Shakespeare, William
Shakespeare — ein Name, welcher mehr verkörpert als nur die Bezeichnung eines Schriftstellers. William Shakespeare ist ein Teil der Identität Englands, ein zeitloser Künstler und ein Hauptvertreter einer einschneidenden Epoche der Literatur. Der folgende Text setzt sich mit dem Werdegang und den Werken dieses Künstlers auseinander, ohne dabei zu vernachlässigen, dass plausible Mutmaßungen davon ausgehen, dass hinter dem Namen Shakespeare jemand ganz andres für die Fülle an Werken verantwortlich war.
Kindheit und Jugend
Es kann davon ausgegangen werden, dass Shakespeare im Jahre 1564 geboren wurde. Sein Vater beschritt eine bescheidene Karriere in der Stadtverwaltung, wohingegen seine Mutter einem alten Adelsgeschlecht entstammte, welches allerdings seine Blütezeit auch in finanzieller Hinsicht längst hinter sich hatte. Er hatte zudem 7 Geschwister was erahnen lässt, dass die Umstände des Aufwachsens doch eher bescheidene wenn auch nicht ärmliche waren. Wie damals üblich besuchte er die Lateinschule, auf welcher primär Latein, Geschichte und Dichtung gelehrt wurde. Eine weitere Fortbildung auf einer Universität blieb ihm aus finanziellen Gründen verwehrt.
Die ersten Jahre
Im Alter von 18 Jahren heiratet Shakespeare Anne Hathaway, welche zu diesem Zeitpunkt bereits 26 Jahre alt ist. Zusammen haben sie 4 Kinder, wobei sein einziger Sohn noch im Kindesalter stirbt. Die Familie zieht schon bald nach London, wo der Vater durch diverse eher niedere berufliche Tätigkeiten die Familie ernährt. In den 90er Jahren des 16. Jahrhunderts betätigt er sich schließlich künstlerisch, wobei er bereits hier auf fast ausschließlich positive Resonanz trifft. So beginnt er sich als Schauspieler einen Namen zu machen und verfasst zahlreiche seiner Sonette, welche später als “Shakespearean Sonnets” in die Geschichte eingehen sollen. In dieser Zeit entsteht mit “Heinrich der 6.” auch das erste Drama dieses Ausnahmekünstlers.
Der Durchbruch
Beflügelt durch diese Erfolge gründet Shakespeare mit zwei weiteren Künstlern die Theatergruppe “Lord Chamberlain’s Men”, bei welcher er auch der Leiter ist. Während diese Gruppe sich anfangs noch mit kleinen Theatern und einem zahlenmäßig überschaubarem Publikum zufrieden geben muss, gelingt der Durchbruch schließlich im Globe Theater. Letzteres wurde auf der anderen Seite der Themse errichtet und sorgte für wahre Ströme an Zuschauern in den Abendstunden der Vorführungen. In den folgenden Jahren gelingt es Shakespeare dank seiner Erfolge das Globe Theatre und ein weiteres Theater seinem Eigentum zuzuführen, weshalb nun jegliche Existenzängste auf finanzieller Basis keine Rolle mehr spielen. Den Höhepunkt seiner kreativen Schöpfungskraft erreicht er schließlich zu Beginn des 17. Jahrhundert, wo die berühmtesten Werke, beispielsweise “Romeo und Julia”, entstehen.
Die letzten Lebensjahre
Aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen zieht sich Shakespeare allerdings im Jahre 1611 nach Stratford zurück und verfasst ab diesem Zeitpunkt auch keine Werke mehr. Er stirbt schließlich im Jahre 1616 und hinterlässt ein Lebenswerk, welches die literarische Epoche der Renaissance für immer einschneidend prägen wird.
Zweifel an Authentizität Shakespeares
Die moderne Forschung hegt Zweifel an der Tatsache, dass ein gewöhnlicher Bürger durchschnittlichen Bildungsgrades einen derartigen Reichtum an intellektuell hochwertigen und durchstrukturierten Werken verfassen konnte. Es wird deshalb davon ausgegangen, dass es eine Person hinter Shakespeare geben könnte, welche einen höheren Bildungsgrad genoss und so für die Fülle dieser Werke verantwortlich ist. Ein potentieller Kandidat als kreativer Kopf hinter dem Namen Shakespeare ist Edward de Vere, welcher sich bekanntermaßen selbst heimlich mit der Dichtung und dem Theater auseinandersetzte. Wahre Beweise für derartige Verdächtigungen existieren jedoch nicht.
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Category: Lexikon | Tags: Literatur, Personen, Shakespeare Kommentare deaktiviert