Kölner Dom

29. November 2009

Der Köl­ner Dom ist DAS Wahr­zei­chen der Stadt Köln und gehört bei Euro­pa­rei­sen­den aus Fern­ost und den Staa­ten neben dem Hof­bräu­haus und Schloss Neu­schwan­stein zu den Sehens­wür­dig­kei­ten, die man ein­fach gese­hen haben muss. Trotz­dem ist der Dom viel mehr als das – er ist mit sei­ner jahr­hun­der­te­al­ten Geschichte Beglei­ter gläu­bi­ger Men­schen aus ganz Deutsch­land.

Ver­samm­lungs­ort der ers­ten Christen

Schon bevor der Dom an sei­nem heu­ti­gen Stand­ort erbaut wurde, galt der Platz als Ver­samm­lungs­ort der ers­ten Chris­ten Kölns. Nahe der Stadt­mauer ent­stan­den hier immer wie­der die unter­schied­lichs­ten Kirch­bau­ten. Über­lie­fert ist als ers­ter auch von sei­nen Aus­ma­ßen und dem Bau­stil der im Jahr 870 voll­en­dete karo­lin­gi­sche Dom, der an bei­den Lang­hau­sen­den je ein Quer­haus und einen Chor besaß. Der östli­che Altar war der Jung­frau Maria geweiht und der west­li­che dem Apos­tel Petrus zuge­spro­chen. Erz­bi­schof Bruno ließ dem Lang­haus im Nor­den und Süden Sei­ten­schiffe hin­zu­fü­gen. Bis ins 13. Jahr­hun­dert hatte die­ser Dom­bau Bestand und wurde nur noch gering­fü­gig verändert.

Pil­ger­stätte für die Könige

Als Rai­nald von Das­sel die Reli­quien der Hei­li­gen Drei Könige 1164 ins Köl­ni­sche brachte, mau­serte sich der Dom zu einer der bedeu­tends­ten Wall­fahrts­kir­chen Euro­pas. Dies machte eine andere archi­tek­to­ni­sche Form not­wen­dig und man beschloss, den alten Dom nach und nach abzu­tra­gen, bevor im Jahr 1248 bei dem Ver­such eines Brand­abru­ches gro­ßer Scha­den ent­stand. Die West­teile wur­den danach wie­der­her­ge­stellt, damit die Gläu­bi­gen in den Pro­vi­so­rien Mes­sen fei­ern konn­ten. Der Grund­stein des heu­ti­gen Dom­ge­bäu­des wurde gelegt.

Türme wach­sen in den Himmel

Viele Jahr­zehnte spä­ter wurde im Jahr 1322 der goti­sche Chor ein­ge­weiht, über dem sich ein hohes Gewölbe spannte und des­sen Mau­ern von einem Wald aus Streb­pfei­lern – und bögen umschlos­sen waren. Das Gero-Kreuz und der Königs­schrein fan­den ihren Platz im Kir­chen­raum und bedeu­tende Erz­bi­schöfe wie zum Bei­spiel Phil­ipp v. Heins­berg und Hei­lige wie Irm­gar­dis fan­den ihre letzte Ruhe­stätte in den Chor­ka­pel­len.
Wei­ter ging es mit den Sei­ten­schif­fen des Lang­hau­ses und den zwei Stock­wer­ken des Süd­turms. Bis zum Jahr 1530 wurde unun­ter­bro­chen am Dom gebaut aber nun zwang der Geld­man­gel dazu, die Bau­ar­bei­ten ein­zu­stel­len. Das Mit­tel­schiff erhielt ein Not­dach und der Bau blieb somit unvoll­en­det. Trotz­dem wurde im Innern der Kir­che in fol­gen­den Jahr­hun­der­ten die rei­che Aus­stat­tung vervollständigt.

Zei­ten der Revolution

Im Jahr des Ein­zugs der Revo­lu­ti­ons­trup­pen 1794 flo­hen Erz­bi­schof und Dom­ka­pi­tel vor den erobern­den Mas­sen und der Köl­ner Dom beher­bergte viele Jahre Lager­gü­ter der Besat­zer. End­lich konnte er im Jahr 1801 aber wie­der sei­nem Zweck zuge­führt und erneut als Got­tes­haus geweiht wer­den. Wäh­rend sei­ner Pro­fa­nie­rungs­zeit schien der Dom den Men­schen beson­ders ans Herz gewach­sen zu sein und unter dem Zusam­men­wir­ken vie­ler Kräfte konnte im Jahr 1842 mit dem Wei­ter­bau des Doms begon­nen werden.

Dom bedeu­tet den Köl­nern viel

Viele Bür­ger der Stadt Köln enga­gier­ten sich in einem Dombau-Verein und brach­ten etwa die Hälfte des benö­tig­ten Gel­des auf, wäh­rend die preu­ßi­sche Staats­kasse die andere Hälfte finan­zierte. Zwar blieb die Gestal­tung den mit­tel­al­ter­li­chen Plä­nen nahe, aber nun bediente man sich moder­ner Bau­hilfs­mit­tel.
Schon 1864 wur­den die Ober­ga­den­zone von Lang­haus und Quer­schiff sowie die Quer­haus­fas­sa­den fer­tig gestellt und der Dach­stuhl aus Holz wurde nun end­lich durch eine Dach­kon­struk­tion aus Eisen ersetzt, die den Gesamt­bau über­spannte. Im Jahr 1880 wur­den auch die bei­den Türme vollendet.

Kriegs­schä­den

Zu Zei­ten des 2. Welt­krie­ges tra­fen den Dom 14 Flie­ger­bom­ben, die ihre Schä­den hin­ter­lie­ßen, aber der Bau über­stand auch diese Angriffe. In den kom­men­den Jahr­zehn­ten muss­ten die Wun­den der Bom­ben­an­griffe besei­tigt wer­den, von denen einige bis heute beste­hen. In der Nach­kriegs­zeit ent­stand der moderne Vie­rungs­turm, gestal­tet vom Bild­hauer Erle­fried Hoppe zusam­men mit Dom­bau­meis­ter Willy Wey­res.
Umwelt­be­las­tun­gen machen den Köl­ner Dom zu einer ewi­gen Bau­stelle, aber noch heute ist den Köl­nern der Dom so wich­tig, dass um seine Zukunft nie­mand Angst haben muss.

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