Skispringen

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Fas­zi­na­tion Ski­sprin­gen – eine gefähr­li­che und zugleich beein­dru­ckende Wintersportart

Ski­sprin­gen gehört zu den olym­pi­schen Win­ter­sport­ar­ten und erfreut sich seit vie­len Jah­ren gro­ßer Beliebt­heit bei Zuschau­ern vor Ort und an den Fern­seh­ge­rä­ten. Tra­di­tio­nell fin­det es in den Win­ter­mo­na­ten in Europa statt, doch auch auf Kunst­schnee ist eine Durch­füh­rung des Ski­sprin­gens in den war­men Mona­ten mög­lich und verbreitet.

Ski­sprin­gen gehört zu den tech­nisch anspruchs­volls­ten und zugleich gefähr­lichs­ten Dis­zi­pli­nen. Jah­res­lan­ges Trai­ning sowie eine hohe men­tale Stärke sind für eine erfolg­rei­che Durch­füh­rung die­ser Sport­dis­zi­plin unum­gäng­lich. Andern­falls kann es hier­bei zu ernst­haf­ten und lebens­ge­fähr­li­chen Ver­let­zun­gen kom­men. Stürze bei der Lan­dung kön­nen fatale Fol­gen auf die Gesund­heit des Ski­sprin­gers haben.
Heu­tige Welt­klas­se­ath­le­ten haben daher bereits im frü­hen Kin­des­al­ter mit dem Erler­nen der Sport­art begon­nen. Eine geringe Größe sowie ein nied­ri­ges Gewicht machen oft­mals den Unter­schied bei Wett­kämp­fen auf hohem Niveau aus. Der Grund hier­für ist ein ver­min­der­ter Luft­wi­der­stand des Ski­sprin­gers in der Flugphase.

Tra­di­tio­nell füh­rend im Profi– und Wett­kampf­be­reich sind neben Öster­reich und Deutsch­land die skan­di­na­vi­schen Län­der, in denen Ski­sprin­gen als Natio­nal­sport­art gilt und Pro­fis auf die­sem Gebiet höchste Aner­ken­nung der Gesell­schaft zuteil wird.
Ursprungs­land des Ski­sprin­gens ist Nor­we­gen, wie dies bei vie­len Win­ter­sport­ar­ten der Fall ist. Der erste Wett­be­werb wurde hier 1879 aus­ge­tra­gen. Seit 1924 gehört Ski­sprin­gen zu den olym­pi­schen Dis­zi­pli­nen. Die welt­bes­ten Ath­le­ten tref­fen sich jedoch mehr­mals im Jahr zu ver­schie­de­nen Groß­ver­an­stal­tun­gen, die vor allem in Alpen­nähe aus­ge­tra­gen wer­den. Hier fin­den sich tra­di­tio­nell die gepfleg­tes­ten und bekann­tes­ten Ski­sprung­schan­zen der Welt.

Die ver­schie­de­nen Pha­sen des Skispringens

Im All­ge­mei­nen lässt sich die Durch­füh­rung eines Sprun­ges beim Ski­sprin­gen in ver­schie­dene Pha­sen unter­tei­len:
Zu Beginn setzt sich der Ski­sprin­ger auf einen Quer­bal­ken, der am höchs­ten Punkt der Sprung­schanze ange­bracht ist, stößt sich sodann mit den Hän­den von die­sem Bal­ken ab und fährt hockend die Sprung­schanze hinab. Bei einer End­ge­schwin­dig­keit von etwa 90 Stun­den­ki­lo­me­tern macht sich der Ski­sprin­ger am Ende der Sprung­schanze zum Sprung bereit. Hier­bei rich­tet er sich mit einem kräf­ti­gen Sprung vom Schan­zen­tisch auf und nimmt die Flug­hal­tung ein, die er bis zum Anset­zen zur Lan­dung bei­be­hält.
Die Skier des Sprin­gers wäh­rend der Flug­phase bil­den ein V. Die­ser Teil des Sprun­ges ist beson­ders wich­tig für einen wei­ten Sprung sowie eine sichere Lan­dung. Die beson­dere Schwie­rig­keit für den Sprin­ger besteht hier­bei, even­tu­el­len Sei­ten­wind mit dem Ober­kör­per geschickt aus­zu­glei­chen. Die Arme sind wäh­rend der Flug­phase aus­ge­streckt eng am Kör­per ange­legt.
Bei der Lan­dung ist die so genannte „Telemark-Landung“ heut­zu­tage weit ver­brei­tet. Hier­bei nimmt der Ath­let kurz vor dem Auf­set­zen der Skier auf dem Boden eine Schritt­hal­tung ein und brei­tet gleich­zei­tig die Arme zur Seite aus, um eine sichere Lan­dung vorzubereiten.

Wor­aus setzt sich die Bewer­tung eines Ski­sprun­ges zusammen?

Zur Bewer­tung und damit Gesamt­punk­te­zahl zäh­len beim Ski­sprin­gen nicht nur die Weite des Flu­ges, son­dern über­dies die Hal­tung und die Lan­dung. Diese drei Fak­to­ren set­zen sich zur end­gül­ti­gen Gesamt­be­wer­tung zusam­men.
Gewon­nen hat am Ende der Sprin­ger, der nach einer bestimm­ten Anzahl von Durch­gän­gen die meis­ten Punkte ansam­meln konnte.
Bei mehr­tä­ti­gen Events wie etwa der Vier-Schanzen-Tournee gewinnt der Ski­sprin­ger, der bei allen vier Wett­be­wer­ben am bes­ten abschnei­den konnte.

Gene­rell ste­hen bei Ski­spring­ver­an­stal­tun­gen fünf Noten­rich­ter bereit. Diese ver­ge­ben ent­spre­chend Punkte für die Aus­füh­rung des Sprungs. Die höchste und nied­rigste Bewer­tung wird gestri­chen. Maxi­mal kann ein Sprung von einem Noten­rich­ter mit 20 Punk­ten bewer­tet wer­den.
Eine Maxi­mal­punkt­zahl von 60 Punk­ten ist beim Ski­sprin­gen höchst sel­ten. Ein sol­cher „Per­fek­ter Sprung“ gelang in der Geschichte des Ski­sprin­gens nur fünf Ski­sprin­gern, dar­un­ter dem bekann­ten deut­schen Ath­le­ten Sven Hannawald.

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