Satz des Pythagoras
Satz des Pythagoras — Entstehungstheorie
Zunächst ist es bekannt, dass dieser spezielle Lehrsatz bereits in anderen Kulturen verwendet wurde und seinen Ursprung nicht allein bei dem berühmten Mathematiker Pythagoras fand. Insbesondere die Ägypter führten zahlreiche Berechnungen im Zusammenhang mit der Architektur verschiedener Gebäude, vorrangig der Pyramiden aus. Deutlich wird dies darin, dass sie Seilspanner benutzten, welche zur Konstruktion von Dreiecken mit einem rechten Winkel verwendet wurden. Bei diesen Überlegungen bezogen sie die Umkehrung des späteren des Satzes des Pythagoras in die Konstruktion ein. Diese Version der mathematischen Darstellung soll zum Modell des Satz des Pythagoras geführt haben.
In der weiteren geschichtlichen Entwicklung spielte der Satz des Pythagoras auch bei den Babyloniern eine wichtige Rolle. Sie kannten anhand von aufgefundenen Tontafeln den mathematischen Zusammenhang für den Spezialfall des gleichschenkligen rechtwinkligen Dreiecks ebenfalls.
Die Griechen waren zudem dafür bekannt, dass sie bereits mathematische und geometrische Berechnungen auf der Basis des Satz des Pythagoras ausführten. Dies ist auch für die Inder zutreffend. Leider ist der sichere Ursprung dieses mathematischen Lehrsatzes nicht mehr bis ins kleinste Detail nachzuvollziehen. Nach dem Mathematiker und Gelehrten Euklid ist die Entstehung des Satzes dem Mathematiker und Lehrer Pythagoras zugeschrieben worden.
In der heutigen Zeit wird der Satz des Pythagoras als eine der grundlegenden Erkenntnisse und Gesetze der sogenannten euklidischen Geometrie bezeichnet.
Der Satz des Pythagoras von Samos
Der Satz findet zunächst seinen Ausdruck in einer Formel mit unterschiedlichen Variablen, welche für spezielle Elemente eines rechtwinkligen und gleichschenkligen Dreiecks verwendet werden. So kann der Satz des Pythagoras sowohl in einer Formel als auch in Worten ausgedrückt werden.
Er lautet folgendermaßen: In einem rechtwinkligen Dreieck ist das Quadrat der Hypothenuse gleich der Summe der Kathetenquadrate der Katheten.
Dabei wird mit Hypothenuse die Seite des Dreiecks bezeichnet, welche die längste Seite dem Dreieck ist. Sie liegt immer dem rechten Winkel des Dreiecks gegenüber. Als Katheten werden die dem rechten Winkel anliegenden Schenkel benannt. In dieser unveränderten Form wird der Satz des Pythagoras auch heute an den Schulen gelehrt. Er stellt die Grundform der Aussage: Die Summe der Quadrate über den Katheten ist gleich dem Quadrat der Hypothenuse dar.
a² + b² = c².
Die in der Geschichte vor dieser Aussage bewiesene Umkehrung heißt: Wenn die Gleichung a² + b² = c² gilt, dann handelt es sich in jedem Fall um ein rechtwinkliges und gleichschenkliges Dreieck.
Daneben existiert noch eine erweiterte Variante, welche sich im bekannten Kosinussatz, einer der Winkelfunktionen im Bereich der Trigonometrie, darstellen lässt. Die Formel dazu lautet :
a² + b² — 2 x cos …x a x b = c². x steht für die Malfunktion
Zur besseren Verständlichkeit und zur Anschaulichkeit führt es, wenn der Satz des Pythagoras in der ersten Stufe an einem rechtwinkligen gleichschenkligen Dreieck geometrisch konstruiert wird.
Bedeutung des Satzes des Pythagoras im alltäglichen Gebrauch
So, wie alle Völker vor uns den Satz des Pythagoras für geometrische Berechnungen und Darstellungen in Bezug auf den Bau von Gebäuden und Bewässerungsanlagen nutzten, so dient er den Menschen auch heute noch zu diesem Zweck.
Von alltäglichen zu lösenden praktischen Aufgaben ist ebenfalls auszugehen, wobei der Satz des Pythagoras eine unmittelbare Anwendung finden kann. Dabei kann die Berechnungsmöglichkeit sowohl für einfache Zwecke als auch bei hochkomplizierten Vorhaben durchaus eine grundlegende Hilfe darstellen oder das Projekt überhaupt erst ausführbar machen. Vom Aufstellen eines Netzes für Tennisspieler bis hin zum Bau einer modernen Brücke wird der Satz des Pythagoras in vielen praktischen Bereichen eingesetzt. Auch im karthesischen Kartensystem findet der Satz des Pythagoras Anwendung.
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Category: Lexikon | Tags: Formeln, Geometrie, Mathematik, Pythagoras Kommentare deaktiviert