Penis

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Der Penis ist Teil der äuße­ren männ­li­chen Geschlechts­or­gane und dient zum Ein­brin­gen des Samens (Sperma) in den weib­li­chen Geni­t­al­trakt. Der Penis ist zugleich Aus­schei­dungs­or­gan für den Harn (Urin).

Der mensch­li­che Penis

Auf­bau

Der mensch­li­che Penis (Glied, vul­gär: Schwanz, Pim­mel; Kin­der­spra­che: Pul­ler, Spatzi, Zip­fel; eri­giert: Phal­lus) besteht aus Eichel, Vor­haut, Vor­haut­bänd­chen, Penis­schaft mit dem Harn-Samenröhren– und den Penis­schwell­kör­pern, Harn-Samenröhre und Peniswurzel.

Eichel

Die Eichel ist eine von der Vor­haut umschlos­sene schwell­fä­hige Ver­di­ckung am vor­de­ren Penisende. Ihr Inne­res wird vom Harn­röh­ren– oder Eichel­schwell­kör­per gebil­det und von der Harn-Samenröhre durch­zo­gen. Die Ober­flä­che der Eichel besteht aus einer feuch­ten, zar­ten Schleim­haut mit extrem hoher Ner­ven­dichte. Die Eichel ist die wich­tigste ero­gene Zone des Mannes.

Beim beschnit­te­nen Penis ist die Eiche­lober­flä­che tro­cken und mit­un­ter deut­lich unemp­find­li­cher für sexu­elle Stimulation.

Vor­haut

Die Vor­haut umschließt und schützt die Eichel und erhält diese zart, feucht und sen­si­bel. Die Vor­haut besteht aus einem höchst fein­füh­li­gen Innen­blatt, dem gefurch­ten Band an der Vor­haut­spitze, das die Vor­haut geschlos­sen hält, und dem Außen­blatt, das mit dem Innen­blatt nicht ver­wach­sen, son­dern gegen­ein­an­der ver­schieb­bar ist. Beim Zurück­strei­fen der Vor­haut wird deren Innen­seite durch einen beson­de­ren Abroll­me­cha­nis­mus nach außen gewen­det und bil­det so eine wei­tere ero­gene Zone.

Bei Kin­dern ist die Vor­haut oft­mals noch mit der Eichel ver­klebt (Vor­haut­ver­kle­bung). Zudem kann sie bis zur Puber­tät ana­to­misch ver­engt sein (Vor­haut­ve­r­en­gung, Phi­mose). In bei­den Fäl­len han­delt es sich um ent­wick­lungs­be­dingte, natür­li­che Zustände zum Schutz der Eichel, die nor­ma­ler­weise von selbst ver­schwin­den. Eine Behand­lung ist in der Regel nicht not­wen­dig. Kor­ti­son­hal­tige Sal­ben kön­nen die natür­li­che Wei­tung und Ablö­sung der Vor­haut von der Eichel for­cie­ren, wenn wie­der­holt Ent­zün­dun­gen oder Schmer­zen auf­tre­ten. Eine ope­ra­tive Ent­fer­nung der Vor­haut (Beschnei­dung) ist in den aller­meis­ten Fäl­len nicht nötig. Ist eine Ope­ra­tion unum­gäng­lich, soll bei Kin­dern stets vor­haut­er­hal­tend ope­riert wer­den (Triple Inzision).

Das Vor­haut­bänd­chen

Das Vor­haut­bänd­chen befin­det sich an der Unter­seite der Eichel und setzt sich in der Penis­naht ent­lang der Penis­un­ter­seite über den Hoden­sack und den Damm bis zum Anus fort. Das Vor­haut­bänd­chen führt die Vor­haut in ihre geschlos­sene Posi­tion zurück und ver­hin­dert ein über­mä­ßi­ges Zurück­zie­hen. Das Vor­haut­bänd­chen ist sehr sen­si­bel und bei den meis­ten Män­nern der sexu­ell emp­find­lichste Teil ihrer Geschlechtsorgane.

Penis­schaft

Der Penis­schaft wird aus den bei­den Penis­schwell­kör­pern, dem Harn-Samenröhrenschwellkörper (Eichel­schwell­kör­per) und der Harn-Samenröhre gebildet.

Harn-Samenröhre

Die Harn-Samenröhre durch­zieht den Penis und endet in der Harn-Samenröhrenöffnung an der Spitze der Eichel. Die Harn-Samenröhre dient der Aus­schei­dung des Harns (Urin) und dem Aus­stoß des Sper­mas (Ejakulation).

Penis­wur­zel

Die Penis­wur­zel ist der im Unter­bauch befind­li­che Teil des Penis, durch wel­chen das Glied mit dem Kör­per ver­bun­den ist.

Penis­mus­ku­la­tur

Durch Bän­der und Penis­mus­keln ist der Penis am Becken fixiert. Die Penis­mus­ku­la­tur dient der Ver­stär­kung der Erek­tion durch Abschnü­rung der abfüh­ren­den Blut­ge­fäße und ermög­licht die Eja­ku­la­tion durch reflex­ar­tige Kon­trak­tio­nen, wodurch das Sperma mit hohem Druck schub­weise aus­ge­sto­ßen wird.

Erek­tion

Unter einer Erek­tion ver­steht man die Auf­rich­tung des männ­li­chen Glie­des bei sexu­el­ler Erre­gung. Hier­bei kommt es zu einem erhöh­ten Blu­tein­strom in die Schwell­kör­per und die Eichel, wobei gleich­zei­tig der Blut­ab­fluss gedros­selt wird. Der Penis rich­tet sich auf und ver­här­tet sich. Nur so kann er in die Scheide der Part­ne­rin ein­ge­führt wer­den. Das Volu­men des Penis und ins­be­son­dere der Eichel ver­grö­ßert sich z. T. enorm. Durch die grö­ßere Ober­flä­che und die starke Durch­blu­tung wer­den die männ­li­chen Geschlechts­or­gane ins­ge­samt (ein­schließ­lich Hoden und Hoden­sack) höchst emp­fäng­lich für sexu­elle Stimulation.

Penis­länge und Penisumfang

Nie­der­län­di­schen Quel­len zufolge liegt die durch­schnitt­li­che Länge des eri­gier­ten Penis zwi­schen 7 und 12,2 cm bei 12jährigen Jun­gen am Beginn der Puber­tät (durch­schnitt­li­cher Penis­um­fang 7,6 cm) und 13,5 bis 16 cm beim erwach­se­nen Mann (durch­schnitt­li­cher Umfang = 11,7 cm).

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