Stairway to Heaven
Led Zeppelin und der Hintergrund
„Stairway to Heaven“ gehört zu den bekanntesten Balladen der Rockgeschichte und ist ein Gemeinschaftswerk der beiden Köpfe der Gruppe Led Zeppelin, Jimmy Page und Robert Plant.
Das Stück wurde im Rahmen der Produktion für das vierte Album der Gruppe „Led Zeppelin IV“ im Jahr 1970 aufgenommen und 1971 veröffentlicht.
Jimmy Page, einer der wichtigsten Gitarristen der 70er Jahre schrieb die Musik zu „Stairway to Heaven“, sein Bandkollege und Leadsänger Robert Plant lieferte den tiefgründigen und surreal anmutenden Text. Die schwer ins Deutsche zu übertragenden Strophen erinnern eher an philosophische Innenansichten als an eine konkrete Handlung oder andere in der Rockmusik verbreitete Textmotive wie Liebe oder Beziehung. Die durch die getragene Musik unterstrichene romantische Stimmung des Stückes gleicht so auch mehr einem Lovesong als einer kryptischen Hommage an Natur, Mystik und Surrealismus.
Dramaturgie des Stückes
Das in der ursprünglichen Studioversion acht Minuten lange Stück zergliedert sich in streng genommen sechs verschiedene Teile.
„Stairway to Heaven“ beginnt mit der von Jimmy Page gespielten akustischen Gitarre, die lediglich durch die, von John Paul Jones gespielten Keyboards, synthetisierte Altflöte begleitet wird. Der charakteristische Anfang gehört zu den prägnantesten Sequenzen in der Rockmusik.
Nach zwei Minuten reiner Instrumentalmusik setzt Robert Plant mit dem elegisch vorgetragenen Text ein.
Erst nach insgesamt vier Minuten erfolgt der Einsatz des Schlagzeuges, gespielt von dem 1980 verstorbenen John Bonham.
Bis hierhin entwickelt sich das Stück mit schneller werdendem Tempo und wachsender Lautstärke.
Das nun einsetzende Gitarrensolo von Jimmy Page bildet den Höhepunkt des Stückes. Bei den Live-Auftritten spielt er das Solo auf seiner legendären Gibson Doubleneck. In der Studioversion verwendet Page die ab den 60er Jahren oft benutzte Fender Telecaster.
Nach dem Solo wird der Gesang und die Musik härter und lauter. Man kann sagen, „Stairway to Heaven“ hat sich bis hier von einem leisen Folksong zu einem Heavy-Metal-Stück entwickelt.
Den leisen Schluss bildet der ebenso wieder leise von Robert Plant vorgetragene bekannte Refrain.
Der Mythos von „Stairway to Heaven“
Um die Entstehung des Stückes ranken sich einige Legenden. Als „Stairway to Heaven“ erschien, gab es nicht wenige Kritiker, die den Text zum Satanismus zugehörig interpretieren wollten. Dies sei zu hören, wenn man das Stück rückwärts abspiele. Jimmy Page, der ein Anhänger des Okkultismus war und ist, geriet in diesen Verdacht. Der Gitarrist dementierte den Vorwurf oft genug, doch die Meinungen hielten sich hartnäckig.
Auf den Partys der 70er Jahre gehörte das Stück zum Pflichtprogramm. Denn ungeachtet der Tempiwechsel und des intensiv rockigen Gitarrensolos in der Mitte avancierte „Stairway to Heaven“ zu einem der meist gespielten sogenannten „Klammerblues“. Damals wurde zu dem Stück eng umschlungen getanzt und die romantische Anfangssequenz lud förmlich dazu ein.
Heute ist das Stück ein Klassiker, dessen Struktur in den 70er und 80er Jahren oft kopiert wurde. So ist „Bohemian Rhapsody“ von der ebenso legendären britischen Rockgruppe Queen ohne das berühmte Vorbild undenkbar.
Nach dem Tod ihres Schlagzeugers wollte Led Zeppelin ihr berühmtestes Stück nie wieder spielen. Im Jahr 2007 erfuhr das Werk eine von vielen Fans bejubelte und etwa 10-minütige Live-Renaissance in der Londoner O2-Arena.
loading…
loading…
Popularity: 18%
Category: Lexikon | Tags: Hits, Led Zeppelin, Lieder, Musik, Rock, Songs, Stairway to Heaven Kommentare deaktiviert