Schiller, Johann Christoph Friedrich von

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Schil­ler gilt, neben Goe­the, als der bekann­teste deut­sche Dich­ter, der Zeit sei­nes Lebens Lite­ra­tur auf höchs­tem Niveau geschrie­ben hat.
Alles begann am 10.11.1759, als Fried­rich von Schil­ler in Mar­bach am Neckar als Sohn eines Wun­d­arz­tes und Leut­nants gebo­ren wurde. Nach der Latein­schule beab­sich­tige er zunächst Theo­lo­gie zu stu­die­ren, dies wurde jedoch durch seine Ein­be­ru­fung in den Mili­tär­dienst an der Karls­schule im Schloss Soli­tude in Stutt­gart unter­bun­den. Nach sei­ner Zeit beim Mili­tär stu­dierte Schil­ler zunächst Jura, wech­selte spä­ter jedoch zur Medi­zin und trat damit in die beruf­li­chen Fuß­stap­fen sei­nes Vaters, er erhielt 1780 eine Anstel­lung als Regi­ments­arzt in Stutt­gart.
Vier Jahre zuvor war Schil­ler das erste Mal als Lyri­ker mit sei­nem Gedicht­band ‘Der Abend’ an die Öffent­lich­keit getre­ten. Trotz sei­ner medi­zi­ni­schen Lauf­bahn fand er Zeit eine Antho­lo­gie und ein Drama zu schrei­ben. ‘Die Räu­ber’ erschien 1781 und wurde bereits 1782 mit gro­ßem Erfolg am Mann­hei­mer Natio­nal­thea­ter uraufgeführt.

Doch der Erfolg hatte auch seine Schat­ten­sei­ten. Im glei­chen Jahr wurde Schil­ler vom Her­zog Karl Eugen mit einem Schreib­ver­bot belegt, das ihn Ende Sep­tem­ber 1782 zur Flucht in die Pfalz und damit ins ‘Aus­land’ ver­an­lasste. Nach eini­gem Hin und Her fand er 1783 in Mann­heim eine Anstel­lung als Thea­ter­dich­ter, und schrieb in die­ser Zeit seine erfolg­rei­chen Stü­cke ‘Die Ver­schwö­rung des Fiesco zu Genua’ und ‘Kabale und Liebe’. Er war sogar so erfolg­reich, dass ihm 1784 vom Her­zog Karl August der Ehren­ti­tel eines Wei­ma­ri­schen Rats ver­lie­hen wurde, unter ande­rem auch für sein Stück ‘Don Car­los’, das der Her­zog am Hof in Darm­stadt gese­hen hatte.
Erfolg und Wid­rig­kei­ten lagen in Fried­rich von Schil­lers Leben stets eng zusam­men. 1785 brach er auf­grund von Unstim­mig­kei­ten mit dem Mann­hei­mer Thea­ter und dem schwie­ri­gen Ver­hält­nis zu Char­lotte von Kalb seine Zelte dort ab und über­sie­delte, einer Ein­la­dung Chris­tian Gott­fried Kör­ners fol­gend, nach Sach­sen. 1787 ließ sich Schil­ler dann in Wei­mar nie­der und arbei­tete dort als His­to­rio­graph, erforschte und stellte also Geschichte dar. Auch Schil­ler ist, auf­grund sei­ner viel­sei­ti­gen aka­de­mi­schen Tätig­kei­ten — Medi­zi­ner, Dich­ter, His­to­ri­ker — zu den Uni­ver­sal­ge­lehr­ten der dama­li­gen Zeit zu rech­nen. Seine viel­fäl­ti­gen Kennt­nisse führ­ten dann auch dazu, dass er 1789 in Jena eine Pro­fes­sur erhielt, die er mit der Antritts­vor­le­sung ‘Was heißt und zu wel­chem Ende stu­diert man Uni­ver­sal­ge­schichte’ antrat. Auch pri­vat fes­tigte sich sein Leben, da er 1790 Char­lotte von Len­ge­feld hei­ra­tete. Doch bereits ein Jahr spä­ter erkrankte Schil­ler so schwer, dass er gezwun­gen war, seine Lehr­tä­tig­keit zu unter­bre­chen. 1792/93 beschäf­tigte er sich dann mit Phi­lo­so­phie und Poe­tik und ver­öf­fent­lichte die erste Fas­sung der Briefe ‘Über die ästhe­ti­sche Erzie­hung des Men­schen’.
Seine Ver­bin­dun­gen ins Schwa­ben­land (Lud­wigs­burg und Stutt­gart) und seine Bekannt­schaft mit dem Ver­le­ger Johann Fried­rich Cotta erschlos­sen Schil­ler neue Publi­ka­ti­ons­mög­lich­kei­ten, bei­spiels­weise mit der Zeit­schrift ‘Die Horen’ und dem ‘Musen-Almanach’. Erst 1794 trat Schil­ler in engere Bezie­hung zu Goe­the, die nicht uner­heb­li­chen Ein­fluss auf sein lite­ra­ri­sches Schaf­fen hatte. In die Zeit der nähe­ren Ver­bin­dung mit Goe­the, der auch in Wei­mar lebte, fiel die Ver­öf­fent­li­chung der ‘Xenien’, des ‘Bal­la­den­jah­res’ sowie die Auf­füh­rung von ‘Wal­len­steins Lager’, ‘Die Pic­co­lo­mini’ und ‘Wal­len­steins Tod’ am Wei­ma­rer Theater.

Gegen Ende sei­nes Lebens belegte die Arbeit für das Thea­ter Schil­lers dich­te­ri­sches Schaf­fen ganz und gar. ‘Maria Stuart’, ‘Die Jung­frau von Orleans’, ‘Die Braut von Mes­sina’ und ‘Wil­helm Tell’ wur­den in die­ser Zeit von ihm geschrie­ben und auf­ge­führt. Neben sei­nen eige­nen Wer­ken brachte Schil­ler auch andere Stü­cke, z.B. Les­sings ‘Nathan der Weise’ zur Auf­füh­rung.
Am 9. Mai 1805 ver­starb der Dich­ter in Wei­mar, aber erst 1827 wur­den seine sterb­li­chen Über­reste in die Wei­ma­rer Fürs­ten­gruft überführt.

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