Januar

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Im Gre­go­ria­ni­schen Kalen­der steht der Januar für den ers­ten Monat im Jahr.

Her­kunft des Wor­tes und alter­na­tive Bezeichnungen

Der Begriff “Januar” lei­tet sich vom Latei­ni­schen “ianua”, das heißt “Zugang” oder “Tür” ab und mar­kiert somit den Anfang des neuen Jah­res. Im süd­deut­schen Sprach­raum ist par­al­lel auch “Jän­ner” oder “Jen­ner” gebräuch­lich, ebenso in der Schweiz.
Des­wei­te­ren ist die Ver­bin­dung zum römi­schen Gott Ianus augen­schein­lich. Ianus (oder Janus) ist eine mytho­lo­gi­sche Gestalt mit zwei Gesi­chern (“Janus­kopf”); damit stellt der Januar einen Übergang dar, indem Janus sowohl zurück ins alte Jahr als auch nach vorne ins neue Jahr blickt.
Die wich­tigs­ten älte­ren Bezei­chun­gen, teils regio­nal ver­an­kert, sind “Eis­mo­nat”, “Schnee­mo­nat”, “Wolfs­mo­nat” und “Hartung”.

Der Januar im Römi­schen Kalender

Im Römi­schen Kalen­der, der Ende des 16. Jahr­hun­derts vom heute gebräuch­li­chen Gre­go­ria­ni­schen Kalen­der abge­löst wurde, bil­dete der Januar den elf­ten Monat. Der oben erläu­terte Bezug zum zwei­ge­sich­ti­gen Janus­gott ent­stand, als im Jahr 153 v. Chr. der Jah­res­be­ginn auf den Januar ver­legt wurde. Mit der Ein­füh­rung des Gre­go­ria­ni­schen Kalen­ders ging in wei­ten Tei­len der Welt eine Ver­ein­heit­li­chung des Kalen­der­sys­tems einher.

Fak­ten zum Januar, etwa die Kalenderwoche

Der Januar hat stets 31 Tage, und er beginnt immer mit dem­sel­ben Wochen­tag wie der Mai des vor­an­ge­gan­ge­nen Jah­res.
Von die­sem Wochen­tag des 1. Janu­ars hängt ab, wel­che Woche als erste Kalen­der­wo­che des neuen Jah­res gilt. Damit ist die­ser Tag ent­schei­dend für die Zäh­lung der Kalen­der­wo­chen (KW) das gesamte Jahr über. Ist der erste Januar ein Mon­tag, Diens­tag, Mitt­woch oder Don­ners­tag, so beginnt mit ihm die erste KW des neuen Jah­res; diese muss also min­des­tens vier Tage im neuen Jahr zäh­len (ISO 8601).

Volks­weis­hei­ten (“Bauernregeln”)

Über den Januar sind zahl­rei­che soge­nannte “Bau­ern­re­geln” bekannt, also alt­her­ge­brachte Weis­hei­ten, die von den Erfah­run­gen vie­ler Gene­ra­tio­nen spre­chen, aber kei­nen Anspruch auf wis­sen­schaft­li­che Exakt­heit hegen. Die Bekann­tes­ten sind wohl “Anfang und End vom Januar deu­ten auf das ganze Jahr” oder “Ist der Januar hell und weiß, kommt der Früh­ling ohne Eis, wird der Som­mer sicher heiß”.
Auch zahl­rei­che spe­zi­elle Tage im Januar sind auf diese Weise in die Volks­weis­heit ein­ge­gan­gen. So etwa der Neu­jahrs­tag (“Neu­jahrs­nacht still und klar, deu­tet auf ein gutes Jahr”) oder der Drei­kö­nigs­tag (“Ist Drei­kö­nig hell und klar, gibts viel Wein in die­sem Jahr”).

Tou­ris­mus und Familienleben

Der Januar ist für viele Tou­ris­mus­an­bie­ter der umsatz­schwächste Monat im Jahr. Der typi­sche Deut­sche ver­reist also nicht in die­sem Monat — wohl, weil die wich­ti­gen Weih­nachts­fei­er­tage erst so kurz zurück­lie­gen und der große Som­mer­ur­laub bevor­steht. Mög­li­cher­weise lässt dies auch Rück­schluss auf die all­ge­mei­nen Erfah­run­gen zu, wie sie in den “Bau­ern­re­geln” ver­an­kert sind, die dadurch weit­aus grö­ßere Bedeu­tung erhal­ten, als man es zunächst ver­mu­ten würde. Schlech­tes Wet­ter, Schnee­mas­sen und ver­eiste Stra­ßen hal­ten den “Durch­schnitts­deut­schen” in den eige­nen vier Wän­den. Er ver­bringt tra­di­tio­nell viel Zeit mit der eige­nen Fami­lie und hält gege­ben­falls Rück­schau auf das letzte Jahr und fasst gute Vor­sätze für das neue Jahr — ein Ver­hal­tens­mus­ter, in dem sich heute noch der Bezug zum römi­schen Gott Janus spiegelt.

Klima

Januar und Februar sind in Deutsch­land die käl­tes­ten Monate des Jah­res. Die durch­schnitt­li­chen Heiz– und Ener­gie­kos­ten stei­gen stark an — auch das ist mög­li­cher­weise ein Grund dafür, zu Hause zu blei­ben. Man muss spa­ren in die­ser Zeit.
Welt­weit gese­hen gibt es kli­ma­tisch auch das genaue Gegen­teil; in Aus­tra­lien ist der Januar sta­tis­tisch gese­hen der hei­ßeste Monat des Jahres.

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Category: Lexikon | Tags: , , Kommentare deaktiviert

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