Schufa

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Was ist die Schufa?

Die Schufa, die Schutz­ge­mein­schaft für Absatz­fi­nan­zie­rung, ist ein Kre­dit­büro mit Sitz in Wies­ba­den. Ziel die­ser Ein­rich­tung ist es gemäß dem Grund­satz “Wir schaf­fen Ver­trauen”, den Ver­brau­cher vor Über­schul­dung zu schüt­zen und Kre­dit­aus­fälle zu ver­mei­den. Die Daten von etwa 65 Mil­lio­nen deut­schen Bun­des­bür­gern sind hier gespei­chert, dies ent­spricht etwa drei Vier­tel der Bun­des­be­völ­ke­rung. Haupt­auf­gabe der Schufa ist es, Anfra­gen zur Kre­dit­wür­dig­keit zu bear­bei­ten; jähr­lich sind dies mehr als 90 Mil­lio­nen. Mehr als 800 Mit­ar­bei­ter sind bei der Schufa beschäf­tigt. Der Umsatz die­ser Insti­tu­tion beträgt jähr­lich knapp 100 Mil­lio­nen Euro.
Haupt­un­ter­neh­men ist die Schufa Hol­ding AG, wel­che im Jahre 2000 aus der Schufa her­vor­ging. Toch­ter­un­ter­neh­men der Gesell­schaft sind die insi­ders GmbH sowie die fpn fraud preven­tion net­work GmbH. Dar­über hin­aus sind zahl­rei­che Unter­neh­men an der Schufa Hol­ding AG betei­ligt, unter ande­rem die invest solu­ti­ons GmbH, die tolina Hol­ding GmbHh sowie die Credit­info Schufa GmbH.

Daten­spei­che­rung

Die bei der Schufa gespei­cher­ten Daten wer­den nur zu einem gerin­gen Teil von der Schufa selbst ermit­telt. Viel­mehr lei­ten Ban­ken und andere Ver­trags­part­ner Daten ihrer Kun­den an die Schufa. Natür­lich muss das Ein­ver­ständ­nis des Kun­den vor­lie­gen. Öffent­li­che Ver­zeich­nisse wie Schuld­ner­ver­zeich­nisse der Amts­ge­richte wer­den von der Schufa zudem benutzt, um Daten zu spei­chern.
Zur Regis­trie­rung die­ser Daten arbei­tet die Schufa mit diver­sen Geschäfts­part­nern zusam­men. Diese wer­den unter­teilt in A-Geschäftspartner, B-Geschäftspartner und F-Geschäftspartner. Zu den so genann­ten A-Geschäftspartnern gehö­ren Kre­dit­kar­ten­un­ter­neh­men, Kre­dit­in­sti­tute und Lea­sing­ge­sell­schaf­ten, wäh­rend die B-Geschäftspartner alle Han­del und Ver­sand­han­del sind, wel­che ihre Leis­tun­gen und Lie­fe­run­gen auch auf Kre­dit anbie­ten. F-Vertragspartner sind alle Inkas­so­un­ter­neh­men.
Fol­gende Inhalte wer­den in der Regel von der Schufa gespei­chert: Name, Vor­name, Geburts­da­tum, Geschlecht, Geburts­ort sowie aktu­el­ler Wohn­ort und auch frü­here Wohn­orte der jewei­li­gen Per­son. Dar­über hin­aus wird die Eröff­nung eines Giro­kon­tos und aus­ge­ge­bene Kre­dit­kar­ten erfasst. Auch Kre­dit– und Lea­sing­ver­träge mit Ban­ken sowie deren Lauf­zeit sind Bestand­teil der gespei­cher­ten Daten. Alle nicht bezahl­ten For­de­run­gen, die bereits mehr­fach erfolg­los gemahnt wur­den, sind genauso in der Schufa auf­ge­führt wie die Abgabe einer Eides­statt­li­chen Ver­si­che­rung oder die Eröff­nung eines pri­va­ten Insol­venz­ver­fah­rens.
Die Höhe des Ein­kom­mens oder gar die Höhe des Kon­to­stan­des wird im Ver­zeich­nis der Schufa nicht gespei­chert.
Sind durch den Schuld­ner alle For­de­run­gen begli­chen bezie­hungs­weise alle Kre­dite zurück­ge­zahlt, wer­den die in der Schufa gespei­cher­ten Daten spä­tes­tens nach drei Jah­ren gelöscht. Bei Min­der­jäh­ri­gen erfolgt diese Löschung sofort nach Rück­zah­lung der Schulden.

Eigenaus­kunft

Jede natür­li­che Per­son hat das Recht, Aus­kunft über die gespei­cher­ten Daten zu bekom­men. Feh­ler­hafte Daten müs­sen kor­ri­giert wer­den. Auf der Inter­net­seite meineschufa.de kann jeder Bun­des­bür­ger ein­mal im Jahr seine Daten­über­sicht ein­se­hen. Um sich bei die­sem Por­tal anmel­den zu kön­nen, ver­langt die Schufa eine ein­ma­lige Gebühr in Höhe von 18,50 Euro.

Geschichte der Schufa

Die Anfänge der heu­ti­gen Schufa lie­gen bereits im Jahr 1927. Die Ber­li­ner städ­ti­sche Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, kurz BEWAG, erstellte Lis­ten über die Kun­den, die eine posi­tive Zah­lungs­mo­ral auf­wie­sen. Die Ver­kaufs­ab­tei­lung hatte so direkt einen Über­blick, wem Raten­ver­kauf gewährt wer­den konnte. In Folge die­ser Idee ent­wi­ckelte sich schnell die “Schutz­ge­mein­schaft für all­ge­meine Kre­dit­si­che­rung” als eine unab­hän­gige Ein­rich­tung in Ber­lin. Diese ent­wi­ckelte sich rasend schnell; bereits zwei Jahre nach der Grün­dung gab es 1,5 Mil­lio­nen Kar­tei­kar­ten mit Kun­den­da­ten. Schnell wuchs das Unter­neh­men deutsch­land­weit; 13 wei­tere Schufa-Unternehmen ent­stan­den in ganz Deutsch­land. 1957 nahm die Schufa ihren Haupt­sitz in Wies­ba­den ein, der bis heute Bestand hat.

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