November

26. Dezember 2010

Dem Gre­go­ria­ni­schen Kalen­der ent­spre­chend ist der Novem­ber der elfte Monat des Jah­res und liegt somit im Herbst. Der Novem­ber hat 30 Tage, wobei der Monat mit dem glei­chen Wochen­tag beginnt wie der März. Dar­über hin­aus beginnt auch der Februar mit dem­sel­ben Wochen­tag, inso­fern es sich nicht um ein Schalt­jahr handelt.

Ein Monat mit vie­len Namen

Die Bezeich­nung Novem­ber stammt ursprüng­lich aus dem Römi­schen. Noveum bedeu­tet „neun“. Dem­nach war der Novem­ber ursprüng­lich der neunte Monat des römi­schen Kalen­ders. Nach­dem der Jah­res­be­ginn 153 vor der Zeit­rech­nung um zwei Monate vor­ver­setzt wurde, ist der Novem­ber nun­mehr zum elf­ten Monat gewor­den.
Der alte deut­sche Name für den Novem­ber ist Nebel­mond oder Nebe­lung, da der Novem­ber ein sehr feuch­ter und nebe­li­ger Monat mit rela­tiv wenig Son­nen­schein ist. Karl der Große hatte im 8. Jahr­hun­dert nach der Zeit­rech­nung dar­über hin­aus die Bezeich­nung Wind­mond ein­ge­führt. In Hol­land spricht man hin­ge­gen sehr häu­fig auch vom Schlacht­mond, weil das Schlach­ten der Schweine tra­di­ti­ons­ge­mäß in die­sen Zeit­raum fiel. Gele­gent­lich war auch der Name „Drit­ter Herbst­mond“ geläu­fig. Üblich war und ist des Wei­te­ren auch die eher umgangs­sprach­li­che Bezeich­nung Trau­er­mo­nat, da ins­be­son­dere im Novem­ber zahl­rei­che Ver­an­stal­tun­gen zum Toten­ge­den­ken stattfinden.

Die beson­dere Bedeu­tung des Novembers

Dem Novem­ber wird von Jeher eine beson­dere Bedeu­tung zuge­spro­chen. So beginnt der Novem­ber mit der ins­be­son­dere bei den iri­schen Kel­ten als Sam­hain bezeich­ne­ten Nacht der Geis­ter. Sam­hain, das heut­zu­tage unter der Bezeich­nung Hal­lo­ween oder Nacht auf Aller­hei­li­gen bekannt ist, mar­kierte den Win­ter­an­fang. Das kel­ti­sche Wort Sam­hain bedeu­tet soviel wie Som­merende. An Sam­hain ehr­ten die Kel­ten ihre toten Ahnen, da sie diese in die­ser Nacht unter sich glaub­ten. Das aus Ame­rika stam­mende Fest Hal­lo­ween knüpft, wenn auch in einer deut­lich kom­mer­zia­li­sier­ten Form, an diese heid­ni­sche Tra­di­tion an. Hal­lo­ween wurde ursprüng­lich von iri­schen Ein­wan­de­rern in die USA gebracht. Das christ­li­che Fest Aller­hei­li­gen ist hin­ge­gen erst im 8. Jahr­hun­dert in Ita­lien kon­stru­iert worden.

Wei­tere Fest­tage im November

Im Novem­ber lie­gen meh­rere Fei­er­tage. So wer­den zum Bei­spiel am 11. Novem­ber die Kin­der durch den Pelz­mär­tel beschert. In zahl­rei­chen Städ­ten und Dör­fern fin­den an die­sem Tag zudem Later­nen­um­züge statt. Häu­fig wer­den die Licht­er­züge von einem Schim­mel­rei­ter beglei­tet. Weit ver­brei­tet ist auch die Vor­füh­rung der Mar­tins­le­gende. Auf den glei­chen Tag, genauer genom­men um 11.11 Uhr fällt zudem der Beginn des Faschings. An einem Sonn­tag im Novem­ber fin­det auch der Volks­trau­er­tag statt, an dem der für Deutsch­land gefal­le­nen Sol­da­ten gedacht wird. Zwi­schen dem Volks­trau­er­tag und dem Toten­sonn­tag lag des Wei­te­ren der arbeits­freie Buß– und Bet­tag, der in wei­ten Tei­len Deutsch­lands aller­dings abge­schafft wurde. In den Novem­ber fällt zudem sehr häu­fig der erste Vor­weih­nachts­sonn­tag. An die­sem Tag wer­den an vie­len Orten die Weih­nachts­märkte eröff­net und die Stu­ben und Stra­ßen mit weih­nacht­li­chem Schmuck versehen.

Im Zei­chen des Skorpions

Men­schen, die bis zum 22. Novem­ber gebo­ren wur­den, gehö­ren dem Tier­kreis­zei­chen des Skor­pi­ons an. Fällt eine Geburt hin­ge­gen in die Zeit ab dem 23. Novem­ber, so wird das Kind ein Schütze.

Die Bedeu­tung des Novem­bers für die Landwirtschaft

Im Novem­ber sind in der Regel sämt­li­che Ern­te­ar­bei­ten auf den Wie­sen und auf den Fel­dern abge­schlos­sen, alles Obst und Gemüse befin­det sich in einem frost­si­che­ren Lager. Für die Bau­ers­leut beginnt nun nach einem hek­ti­schen Som­mer end­lich die Zeit der Ruhe und Ein­kehr.
Die Bau­ern frü­he­rer Zei­ten beob­ach­te­ten das Novem­ber­wet­ter sehr genau, um dar­aus Rück­schlüsse in Bezug auf den Ver­lauf des zukünf­ti­gen Jah­res zie­hen zu kön­nen. So waren die Land­wirte froh über einen mög­lichst trü­ben Novem­ber, da man aus einer kla­ren und hel­len Nebe­lung eine umso üblere Wit­te­rung für das neue Jahr deutete.

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