Der Mai ist der zwischen März und Juni liegende, in der Zählung des Gregorianischen Kalenders an fünfter Stelle rangierende Monat. Der Mai gehört zu den sieben Monaten des Jahres mit 31 Tagen. Eine Besonderheit: Kein anderer Monat fängt im selben Jahr mit demselben Wochentag wie der Mai an.
Namensursprung
Der Ursprung der Bezeichnung „Mai“ ist nicht abschliessend geklärt. Eine wahrscheinliche Namenserklärung geht von einer Verbindung zur griechisch-römischen Göttin Maia aus. Zu Beginn des fünften Monats des römischen Julianischen Kalenders brachten die Priester des römischen Gottes Vulcanus dessen Gattin, der Fruchtbarkeitsgöttin Maia, Tieropfer, speziell trächtige Säue, dar. Möglicherweise ging der Göttinnennamen so allmählich auf den ganzen Monat über. Möglicherweise steht der Name aber auch im Zusammenhang mit dem zur Römerzeit in Mittelitalien regional verbreiteten, wohl auf die Bedeutung des Monats für das Pflanzenwachstum anspielenden Namen „Maesius“ (“Samen“) zurück.
Weitere Mai-Bezeichnungen
Andere beziehungsweise veraltete Monatsbezeichnungen lauten Blumenmond, Winnemond, Bleuet oder Blühmond. Sehr populär ist heute die Nennung als „Wonnemonat“ für den Mai als eine Hauptzeit pflanzlichen und zwischennmenschlichen Aufblühens. „Wonnemonat“ bezog sich dabei ursprünglich nicht auf die Wonnen des Frühlings, sondern leitete sich von dem mutmaßlich im 8. Jahrhundert eingeführten Begriff „Wunnimanot“ („Weidemonat“) ab. Im Wunnimanot wurde im deutschsprachigen Raum das Vieh aus dem Winterstall zurück auf die Weide getrieben.
Übergang zur warmen Jahreszeit
Der Mai ist regelmäßig von zunehmender Wärme bestimmt und gilt nach dem Ende des wetterlaunischen Aprils als erster verlässlicher Sonnenmonat. Dabei sind aber Durchschnittstagestemperaturen von unter 10 Grad genauso häufig wie Temperaturen von über 20 Grad. Der Monat wird in klimatischer Hinsicht oft in eine erste und eine zweite Hälfte geteilt. Bis zu den als „Eisheilige“ bezeichneten Tagen zwischen dem 11. und dem 15. Mai ist immer noch Vorsicht wegen möglicher Spätfröste angezeigt und es wird empfohlen, mit dem Auspflanzen empfindlicher Blumen und Sträucher bis nach dem 15. Mai, der „Kalten Sophie“, zu warten.
Marienmonat
Bei frommen Katholiken hat der Mai eine herausragende Bedeutung als Marienmonat, der durch besondere Maiandachten zur Ehre der Muttergottes Rechnung getragen wird. Wie auch in anderen Zusammenhängen im katholischen Kult wurden auch hier volkstümliche natursymbolische Elemente mit religiösen Deutungen kombiniert. Der Mai als Symbol für das Aufblühen der Natur wurde der Jesusmutter wahrscheinlich seit dem 18. Jahrhundert als Verkörperung der Blüte der Erlösung sowie als Personifikation reiner weiblicher Schönheit und Herzensgüte zugeordnet.
Christi Himmelfahrt, 1.Mai und Muttertag
Fast immer fällt das 40 Tage nach Ostern gefeierte christliche Fest Christi Himmelfahrt in den Mai.
Der wichtigste weltliche Festtag im Monat ist der 1. Mai. Früher galt dieser Tag in vielen Regionen als Beginn des neuen Wirtschaftsjahres. Zahlreiche Feste verbanden sich mit diesem Datum. Bis heute hat sich der Brauch des ausgelassenen „Tanz in den Mai“ am Vorabend zum 1. Mai ebenso wie der lärmende Austreibe-Brauchtum der Walpurgis-Nacht gehalten.
Am ersten Maitag sind Mai-Ausflüge oder Aufstellen der in vielen Orten zur festen Volkstradition gehörenden Maibäume üblich.
Vor allem ist aber der erste Mai Feiertag der Internationalen Arbeiterbewegung. In Deutschland ist dieser Tag 1933, vom NS-Regime entsprechend umgedeutet, gesetzlicher Feiertag geworden. Als „Tag der Arbeit“ oder auch als „Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde“ ist der landesrechtlich geregelte 1. Mai in allen Bundesländern gesetzlicher Feiertag geblieben.
Nicht offiziell, aber dennoch mittlerweile fest etabliert, ist der in Deutschland am zweiten Mai-Sonntag begangene, den Umsatz des Blumenfachhandels nicht unwesentlich steigernde Muttertag.
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