Volkskrankheit Migräne – Was hat es damit auf sich, wie äußert sich eine Migräne und welche Möglichkeiten bestehen für den Betroffenen?
Die Migräne ist eine offiziell anerkannte neurologische Erkrankung, die mit starken Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel und Sehstörungen einhergehen kann. Frauen sind von einer Migräne dreimal häufiger betroffen als Männer. Warum dies so ist, konnte von der Wissenschaft bisher nicht eindeutig geklärt werden. Heutzutage schätzt man, dass etwa 10 Prozent aller Menschen in Deutschland unter Migräneanfällen leiden.
Anders als bei herkömmlichen Kopfschmerzen breitet sich die Migräne in der Regel über den gesamten Kopfbereich aus. Typische Migräneschmerzen werden von Betroffenen als pulsierend und halbseitig beschrieben. Ein Übermaß an Lichtempfindlichkeit geht ebenso oft mit einer Migräne einher wie Übelkeit, die bis zum Erbrechen führen kann.
Bis eine Migräne von Ärzten diagnostiziert wurde, vergeht nicht selten viel Zeit. Zeit, in der der Betroffene eine Ärzteodyssee über sich ergehen lassen muss. Bevor eine Migräne festgestellt werden kann, müssen andere Krankheiten, die den Symptomen einer Migräne ähneln, ausgeschlossen werden.
Ist die Krankheit diagnostiziert, helfen dem Einzelnen im Akutfall oftmals nur spezielle Medikamente, die eine Reihe verschiedener Nebenwirkungen mit sich bringen können.
Nicht selten sind Migränepatienten vor und nach einem Migräneanfall benommen und unfähig, in dieser Zeit einer Arbeit nachzugehen oder den Alltag zu bewältigen. Studien haben ergeben, dass Ruhe und Entspannung – neben einer gezielten Schmerzmedikation — die Auswirkungen einer Migräne lindern können.
Die verschiedenen Stadien einer Migräne
Eine Migräne im Allgemeinen lässt sich in verschiedene Phasen einteilen, die nicht bei jedem Menschen auftreten müssen, deren Auftretenswahrscheinlichkeit jedoch sehr hoch ist.
Einige Betroffene berichten bereits vor Eintritt der eigentlichen Migräne über eine so genannte Aura, die oftmals mit akustischen oder optischen Wahrnehmungsproblemen einhergeht. Ebenso können motorische Unzulänglichkeiten Symptome einer Migräneaura sein. Dieser voraus geht eine Vorbotenphase, die von 30 Prozent der Betroffenen bewusst wahrgenommen wird. Die Länge und Auswirkung dieser Vorbotenphase kann unterschiedlich sein. In der Regel geht die Vorbotenphase mit starker Müdigkeit, vermehrtem Gähnen und einem hohem Maß an Geräusch– und Lichtempfindlichkeit einher. Auch Verstopfungen und allgemeine Beschwerden hinsichtlich des Magens können in der Vorbotenphase auftreten.
Während der Auraphase manifestieren sich die Symptome aus der Vorbotenphase und verstärken sich oftmals. So klagen viele Betroffene über starke Sehstörungen, motorische Einschränkungen bis hin zum Verlust der Wahrnehmung. Diese vegetativen Störungen hinterlassen jedoch keinerlei bleibende Schäden. Oftmals vergehen die entsprechenden Symptome nach einer Zeitspanne von ein bis zwei Stunden.
An die Auraphase schließt sich die Kopfschmerzphase an. Hierbei berichten betroffene Menschen über starke Schmerzen im Kopfbereich, die bei körperlicher Anstrengung zunehmen und durch Ruhe und Entspannung gelindert werden können. Die Auswirkungen und Länge der Kopfschmerzphase können unterschiedlich sein. Vereinzelt können Gleichgewichts– und Bewusstseinsstörungen auftreten. Diese Phase kann wenige Stunden bis hin zu drei Tagen dauern.
In der Rückbildungsphase klingen alle Symptome der Migräne ab. Diese Phase dauert oftmals 24 Stunden.
Abschließendes Fazit
Aufgrund der vielen Stressfaktoren, die auf den Einzelnen im heutigen Alltag warten, hat sich die Migräne zu einer wahren Volkskrankheit entwickelt. Mehr und mehr Menschen leiden unter den Folgen und Auswirkungen des stechenden Kopfschmerzes, gegen den bisher noch kein effektives Gegenmittel gefunden werden konnte.
Betroffenen bleibt derzeit nur die Möglichkeit, sorgsam und verantwortungsvoll mit dem eigenen Körper umzugehen, das Auftreten der Migräne zu akzeptieren und den eigenen Tagesablauf in diesem Fall danach auszurichten. Ruhe und Entspannung sind nachweislich für die Heilung der Migräne förderlich.
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