Silvester

27. Dezember 2009

Es ist im jedem Jahr das glei­che Ritual; am letz­ten Tag des Jah­res fei­ern die Men­schen Abschied vom ver­gan­ge­nen Jahr und begrü­ßen mit gro­ßem Tam­tam das Neue Jahr. Meist wird der Jah­res­wech­sel um Mit­ter­nacht mit einem gro­ßen Feu­er­werk voll­zo­gen. Dafür gibt es bei offi­zi­el­len Ver­an­stal­tun­gen rie­sige Feu­er­werke aber auch der kleine Mann fei­ert an Sil­ves­ter mit sei­nem eige­nen klei­nen Feu­er­werk. Aber warum gibt man Jahr für Jahr Mil­li­ar­den an Geld aus, das sich in Form von Feu­er­wer­ken in weni­gen Augen­bli­cken in Luft auflöst?

Die Geschichte des Feuerwerks

Der Brauch den Jah­res­wech­sel gebüh­rend zu fei­ern ist schon sehr alt und fand schon in den Zei­ten des alten Roms statt. Da wurde dann aller­dings noch nicht der heu­tige Auf­wand betrie­ben. Man hat ein­fach nur gefei­ert und die Sor­gen und den Kum­mer des alten Jah­res hin­ter sich gelas­sen. Um die­sem dann auch mehr Gel­tung zu ver­schaf­fen wollte man die bösen Geis­ter eben­falls ver­trei­ben, damit man zum Start ins Neue Jahr ohne Belas­tung antre­ten konnte. Dazu wurde meist ein höl­li­scher Lärm ver­an­stal­tet, der dann erst viele Jahre spä­ter durch das Feu­er­werk ersetzt wurde. Die ers­ten Feu­er­werke waren auch noch lange nicht das far­ben– und lich­ter­frohe Spek­ta­kel so wie wir es heute ken­nen. In den Anfän­gen bestan­den die Feu­er­werke nur aus Knall­ef­fek­ten. Schließ­lich musste man erst noch an der Tech­nik fei­len, bis das man Schwarz­pul­ver der­art ent­wi­ckeln konnte, dass man es für ein Far­ben– und Lich­ter­spiel ver­wen­den konnte und nicht nur zum Zün­den von Knallkörpern.

Erwar­tung, was das Neue Jahr bringt

Neben dem Abbren­nen von Feu­er­wer­ken gibt es gerade bei pri­va­ten Sil­ves­ter­fei­ern einen ande­ren belieb­ten Brauch, das Blei­gie­ßen. Auch die Geschichte des Blei­gie­ßens ist bereits sehr alt und lässt sich bis in das antike Rom zurück­ver­fol­gen. In die­ser Zeit, da man noch an Geis­ter und Göt­ter glaubte, ver­suchte man anhand des Blei­gie­ßens die Zukunft vor­her­zu­sa­gen. Das soll beim Blei­gie­ßen zu Sil­ves­ter zwar ebenso sein, doch ist hier der Spaß mehr in den Vor­der­grund zu stel­len. Die Deu­tung der For­men, die das geschmol­zene Blei annimmt, das man direkt in kal­tes Was­ser gibt, las­sen der Fan­ta­sie der Men­schen freie Hand. So gibt es keine Vor­ga­ben dar­über, wie man die skur­ri­len For­men genau zu betrach­ten hat. Der­je­nige, der das Blei gegos­sen hat, ent­schei­det selbst um wel­che Form es sich danach han­delt. Zur Deu­tung wird den heute ver­trie­be­nen Bleigießer-Sets meis­tens eine Liste beige­fügt, die es den Betei­lig­ten leich­ter machen soll.

Sport trei­ben für einen guten Zweck

Wäh­rend das Feu­er­werk und das Blei­gie­ßen bereits auf eine Tra­di­tion zurück­bli­cken, die teil­weise bis in die Antike zurück­rei­chen gibt es noch einen ande­ren Brauch der zu Sil­ves­ter in Erschei­nung tritt aber noch nicht auf eine so alte Tra­di­tion ver­wei­sen kann. Die Rede ist von den Sil­ves­ter­läu­fen. Bei die­sen Ver­an­stal­tun­gen, die offi­zi­ell zu den Volks­läu­fen zäh­len, tref­fen sich mitt­ler­weile sehr viele Men­schen um sich in einem sport­li­chen Wett­streit zu mes­sen. Dabei steht meist ein wohl­tä­ti­ger Zweck im Vor­der­grund und es wer­den bei die­sen Ver­an­stal­tun­gen auch oft Spen­den­bei­träge gesam­melt. Der welt­weit größte Sil­ves­ter­lauf fin­det all­jähr­lich in Madrid statt, der San Sil­vestre Valle­cano. Die längste Tra­di­tion des Sil­ves­ter­lau­fes hat der Lauf in Sao Paulo in Bra­si­lien, der bereits seit 1925 aus­ge­tra­gen wird. In Deutsch­land gibt es auch viele sol­cher Sil­ves­ter­läufe wobei der Größte und wohl auch Bekann­teste von ihnen der Sil­ves­ter­lauf von Werl nach Soest ist. Eines haben alle Sil­ves­ter­läufe gemein­sam; waren es frü­her ein­fa­che Volks­läufe so gehen heute zumeist auch Spit­zen­sport­ler aus dem Pro­fi­be­reich an den Start.

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