Ren

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All­ge­mei­nes zum Rentier

Das Ren­tier, auch Ren genannt, gehört zu den Säu­ge­tie­ren und ent­stammt der Fami­lie der Hir­sche. Es lebt in den Tund­ren und Wäl­dern der Taiga im Nor­den von Europa bezie­hungs­weise in Nord­ame­rika. Auch auf Grön­land ist das Ren behei­ma­tet. Inter­es­sant ist, dass beim Ren auch das weib­li­che Tier ein Geweih trägt, nicht nur das Männ­chen, wie das bei ande­ren Hirschar­ten der Fall ist.
Das Ren gehört inzwi­schen zu den Nutz­tie­ren und ist vor allem Kin­dern als „Zug­pferd“ des Schlit­tens des Weih­nachts­man­nes bekannt.

Aus­se­hen des Rentiers

Je nach Ver­brei­tungs­ge­biet sind die Ren­tiere unter­schied­lich groß. Sie kön­nen zwi­schen 1,20 Meter und 2,20 Meter Länge errei­chen, wobei hier die Länge von Kopf bis Rump­fende gemes­sen wird. Die Wider­rist­höhe beträgt meist zwi­schen 0,9 Metern und 1,4 Metern. Das Gewicht kann bis zu 300 Kilo­gramm errei­chen. Ren­tiere haben ein sehr dich­tes und lan­ges Fell, sind dun­kel­grau oder braun. Im Win­ter ist das Fell um eini­ges hel­ler, als im Som­mer. Auf der Elles­mere – Insel leben Ren­tiere, die sogar ein fast wei­ßes Fell tra­gen und das im Som­mer wie im Win­ter.
Die Geweihe sind stark ver­zweigt und die am Ende befind­li­che kleine Ver­brei­te­rung wird als Schnee­schau­fel bezeich­net. Die Tiere besit­zen alle ein unter­schied­li­ches Geweih. Das Geweih wird im Herbst vom Männ­chen abge­wor­fen, im Früh­jahr vom Weib­chen. Dabei wird immer nur eine Seite abge­wor­fen, die andere erst nach­dem das Geweih auf einer Seite nach­ge­wach­sen ist.

Lebens­raum der Rentiere

Ren­tiere leben sehr weit nörd­lich auf der Erde, sie zäh­len gar zu den am wei­tes­ten nörd­lich leben­den Säu­ge­tie­ren. Die Her­den unter­neh­men sehr lange Wan­de­run­gen ehe es im Win­ter zu kalt wird, damit ent­ge­hen sie den nied­ri­gen Tem­pe­ra­tu­ren. Man­che Her­den wan­dern bis zu 5.000 Kilo­me­ter weit.
In Europa auf dem Fest­land leben nur noch in Har­d­an­ger­vidda in Nor­we­gen einige Wild­ren­tiere. Die übri­gen gro­ßen Her­den sind keine wil­den Ren­tiere, son­dern es han­delt sich um domes­ti­zierte Tiere.
Frü­her ein­mal leb­ten die Ren­tiere auch in den gemä­ßig­ten Zonen der Erde, in Polen sogar bis hin­ein ins Mit­tel­al­ter. Die Bestände nah­men aber ste­tig ab und heute leben die Ren­tiere nur noch in den kal­ten Zonen.

Lebens­weise der Rentiere

Die Ren­tiere leben in Her­den zusam­men. Wie bereits erwähnt unter­neh­men die Her­den all­jähr­lich lange Wan­de­run­gen, wobei die Zahl der Tiere, die mit der Herde wan­dern, dann bis auf 100.000 anwach­sen kann. Es gab sogar schon eine Herde mit 500.000 Tie­ren, die wurde in Alaska gesich­tet. Übli­cher­weise leben die Tiere aber in Her­den von nur zehn bis ein­hun­dert Tie­ren zusam­men, sie fin­den sich nur zu den Wan­de­run­gen in so gro­ßer Zahl zusam­men.
Die Hier­ar­chie in der Gruppe rich­tet sich nach der Größe des Geweihs der ein­zel­nen Tiere, meist besteht eine Herde nur aus Männ­chen oder aus Weib­chen. Nur zur Paa­rungs­zeit, in der Regel im Okto­ber, sam­meln die Männ­chen die Weib­chen um sich. Rund 230 Tage trägt die Ren­kuh das Kalb, im Mai oder Juni wird es dann gebo­ren. Die Ren­tier­käl­ber müs­sen rasch selbst­stän­dig wer­den und sich gegen die Kälte schüt­zen kön­nen, wobei die Sterb­lich­keit der Käl­ber sehr hoch ist, wenn sie in feucht­kal­tem Wet­ter gebo­ren wer­den. Sie kön­nen aber die eigene Wär­me­er­zeu­gung um das Fünf­fa­che stei­gern.
Nach etwa zwei Jah­ren sind die Tiere geschlechts­reif. Sie kön­nen ein Alter von bis zu zwan­zig Jah­ren errei­chen.
Ren­tiere ernäh­ren sich von Gras und ande­rer pflanz­li­cher Kost. Im Win­ter fres­sen sie Moose und Pilze, außer­dem Ren­tier­flech­ten.
Wölfe, Luchse und Eis­bä­ren zäh­len zu den natür­li­chen Fein­den des Ren­tiers, der Mensch trägt aber nicht unwe­sent­lich zur Dezi­mie­rung der Her­den bei.

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