Norden

14. April 2011

Der Nor­den als Haupthimmelsrichtung

Der Nor­den ist neben dem Süden, dem Osten und dem Wes­ten eine der vier Haupt­him­mels­rich­tun­gen. Der Nor­den wird durch den Nord­punkt bestimmt. Das ist ein exakt im Nor­den lie­gen­der Punkt am Hori­zont. Das Wort Nor­den stammt aus dem Alt­hoch­deut­schen und bedeu­tet so viel wie “unter” oder “links”. Dies­be­züg­lich bezeich­net der Name ver­mut­lich die Seite, die sich links von der auf­ge­hen­den Sonne befin­det.
Auf dem Kom­pass liegt der Nor­den oben. Ihm direkt gegen­über liegt der Süden. Der Wes­ten liegt vom Betrach­ter des Kom­pas­ses aus gese­hen links, der Osten rechts. Zwi­schen dem Nor­den und dem Wes­ten lie­gen die Him­mels­rich­tun­gen Nord-Nord-West, Nord­west und West-Nord-West. Zwi­schen dem Nor­den und dem Osten lie­gen die Him­mels­rich­tun­gen Nord-Nord-Ost, Nord­os­ten und Ost-Nord-Ost. Als Rich­tung wird der Nor­den ins­be­son­dere auch zur Angabe der Koor­di­na­ten sowie zur Navi­ga­tion ver­wen­det. Auf den meis­ten Land­kar­ten ist der Nor­den eben­falls oben ein­ge­zeich­net. Ist dies nicht der Fall, so wird die Nord­rich­tung nor­ma­ler­weise durch eine Wind­rose dargestellt.

Die Ermitt­lung der Him­mels­rich­tung Nord

Es gibt ver­schie­dene Metho­den, um die nörd­li­che Rich­tung zu defi­nie­ren. So lässt sich die Lage des Nor­dens zum Bei­spiel durch einen Krei­sel­kom­pass fest­stel­len. Der magne­ti­sche Nord­pol kann am Ein­fachs­ten mit einem Magnet­kom­pass ange­peilt wer­den. Dies­be­züg­lich weist eine Magnet­na­del in die Rich­tung des magne­ti­schen Nord­pols.
Außer­dem kann auch der Son­nen­stand zu einer bestimm­ten Uhr­zeit Aus­kunft dar­über geben, wo der Nor­den zu fin­den ist. Auf diese Weise lässt sich die Nord­rich­tung mit einer Treff­si­cher­heit von etwa 15° bestim­men, falls man sich nörd­lich des im Nor­den lie­gen­den Wen­de­krei­ses befin­det. Bei der Bestim­mung der Him­mels­rich­tung kann eine Ana­log­uhr mit klas­si­schem Zif­fern­blatt gute Dienste leis­ten. So zeigt die Win­kel­hal­bie­rende, die sich zwi­schen der 12-Uhr-Ziffer und dem klei­nen, auf die Sonne gerich­te­ten Zei­ger befin­det, in die süd­li­che Him­mels­rich­tung. Es sollte jedoch beach­tet wer­den, dass die infolge der Zeit­um­stel­lung ange­zeigte Mit­tags­stunde in den Som­mer­mo­na­ten in Wahr­heit erst eine Stunde spä­ter der Regel ent­spre­chen würde.
Eine wei­tere Mög­lich­keit, die Nord­rich­tung zumin­dest grob abzu­schät­zen, ist die Ori­en­tie­rung an diver­sen Gege­ben­hei­ten. So kann zum Bei­spiel bei einem Baum, einer Mauer oder einem Dach, das mit Moos bewach­sen ist, davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass sich die betref­fende Seite in nord­west­li­cher Rich­tung befin­det. Das liegt daran, dass das Regen­wet­ter in den meis­ten Fäl­len aus dem Nord­wes­ten kommt. Außer­dem ist ein Groß­teil der in Deutsch­land instal­lier­ten Satelliten-Schüsseln leicht gegen die Nord­rich­tung gewandt.
Des­wei­te­ren gibt auch der Polar­stern dar­über Aus­kunft, wo sich der Nor­den befin­det. Der Polar­stern kann daher vor allem in kla­ren Näch­ten das Navi­gie­ren erleich­tern. Der auch als Nord­stern bezeich­nete Pla­net ist der zweit­größte Stern im Bild des Klei­nen Bären. Der Abstand zum nörd­li­chen Him­mels­pol beträgt nur etwa 1°. Mit ihm wird nicht nur die Him­mels­rich­tung, son­dern auch der geo­gra­phi­sche Brei­ten­grad bestimmt.

Der Nord­pol als Inbe­griff des abso­lu­ten Nordens

Viele Men­schen den­ken bei dem Begriff Nor­den sofort an den Nord­pol. Tat­säch­lich befin­det sich der Nord­pol am nörd­lichs­ten Schnitt­punkt der Erd­achse. Der Nord­pol ist zugleich auch der Schnitt­punkt aller Meri­diane, das sind gedachte Groß­kreis­li­nien, die zwi­schen Süd– und Nord­pol ver­lau­fen. Als Ark­tis wird das Gebiet bezeich­net, das sich zwi­schen dem nörd­li­chen Polar­kreis und dem Nord­pol befin­det. Die Ark­tis umfasst den nörd­li­chen Teil von Kanada, Alaska, Sibi­rien und Skan­di­na­vien, ins­be­son­dere auch die zu Däne­mark gehö­rende Insel Grön­land und Spitz­ber­gen in Nor­we­gen. Das im Zen­trum der Ark­tis befind­li­che Nord­po­lar­meer ist von den Jah­res­zei­ten unab­hän­gig von Eis bedeckt. Die Böden im hohen Nor­den tauen im Som­mer nur ober­fläch­lich auf.

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