Rollator

29. Mai 2010

Eine andere, meist geläu­fi­gere Bezeich­nung für Rol­la­tor ist Geh­wa­gen. Beide Benen­nun­gen wei­sen auf die Funk­tio­na­li­tät und die Art der Gebrauchs­weise die­ser Vor­rich­tung hin, wel­cher zur Unter­stüt­zung der Mobi­li­tät geh­be­hin­derte und kranke Men­schen genutzt wird.
Ein Rol­la­tor hat den gro­ßen Vor­zug, dass er als unmit­tel­bare Mobi­li­täts­hilfe beim Ein­satz von kör­per­lich geschwäch­ten Men­schen immer am Boden bewegt wird, der Boden­kon­takt geht nie ver­lo­ren, es ist keine Kraft­an­stren­gung not­wen­dig, um die­sen zu heben oder zu bewe­gen.
Im Zusam­men­hang mit tech­ni­schen Hilfs­mit­teln, wel­che von der gesetz­li­chen Kran­ken­kasse zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, ist der Geh­wa­gen ein im soge­nann­ten Hilfs­mit­tel­ver­zeich­nis ver­an­kerte und akzep­ta­ble Mobilitätshilfe.

Beschaf­fen­heit eines Rollators

Für die indus­tri­elle Fer­ti­gung von Rol­la­to­ren wird vor­wie­gend Metall und Kunst­stoff ver­wen­det, um das Gestell und die Auf­hän­gun­gen der Räder zu fer­ti­gen. Rohre aus Metall wer­den mit­ein­an­der zu einer sta­bi­len und mög­lichst durch ein gerin­ges Eigen­ge­wicht gekenn­zeich­ne­ten Kon­struk­tion ver­schweißt.
Für die Fort­be­we­gung ist es grund­le­gend, dass Rol­la­to­ren mit drei oder vier luft­be­reif­ten Rädern aus Gummi oder Plast­rä­dern bestückt sind, wel­che sich in jede Rich­tung bewe­gen kön­nen. Für einen siche­ren Halt, als Steuer– und Lenk­ein­rich­tung und Stütz­me­dium wer­den die Hand­griffe genutzt, wel­che sich jeweils an den Gestän­gen befin­den.
Rol­la­to­ren wer­den in ver­schie­den­ar­ti­gen Bau­for­men her­ge­stellt. Die unter­schei­den sich ins­be­son­dere darin, dass die Hal­te­rungs­grund­lage für die Räder ent­we­der der Basis­form eines Tra­pe­zes oder der eines Vier­ecks ent­spricht. Dies ist die Vor­aus­set­zung für die Anzahl der fixier­ten Räder. Das Tra­pez als geo­me­tri­sche Grund­form wird im Rah­men des TÜV als stand-, kipp– und fahr­si­che­rer bezeich­net.
Im Gegen­satz zu Rol­la­to­ren aus einem Metall­ge­stänge wer­den auch Holz­rol­la­to­ren ein­ge­setzt. Sie sind nicht für den Gebrauch außer­halb von Gebäu­den geeig­net.
Als Metall­werk­stoff eig­net sich das Alu­mi­nium her­vor­ra­gend, da es enorm leicht und sta­bil ist. Bevor­zugt wer­den inner­halb der Pro­dukt­klasse der Rol­la­to­ren die als Leicht­ge­wicht­rol­la­to­ren bezeich­ne­ten Modelle. Sie sind beson­ders hand­lich, besit­zen das geringst­mög­lich Gewicht und besit­zen neben Alu­mi­nium ver­schie­dene Kunststoffteile.

Benut­zungs­ei­gen­schaf­ten eines Gehwagens

Der Rol­la­tor ist nicht nur durch ein gerin­ges Eigen­ge­wicht gekenn­zeich­ne­tes Fahr­zeug son­dern eig­net sich neben der Mobi­li­sie­rungs­funk­tion auch als Trans­port­mit­tel. Die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen dafür stel­len die am Rol­la­tor posi­tio­nier­ba­ren Tabletts, Körbe oder Netze dar, wel­che es ermög­li­chen, dass viele Gegen­stände mit­ge­führt wer­den kön­nen. Aus die­sem Grund wird der Rol­la­tor von vie­len Men­schen gern zum Ein­kau­fen genutzt.
Für ganz spe­zi­elle Nut­zungs­an­for­de­run­gen kön­nen außer­dem Hal­te­run­gen für Geh­stö­cke, Geträn­ke­be­hält­nisse und Rücken­leh­nen ange­bracht wer­den. Der Rol­la­tor kann mit einer fixier­ba­ren Rücken­lehne als Grund­lage zum Aus­ru­hen genutzt wer­den, da die vor­der­sei­tige Ablage beson­ders sta­bil und trag­fä­hig ist. Im ange­brems­ten Zustand set­zen sich viele alte Men­schen dar­auf nie­der.
Der Rol­la­tor kann in Metall­aus­fer­ti­gung in Außen­be­rei­chen ein­ge­setzt wer­den, da die Metall­teile gegen Kor­ro­sion geschützt sind. Außer­dem sind die Stüt­zen für die Hand­griffe in ihrer Höhe ein­stell­bar, sodass sie auf unter­schied­li­che Kör­per­grö­ßen abge­stimmt wer­den kön­nen. Dies trägt zudem zu einer opti­ma­len Gebrauchs­fä­hig­keit des Rol­la­tors bei.
Wenn Orts­wech­sel erfor­der­lich sind, dann kann der Rol­la­tor bequem mit­ge­führt wer­den, da er sich platz­spa­rend ver­stauen lässt. Dazu wird er durch das Lösen spe­zi­el­ler Spann­vor­rich­tun­gen kom­pakt zusam­men­ge­fal­tet. Diese Span­nele­mente wer­den bei der Fixie­rung des Rol­la­tors wie­derum als Fes­te­stell­seg­mente ver­wen­det und geben allen beweg­li­chen Tei­len eine zuver­läs­sige Stabilität.

Sicher­heits­tech­ni­sche Aus­stat­tun­gen für Rollatoren

Da auch die Fort­be­we­gung mit einem Rol­la­tor bestimmte Sicher­heits­ri­si­ken ber­gen kann, müs­sen alle tech­ni­schen Bau­teile auf die gefor­der­ten Richt­li­nien abge­stimmt sein. Außer­dem sind Sicher­heits­vor­rich­tun­gen wie Brems­ein­rich­tun­gen an den Hand­grif­fen, fest­stell­bare Bre­men­sen und eine Klin­gel grund­le­gende Qua­li­täts­merk­male eines siche­ren Rol­la­tors. Dane­ben hat die Tra­pez­form des Grund­ge­rüs­tes eine bedeu­tende sicher­heits­re­le­vante Funk­tion.
Rol­la­to­ren wer­den so schmal wie mög­lich gebaut, damit die Benut­zer auch in engen Räum­lich­kei­ten damit zurecht kommen.

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