Mai

21. Dezember 2010

Der Mai ist der zwi­schen März und Juni lie­gende, in der Zäh­lung des Gre­go­ria­ni­schen Kalen­ders an fünf­ter Stelle ran­gie­rende Monat. Der Mai gehört zu den sie­ben Mona­ten des Jah­res mit 31 Tagen. Eine Beson­der­heit: Kein ande­rer Monat fängt im sel­ben Jahr mit dem­sel­ben Wochen­tag wie der Mai an.

Namen­sur­sprung

Der Ursprung der Bezeich­nung „Mai“ ist nicht abschlies­send geklärt. Eine wahr­schein­li­che Namens­er­klä­rung geht von einer Ver­bin­dung zur griechisch-römischen Göt­tin Maia aus. Zu Beginn des fünf­ten Monats des römi­schen Julia­ni­schen Kalen­ders brach­ten die Pries­ter des römi­schen Got­tes Vul­ca­nus des­sen Gat­tin, der Frucht­bar­keits­göt­tin Maia, Tier­op­fer, spe­zi­ell träch­tige Säue, dar. Mög­li­cher­weise ging der Göt­tin­nen­na­men so all­mäh­lich auf den gan­zen Monat über. Mög­li­cher­weise steht der Name aber auch im Zusam­men­hang mit dem zur Römer­zeit in Mit­tel­ita­lien regio­nal ver­brei­te­ten, wohl auf die Bedeu­tung des Monats für das Pflan­zen­wachs­tum anspie­len­den Namen „Mae­sius“ (“Samen“) zurück.

Wei­tere Mai-Bezeichnungen

Andere bezie­hungs­weise ver­al­tete Monats­be­zeich­nun­gen lau­ten Blu­men­mond, Win­ne­mond, Bleuet oder Blüh­mond. Sehr popu­lär ist heute die Nen­nung als „Won­ne­mo­nat“ für den Mai als eine Haupt­zeit pflanz­li­chen und zwi­schenn­mensch­li­chen Auf­blü­hens. „Won­ne­mo­nat“ bezog sich dabei ursprüng­lich nicht auf die Won­nen des Früh­lings, son­dern lei­tete sich von dem mut­maß­lich im 8. Jahr­hun­dert ein­ge­führ­ten Begriff „Wun­ni­ma­not“ („Wei­de­mo­nat“) ab. Im Wun­ni­ma­not wurde im deutsch­spra­chi­gen Raum das Vieh aus dem Win­ter­stall zurück auf die Weide getrieben.

Übergang zur war­men Jahreszeit

Der Mai ist regel­mä­ßig von zuneh­men­der Wärme bestimmt und gilt nach dem Ende des wet­ter­lau­ni­schen Aprils als ers­ter ver­läss­li­cher Son­nen­mo­nat. Dabei sind aber Durch­schnitts­ta­ge­s­tem­pe­ra­tu­ren von unter 10 Grad genauso häu­fig wie Tem­pe­ra­tu­ren von über 20 Grad. Der Monat wird in kli­ma­ti­scher Hin­sicht oft in eine erste und eine zweite Hälfte geteilt. Bis zu den als „Eis­hei­lige“ bezeich­ne­ten Tagen zwi­schen dem 11. und dem 15. Mai ist immer noch Vor­sicht wegen mög­li­cher Spät­fröste ange­zeigt und es wird emp­foh­len, mit dem Aus­pflan­zen emp­find­li­cher Blu­men und Sträu­cher bis nach dem 15. Mai, der „Kal­ten Sophie“, zu warten.

Mari­en­mo­nat

Bei from­men Katho­li­ken hat der Mai eine her­aus­ra­gende Bedeu­tung als Mari­en­mo­nat, der durch beson­dere Mai­an­dach­ten zur Ehre der Mut­ter­got­tes Rech­nung getra­gen wird. Wie auch in ande­ren Zusam­men­hän­gen im katho­li­schen Kult wur­den auch hier volks­tüm­li­che natur­sym­bo­li­sche Ele­mente mit reli­giö­sen Deu­tun­gen kom­bi­niert. Der Mai als Sym­bol für das Auf­blü­hen der Natur wurde der Jesus­mut­ter wahr­schein­lich seit dem 18. Jahr­hun­dert als Ver­kör­pe­rung der Blüte der Erlö­sung sowie als Per­so­ni­fi­ka­tion rei­ner weib­li­cher Schön­heit und Her­zens­güte zugeordnet.

Christi Him­mel­fahrt, 1.Mai und Muttertag

Fast immer fällt das 40 Tage nach Ostern gefei­erte christ­li­che Fest Christi Him­mel­fahrt in den Mai.

Der wich­tigste welt­li­che Fest­tag im Monat ist der 1. Mai. Frü­her galt die­ser Tag in vie­len Regio­nen als Beginn des neuen Wirt­schafts­jah­res. Zahl­rei­che Feste ver­ban­den sich mit die­sem Datum. Bis heute hat sich der Brauch des aus­ge­las­se­nen „Tanz in den Mai“ am Vor­abend zum 1. Mai ebenso wie der lär­mende Austreibe-Brauchtum der Walpurgis-Nacht gehal­ten.
Am ers­ten Mai­tag sind Mai-Ausflüge oder Auf­stel­len der in vie­len Orten zur fes­ten Volks­tra­di­tion gehö­ren­den Mai­bäume üblich.

Vor allem ist aber der erste Mai Fei­er­tag der Inter­na­tio­na­len Arbei­ter­be­we­gung. In Deutsch­land ist die­ser Tag 1933, vom NS-Regime ent­spre­chend umge­deu­tet, gesetz­li­cher Fei­er­tag gewor­den. Als „Tag der Arbeit“ oder auch als „Tag des Bekennt­nis­ses zu Frei­heit und Frie­den, sozia­ler Gerech­tig­keit, Völ­ker­ver­söh­nung und Men­schen­würde“ ist der lan­des­recht­lich gere­gelte 1. Mai in allen Bun­des­län­dern gesetz­li­cher Fei­er­tag geblieben.

Nicht offi­zi­ell, aber den­noch mitt­ler­weile fest eta­bliert, ist der in Deutsch­land am zwei­ten Mai-Sonntag began­gene, den Umsatz des Blu­men­fach­han­dels nicht unwe­sent­lich stei­gernde Muttertag.

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