Dem Gregorianischen Kalender entsprechend ist der November der elfte Monat des Jahres und liegt somit im Herbst. Der November hat 30 Tage, wobei der Monat mit dem gleichen Wochentag beginnt wie der März. Darüber hinaus beginnt auch der Februar mit demselben Wochentag, insofern es sich nicht um ein Schaltjahr handelt.
Ein Monat mit vielen Namen
Die Bezeichnung November stammt ursprünglich aus dem Römischen. Noveum bedeutet „neun“. Demnach war der November ursprünglich der neunte Monat des römischen Kalenders. Nachdem der Jahresbeginn 153 vor der Zeitrechnung um zwei Monate vorversetzt wurde, ist der November nunmehr zum elften Monat geworden.
Der alte deutsche Name für den November ist Nebelmond oder Nebelung, da der November ein sehr feuchter und nebeliger Monat mit relativ wenig Sonnenschein ist. Karl der Große hatte im 8. Jahrhundert nach der Zeitrechnung darüber hinaus die Bezeichnung Windmond eingeführt. In Holland spricht man hingegen sehr häufig auch vom Schlachtmond, weil das Schlachten der Schweine traditionsgemäß in diesen Zeitraum fiel. Gelegentlich war auch der Name „Dritter Herbstmond“ geläufig. Üblich war und ist des Weiteren auch die eher umgangssprachliche Bezeichnung Trauermonat, da insbesondere im November zahlreiche Veranstaltungen zum Totengedenken stattfinden.
Die besondere Bedeutung des Novembers
Dem November wird von Jeher eine besondere Bedeutung zugesprochen. So beginnt der November mit der insbesondere bei den irischen Kelten als Samhain bezeichneten Nacht der Geister. Samhain, das heutzutage unter der Bezeichnung Halloween oder Nacht auf Allerheiligen bekannt ist, markierte den Winteranfang. Das keltische Wort Samhain bedeutet soviel wie Sommerende. An Samhain ehrten die Kelten ihre toten Ahnen, da sie diese in dieser Nacht unter sich glaubten. Das aus Amerika stammende Fest Halloween knüpft, wenn auch in einer deutlich kommerzialisierten Form, an diese heidnische Tradition an. Halloween wurde ursprünglich von irischen Einwanderern in die USA gebracht. Das christliche Fest Allerheiligen ist hingegen erst im 8. Jahrhundert in Italien konstruiert worden.
Weitere Festtage im November
Im November liegen mehrere Feiertage. So werden zum Beispiel am 11. November die Kinder durch den Pelzmärtel beschert. In zahlreichen Städten und Dörfern finden an diesem Tag zudem Laternenumzüge statt. Häufig werden die Lichterzüge von einem Schimmelreiter begleitet. Weit verbreitet ist auch die Vorführung der Martinslegende. Auf den gleichen Tag, genauer genommen um 11.11 Uhr fällt zudem der Beginn des Faschings. An einem Sonntag im November findet auch der Volkstrauertag statt, an dem der für Deutschland gefallenen Soldaten gedacht wird. Zwischen dem Volkstrauertag und dem Totensonntag lag des Weiteren der arbeitsfreie Buß– und Bettag, der in weiten Teilen Deutschlands allerdings abgeschafft wurde. In den November fällt zudem sehr häufig der erste Vorweihnachtssonntag. An diesem Tag werden an vielen Orten die Weihnachtsmärkte eröffnet und die Stuben und Straßen mit weihnachtlichem Schmuck versehen.
Im Zeichen des Skorpions
Menschen, die bis zum 22. November geboren wurden, gehören dem Tierkreiszeichen des Skorpions an. Fällt eine Geburt hingegen in die Zeit ab dem 23. November, so wird das Kind ein Schütze.
Die Bedeutung des Novembers für die Landwirtschaft
Im November sind in der Regel sämtliche Erntearbeiten auf den Wiesen und auf den Feldern abgeschlossen, alles Obst und Gemüse befindet sich in einem frostsicheren Lager. Für die Bauersleut beginnt nun nach einem hektischen Sommer endlich die Zeit der Ruhe und Einkehr.
Die Bauern früherer Zeiten beobachteten das Novemberwetter sehr genau, um daraus Rückschlüsse in Bezug auf den Verlauf des zukünftigen Jahres ziehen zu können. So waren die Landwirte froh über einen möglichst trüben November, da man aus einer klaren und hellen Nebelung eine umso üblere Witterung für das neue Jahr deutete.
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