Keinohrhasen

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Der Film Keinohr­ha­sen ist eine Lie­bes­ko­mö­die, die im Dezem­ber 2007 in die deut­schen Kinos kam. Der Schau­spie­ler Til Schwei­ger über­nimmt dabei die Haupt­rolle des Film sowie zusätz­lich die Regie, das Dreh­buch und die Pro­duk­tion. Er beweist also mit die­sem Kunst­stück seine facet­ten­rei­ches Talent in der Filmbranche.

Um was han­delt der Film?

Ludo Decker kennt sich nur allzu gut in der Tratsch– und Klatsch-Welt aus, denn er ver­dient sein Geld als Repor­ter für ein Bou­le­vard­ma­ga­zin. Mit sei­nem Foto­gra­fen Moritz zieht er um die Häu­ser, um die Stars und Stern­chen von mor­gen für eine gute Titel­story abzu­lich­ten. Dabei genießt er die flüch­ti­gen sexu­el­len Bekannt­schaf­ten, die er dank sei­nem Sta­tus als Repor­ter jede Nacht pflegt. Als er aller­dings bei der Ver­lo­bungs­feier von Wla­di­mir Klitschko und Yvonne Cat­ter­feld durch die Glas­kup­pel des Restau­rants und in die Torte stürzt, steht er am Tief­punkt sei­ner bis­he­ri­gen Kar­riere. Er wird dar­auf­hin zu 300 Sozi­al­stun­den in einem Kin­der­hort und einer acht­mo­na­ti­gen Bewäh­rungs­strafe ver­ur­teilt. Wäh­rend er seine Stun­den ableis­tet, lernt er die Che­fin Anna ken­nen, die mit ihm im sel­ben Vier­tel auf­wuchs. Lei­der stellt sich schnell her­aus, dass er in sei­ner Kind­heit nicht sehr nett zu sei­ner jet­zi­gen Che­fin war, die nun natür­lich jede Chance nut­zen möchte um sich zu rächen. Die zwei gera­ten immer mehr anein­an­der bis schließ­lich regel­recht ein Geschlech­ter­kampf aus­bricht. Doch im Laufe der Zeit ent­spannt sich die Lage etwas und sie freun­den sich lang­sam an. Nach einem erfolg­lo­sen Date weint sich Anna bei Ludo aus und die zwei lan­den im Bett. Wäh­rend Anna sich eine Bezie­hung erhofft, spielt Ludo wie­der ein­mal den coo­len Macho. Doch wie es nun mal am Ende eines Lie­bes­films immer kommt: Nach lan­gem Hadern gesteht er Anna end­lich seine Liebe und die zwei wer­den ein glück­li­ches Paar.

Woher stammt der Titel?

In einer Szene des Films sind alle Dar­stel­ler im Kin­der­hort ver­sam­melt um dort zu bas­teln. Ludo zeigt sich dabei weni­ger geschickt, da sein genäh­ter Hase keine Ohren besitzt. Als ihn Anna des­halb auf­zieht, zeigt er ihr den eben­falls ohne Ohren genäh­ten Hasen eines ande­ren Kin­des. Um ihr Ver­hal­ten zu recht­fer­ti­gen meint Anna dar­auf­hin ledig­lich, dass die­ser Hase auch ein “Keinohr­hase” sei. Aus die­ser Szene wurde schließ­lich der para­doxe aber gleich­zei­tig lus­tige Titel des Films “gebastelt”.

Kri­tik

Til Schwei­ger konnte durch das Erstel­len eines eige­nen Dreh­buchs, seine Figur nach sei­nen Ansprü­chen selbst gestal­ten. Auch wenn er schau­spie­le­risch nicht in jeder Szene den rich­ti­gen Ton anschlägt, so hat er dass mit der Regie­füh­rung doch her­vor­ra­gend getan. Er fängt den Humor und die Lie­bes­ge­schichte sehr gut ein und zeigt auch an man­chen Stel­len uner­war­te­ten Tief­gang. Als wei­tere Dar­stel­ler zeig­ten v. A. Vogel, Tschirner und Schweig­hö­fer gute Leis­tun­gen. Die Sto­ry­line wird aller­dings zum Schluss des Fil­mes etwas dünn, da das Ende zu schnell vor­her­seh­bar wird. Außer­dem wirkt sie an man­chen Stel­len etwas unglaubwürdig.

Erfolge

Nichts­des­to­trotz lockte der Film in Deutsch­land über 6 Mil­lio­nen Zuschauer in die Kinos und er räumte auch den ein oder ande­ren Preis ab. So erhielt er bei­spiels­weise den deut­schen Come­dy­preis in der Kate­go­rie beste deut­sche Komö­die oder die gol­dene Lein­wand für über 6 Mil­lio­nen Zuschauer. Nicht zuletzt erhielt er auch einen der begehr­tes­ten deut­schen Film­preise: den Bambi.

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