­stel­lung steht der Umwelt­ge­danke nebst dem effek­ti­ven Ein­satz ver­füg­ba­rer Res­sour­cen, sowie das Recy­cling an obers­ter Stelle.

Ent­ste­hung und Eta­blie­rung am Markt

Das Tetra­eder, in Form eines so genann­ten Vier­fläch­ners oder auch einer drei­sei­ti­gen Pyra­mide, stand Pate für die Namens­ge­bung „Tetra Pak“. Wohl kaum eine Ver­pa­ckung für unter­schied­lichste Flüs­sig­kei­ten im Lebens­mit­tel­be­reich hat im Laufe der letz­ten Jahr­zehnte so viel Furore gemacht. Anfäng­lich taten sich die Kon­su­men­ten mit­un­ter sehr schwer, den Inhalt der Behält­nisse in ein Glas zu schüt­ten oder einen Trink­halm ein­zu­schie­ben, ohne dabei zu kle­ckern. Und viele Ver­brau­cher blie­ben zunächst bei der guten alten Milch­tüte, zu der es ent­spre­chende Behält­nisse aus Kunst­stoff gab, in die diese Tüten hin­ein gestellt wur­den. Doch schon bald wurde der Tetra Pak belieb­ter; allein schon, weil er bei­spiels­weise in die Schule und auf Aus­flüge leich­ter mit­ge­nom­men wer­den konnte. Außer­dem war und ist er wesent­lich robus­ter als eine Tüte, die wäh­rend des Trans­ports vom Laden in den Kühl­schrank durch­aus ein­mal plat­zen und so den gesam­ten Ein­kauf ver­schmut­zen konnte.

Form und Handhabung

Für alle denk­ba­ren Arten von stil­len Geträn­ken, wie zum Bei­spiel Säfte und vor allem Milch­pro­dukte, ist der Tetra Pak heut­zu­tage nicht mehr weg­zu­den­ken. Seine ursprüng­li­che Form hat mitt­ler­weile zahl­rei­che Vari­an­ten erfah­ren. Mehr noch: In sei­ner Ursprungs­form des Tetra­eders ist der Tetra Pak kaum noch zu erhal­ten. Es gibt ihn aller­dings noch in ver­gleich­ba­rer Form als „Tetra Clas­sic Asep­tic“. Die längst eta­blierte hohe, vier– bzw. recht­eckige Form lässt sich jedoch nicht nur pro­blem­lo­ser her­stel­len, son­dern auch trans­por­tie­ren und lagern. Inzwi­schen gibt es aber bei­spiels­weise auch acht­eckige und noch facet­ten­rei­chere Trink-Kartons. Zudem muss die­ser Getränke-Karton nicht mehr unbe­dingt an einer Ecke ange­schnit­ten wer­den, um sei­nen Inhalt aus­schüt­ten zu kön­nen, son­dern ver­fügt heut­zu­tage, gerade bei grö­ße­ren Behält­nis­sen für Inhalte von einem oder andert­halb Litern, über Schraub– und Klapp-Verschlüsse, wie zum Bei­spiel „Sim­ply­Pull“, „Tetra Top“ und „Twist­Cap“, sofern sie wie­der ver­schließ­bar sein sollen.

Tetra Paks für fri­sche oder halt­bare Flüs­sig­kei­ten sind zum ein­ma­li­gen Öffnen, jedoch ohne die Mög­lich­keit, das Behält­nis wie­der zu ver­schlie­ßen, in zahl­rei­chen Vari­an­ten erhält­lich: Beim Sys­tem „Easy Opening“ wird eine Seite an der obe­ren Naht der Ver­pa­ckung zwei­ge­teilt, dann nach hin­ten und wie­der nach vorn gebo­gen, wodurch eine Öffnung ent­steht, durch die der Inhalt direkt getrun­ken oder her­aus geschüt­tet wer­den kann. Tetra Paks mit „Per­fo­ra­tion“ erlau­ben es, eine Ecke zu kni­cken und ein­fach abzu­rei­ßen. Bei dem Sys­tem „Trink­halm“ wird ein sen­so­ri­scher, gera­der, tele­sko­pi­scher oder U-förmiger Trink­halm in eine dafür vor­ge­se­hene, bis dahin Folien geschützte Stelle des Tetra Paks, dem sog. Stern­loch, gescho­ben, um den Inhalt zu trin­ken. Die Trink­halme sind den Pro­duk­ten in der so genann­ten EaZip, einer Öffnungs­fo­lie, beige­fügt und direkt an der Ver­pa­ckung ange­bracht. Beim „PullTab“ han­delt es sich um eine Öffnungs­lö­sung aus einem Alu­mi­ni­um­strei­fen, der abge­zo­gen wird und den dar­un­ter befind­li­chen Aus­guss frei gibt. Diese Öffnung kann kom­bi­niert wer­den mit Klapp– und Schraub-Verschlüssen, um den Tetra Pak anschlie­ßend wie­der zu schließen.

Inno­va­tion und Kundenfreundlichkeit

Durch die zahl­rei­chen For­men und Tech­ni­ken ist gewähr­leis­tet, dass den Kon­su­men­ten dem jewei­li­gen Inhalt ent­spre­chend Öffnungs– und ggf. Verschließ-Möglichkeiten, sowie die jeweils opti­malste Form und Größe der Ver­pa­ckung, ange­bo­ten wer­den kön­nen. Diese als äußerst umwelt­freund­lich gel­tende Ver­pa­ckung mit durch­dach­ten An– und Verwendungs-Möglichkeiten hat den End­stand ihrer Ent­wick­lung jedoch ver­mut­lich längst noch nicht erreicht. Tetra Paks wer­den dem jewei­li­gen Verbraucher-Bedarf und –Wunsch ent­spre­chend kon­ti­nu­ier­lich wei­ter ent­wi­ckelt. Bei Tetra Pak han­delt es sich somit um eine inno­va­tive Erfolgs­ge­schichte, deren letz­tes Kapi­tel längst noch nicht geschrie­ben ist.

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