Rosenmontag
Einleitung
Der Rosenmontag gilt als der Höhepunkt der Karnevalszeit und wird in vielen Gegenden Deutschlands ausgelassen gefeiert. Als Hochburg gelten die Rheinländer; hier hauptsächlich die Städte Köln, Mainz und Düsseldorf. Ein gesetzlicher Feiertag ist der Rosenmontag nicht, jedoch geben Arbeitgeber an diesem Tag in manchen Gegenden Deutschlands ihren Angestellten frei.
Der Rosenmontag wird jedes Jahr am Montag vor Aschermittwoch begangen, genau 48 Tage vor dem Ostersonntag.
Geschichte des Rosenmontag
Im Jahre 1823 wurde in der Stadt Köln der erste Rosenmontagsumzug veranstaltet, damit ist der Rosenmontag eine relativ junge Erfindung. Im Vorfeld gründete sich im Jahre 1822 ebenfalls in der Stadt Köln das so genannte „Festordnende Comitee“, dieses fand jährlich vier Wochen nach der Karnevalszeit statt. Ein anderer Name für dieses Komitee war Rosenmontagsgesellschaft; man nimmt an, dass der Rosenmontag daher seinen Namen trägt. Eine andere Variante der Namensgebung leitet sich aus dem “Deutschen Wörterbuch” der Brüder Grimm ab; hiernach kommt das Wort Rosenmontag von “Rasenmontag”, also dem “rasenden Montag”.
Der Rose kam zudem eine ganz besondere Bedeutung zu; der Papst verlieh in früheren Zeiten jährlich am Rosensonntag Ehrenbürgern eine geweihte goldene Rose.
Bis heute sind die Wagen, welche beim Rosenmontagsumzug teilnehmen, in Schiffsform gestaltet; dies geht auf eine mittelalterliche Vorstellung zurück. Nach dieser führten Narrenschiffe ohne Segel, Kompaß und Mast die Insassen ins Verderben. Aus diesem Grund kam es im Anschluß an die Fastnacht häufig zum Verbrennen dieser Narrenschiffe.
Hochburgen des Rosenmontag
Der Rosenmontag wird grundsätzlich in ganz Deutschland begangen, die Hochburgen befinden sich jedoch im Rheinland.
Die Karnevalshochburg schlechthin ist die rheinische Stadt Köln; hier wird der größte Rosenmontagsumzug in ganz Deutschland begangen. Etwa 10.000 Teilnehmer begeistern auf etwa 100 Prunkwagen die mehr als eine Millionen Zuschauer.
Der Rosenmontagsumzug, von den Kölnern liebevoll als “d’r Zoch” bezeichnet, beginnt traditionell um 10:30 Uhr am Chlodwigplatz und hat eine Gesamtlänge von etwa sieben Kilometern. Für diese Strecke benötigen die Teilnehmer immerhin vier Stunden, während die Zuschauer am Strassenrand ausgelasen feiern.
Neben den etwa 100 Festwagen nehmen auch 87 Traktoren und etwa 440 Pferde am Umzug teil. Mehr als 800 Wagenbegleiter sorgen für die Sicherheit während des Umzuges.
Während des Umzuges ist es Tradition, dass die Teilnehmer diverse Schmankerl an die Passanten verteilen. So werden etwa 150 Tonnen Süßigkeiten, 700.000 Tafeln Schokolade, über 200.000 Schachteln Pralinen und circa 300.000 Blumensträuße vom Wagen aus in die Menschenmenge geworfen — eine äußerst beachtliche Menge.
Auch in der Landeshaupstadt Mainz findet jährlich ein Rosenmontagsumzug statt. In der berühmten fünften Jahreszeit wird hier drei Tage und vier Nächte durchgefeiert. Durch die bekannte Fernsehsendung “Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht” ist der Karneval in dieser Stadt weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Bereits am 1. Januar findet in Mainz ein Neujahrsumzug statt; bis zum Aschermittwoch gibt es dann an jedem Wochenende bunte Karnevalsveranstaltungen. Der Rosenmontagsumzug verwandelt die Stadt Mainz jedes Jahr in ein buntes Meer aus Umzugswagen, Musikzügen und Garden. Am Dienstag nach Rosenmontag werden die “tollen Tage” hier traditionell mit der so genannten Kappenfahrt beendet.
loading…
loading…
Popularity: 10%
Category: Lexikon | Tags: Brauchtum, Feiertage, Karneval, Rosenmontag Kommentare deaktiviert