Ostersonntag

21. November 2011

Der Oster­sonn­tag ist sowohl im kirch­li­chen als auch im welt­li­chen Kon­text ein bedeu­ten­der west­li­cher Fei­er­tag: Wäh­rend in der christ­li­chen Lit­ur­gie die Auf­er­ste­hung von Jesus Chris­tus gefei­ert wird, bege­hen auch viele nicht-gläubige Fami­lien den Oster­sonn­tag mit aus­ge­präg­ten Feierlichkeiten.

Defi­ni­tion:

Im christ­li­chen Kir­chen­jahr ist der Oster­sonn­tag der höchste Fei­er­tag. Gläu­bige Chris­ten fei­ern am Oster­sonn­tag die Auf­er­ste­hung Jesu Christi.
In der christ­li­chen Kir­che beginnt mit dem Oster­sonn­tag das Oster­fest und damit die Oster­zeit (die Oster­zeit währt 50 Tage und endet mit dem Pfingst­fest). Gleich­zei­tig kenn­zeich­net der Oster­sonn­tag im christ­li­chen Kir­chen­jahr das Ende der Fas­ten­zeit, also der Zeit, die im Chris­ten­tum dazu dient, sich auf das Oster­fest vor­zu­be­rei­ten. In der katho­li­schen Lit­ur­gie kenn­zeich­net der Oster­sonn­tag außer­dem den Beginn des soge­nann­ten Osterok­tavs — also einer acht­tä­gi­gen Fest­zeit, die sich an die Oster­zeit als Hoch­zeit anschließt.

Christ­li­che Liturgie:

In der christ­li­chen Lit­ur­gie begin­nen die Fei­er­lich­kei­ten zum Oster­sonn­tag mit der Aus­rich­tung der soge­nann­ten Oster­nacht (also der Nacht zwi­schen Kar­sams­tag und Oster­sonn­tag). Alt­kirch­lich fan­den Got­tes­dienste zur Oster­nacht in der Regel in den frü­hen Mor­gen­stun­den des Oster­sonn­tags statt; gegen­wär­tig wer­den diese Got­tes­dienste teil­weise auch bereits am Vor­abend des Oster­sonn­tags nach ange­bro­che­ner Dun­kel­heit gefei­ert.
Auch die soge­nannte lit­ur­gi­sche Farbe wech­selt mit Beginn der Oster­nacht in die Farbe Weiß; die lit­ur­gi­sche Farbe betrifft dabei z. B. die Farb­ge­stal­tung der Gewän­der von Pfarrern/Priestern oder die Farbe der Tücher, mit denen der Altar geschmückt wer­den kann. Je nach Kir­che und Got­tes­dienst wird vom Ein­satz der lit­ur­gi­schen Farbe in unter­schied­li­chem Aus­maß Gebrauch gemacht.
Nach der christ­li­chen Lit­ur­gie soll Gläu­bi­gen am Oster­sonn­tag die Hoff­nungs­lo­sig­keit genom­men wer­den durch die Tat­sa­che, dass das Wir­ken Jesu kein Ende gefun­den hat.
In christ­li­chen Got­tes­diens­ten fin­det am Oster­sonn­tag häu­fig eine lit­ur­gi­sche Ves­per statt, die die soge­nann­ten Hei­li­gen Drei Tage been­det. Tra­di­tio­nell fin­den wäh­rend der Oster­zeit in Got­tes­diens­ten keine Lesun­gen aus dem Alten Tes­ta­ment statt.

Datum:

Das Datum des Oster­sonn­tags wird in jedem Jahr auf der Grund­lage eines soge­nann­ten Mond­ka­len­ders bestimmt: In west­li­chen, christ­li­chen Kir­chen fällt der Oster­sonn­tag dabei auf den ers­ten Sonn­tag nach dem Früh­lings­voll­mond (Der mög­li­che Tag des soge­nann­ten Früh­lings­voll­mon­des liegt dabei zwi­schen dem 21. März und dem 19. April). Die mög­li­chen Daten des Oster­sonn­tags lie­gen zwi­schen dem 22. März und dem 25. April.
Nach dem Ter­min des Oster­sonn­tags rich­ten sich in der Folge auch die Daten der übri­gen Oster­fest­tage. Und auch viele wei­tere Feier– und Gedenk­tage des Kir­chen­jahrs ori­en­tie­ren sich am Ostersonntag.

Oster­mon­tag:

Obwohl der Oster­mon­tag nicht zu den offi­zi­el­len Fei­er­ta­gen der christ­li­chen Kir­che gezählt wird, gilt der dem Oster­sonn­tag fol­gende Mon­tag in meh­re­ren Län­dern als gesetz­li­cher Feiertag.

Welt­li­che Traditionen:

Neben der kirch­li­chen Feier des Oster­sonn­tags ist der Oster­sonn­tag häu­fig auch mit viel­fäl­ti­gen welt­li­chen Tra­di­tio­nen ver­bun­den: so wird der Oster­sonn­tag bei­spiels­weise häu­fig im Fami­li­en­kreis gefei­ert und oft wird ein reich­hal­ti­ges Mit­tag­es­sen ser­viert (auch in Ver­wandt­schaft zur kirch­li­chen Tra­di­tion, die nun wie­der mög­li­ches aus­gie­bi­ges Essen vor­sieht). Fami­liäre Bräu­che am Oster­sonn­tag lie­gen wei­ter­hin bei­spiels­weise im Suchen von Oster­ei­ern (bunt gefärb­ter, gekoch­ter Eier), die zuvor ver­steckt wur­den — in einer Über­lie­fe­rung, die vor allem Kin­dern erzählt wird, wur­den die Oster­eier vom Oster­ha­sen gelegt und ver­steckt. Diese Tra­di­tion von Oster­ei­ern und Oster­hase lehnt sich dabei ver­mut­lich an heid­ni­sche Sym­bole der Frucht­bar­keit (Hase und Ei) an. In vie­len Fami­lien wer­den in der Vor­be­rei­tung zum Oster­sonn­tag die Eier von den Erwach­se­nen mit­hilfe ver­schie­dens­ter Metho­den selbst gefärbt. Auch das Beschen­ken von Ver­wand­ten und Freun­den wird am Oster­sonn­tag von vie­len Men­schen praktiziert.

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