Migräne

28. Januar 2010

Volks­krank­heit Migräne – Was hat es damit auf sich, wie äußert sich eine Migräne und wel­che Mög­lich­kei­ten beste­hen für den Betroffenen?

Die Migräne ist eine offi­zi­ell aner­kannte neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kung, die mit star­ken Kopf­schmer­zen, Benom­men­heit, Schwin­del und Seh­stö­run­gen ein­her­ge­hen kann. Frauen sind von einer Migräne drei­mal häu­fi­ger betrof­fen als Män­ner. Warum dies so ist, konnte von der Wis­sen­schaft bis­her nicht ein­deu­tig geklärt wer­den. Heut­zu­tage schätzt man, dass etwa 10 Pro­zent aller Men­schen in Deutsch­land unter Migrä­ne­an­fäl­len lei­den.
Anders als bei her­kömm­li­chen Kopf­schmer­zen brei­tet sich die Migräne in der Regel über den gesam­ten Kopf­be­reich aus. Typi­sche Migrä­ne­schmer­zen wer­den von Betrof­fe­nen als pul­sie­rend und halb­sei­tig beschrie­ben. Ein Über­maß an Licht­emp­find­lich­keit geht ebenso oft mit einer Migräne ein­her wie Übel­keit, die bis zum Erbre­chen füh­ren kann.

Bis eine Migräne von Ärzten dia­gnos­ti­ziert wurde, ver­geht nicht sel­ten viel Zeit. Zeit, in der der Betrof­fene eine Ärzte­o­dys­see über sich erge­hen las­sen muss. Bevor eine Migräne fest­ge­stellt wer­den kann, müs­sen andere Krank­hei­ten, die den Sym­pto­men einer Migräne ähneln, aus­ge­schlos­sen wer­den.
Ist die Krank­heit dia­gnos­ti­ziert, hel­fen dem Ein­zel­nen im Akut­fall oft­mals nur spe­zi­elle Medi­ka­mente, die eine Reihe ver­schie­de­ner Neben­wir­kun­gen mit sich brin­gen kön­nen.
Nicht sel­ten sind Migrä­ne­pa­ti­en­ten vor und nach einem Migrä­ne­an­fall benom­men und unfä­hig, in die­ser Zeit einer Arbeit nach­zu­ge­hen oder den All­tag zu bewäl­ti­gen. Stu­dien haben erge­ben, dass Ruhe und Ent­span­nung – neben einer geziel­ten Schmerz­me­di­ka­tion — die Aus­wir­kun­gen einer Migräne lin­dern können.

Die ver­schie­de­nen Sta­dien einer Migräne

Eine Migräne im All­ge­mei­nen lässt sich in ver­schie­dene Pha­sen ein­tei­len, die nicht bei jedem Men­schen auf­tre­ten müs­sen, deren Auf­tre­tens­wahr­schein­lich­keit jedoch sehr hoch ist.

Einige Betrof­fene berich­ten bereits vor Ein­tritt der eigent­li­chen Migräne über eine so genannte Aura, die oft­mals mit akus­ti­schen oder opti­schen Wahr­neh­mungs­pro­ble­men ein­her­geht. Ebenso kön­nen moto­ri­sche Unzu­läng­lich­kei­ten Sym­ptome einer Migrä­ne­aura sein. Die­ser vor­aus geht eine Vor­bo­ten­phase, die von 30 Pro­zent der Betrof­fe­nen bewusst wahr­ge­nom­men wird. Die Länge und Aus­wir­kung die­ser Vor­bo­ten­phase kann unter­schied­lich sein. In der Regel geht die Vor­bo­ten­phase mit star­ker Müdig­keit, ver­mehr­tem Gäh­nen und einem hohem Maß an Geräusch– und Licht­emp­find­lich­keit ein­her. Auch Ver­stop­fun­gen und all­ge­meine Beschwer­den hin­sicht­lich des Magens kön­nen in der Vor­bo­ten­phase auftreten.

Wäh­rend der Aura­phase mani­fes­tie­ren sich die Sym­ptome aus der Vor­bo­ten­phase und ver­stär­ken sich oft­mals. So kla­gen viele Betrof­fene über starke Seh­stö­run­gen, moto­ri­sche Ein­schrän­kun­gen bis hin zum Ver­lust der Wahr­neh­mung. Diese vege­ta­ti­ven Stö­run­gen hin­ter­las­sen jedoch kei­ner­lei blei­bende Schä­den. Oft­mals ver­ge­hen die ent­spre­chen­den Sym­ptome nach einer Zeit­spanne von ein bis zwei Stunden.

An die Aura­phase schließt sich die Kopf­schmerz­phase an. Hier­bei berich­ten betrof­fene Men­schen über starke Schmer­zen im Kopf­be­reich, die bei kör­per­li­cher Anstren­gung zuneh­men und durch Ruhe und Ent­span­nung gelin­dert wer­den kön­nen. Die Aus­wir­kun­gen und Länge der Kopf­schmerz­phase kön­nen unter­schied­lich sein. Ver­ein­zelt kön­nen Gleich­ge­wichts– und Bewusst­seins­stö­run­gen auf­tre­ten. Diese Phase kann wenige Stun­den bis hin zu drei Tagen dau­ern.
In der Rück­bil­dungs­phase klin­gen alle Sym­ptome der Migräne ab. Diese Phase dau­ert oft­mals 24 Stunden.

Abschlie­ßen­des Fazit

Auf­grund der vie­len Stress­fak­to­ren, die auf den Ein­zel­nen im heu­ti­gen All­tag war­ten, hat sich die Migräne zu einer wah­ren Volks­krank­heit ent­wi­ckelt. Mehr und mehr Men­schen lei­den unter den Fol­gen und Aus­wir­kun­gen des ste­chen­den Kopf­schmer­zes, gegen den bis­her noch kein effek­ti­ves Gegen­mit­tel gefun­den wer­den konnte.
Betrof­fe­nen bleibt der­zeit nur die Mög­lich­keit, sorg­sam und ver­ant­wor­tungs­voll mit dem eige­nen Kör­per umzu­ge­hen, das Auf­tre­ten der Migräne zu akzep­tie­ren und den eige­nen Tages­ab­lauf in die­sem Fall danach aus­zu­rich­ten. Ruhe und Ent­span­nung sind nach­weis­lich für die Hei­lung der Migräne förderlich.

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