Das Hypertext Transfer Protocol oder kurz HTTP ist aus der heutigen Zeit nicht mehr weg zu denken. Es ist einer der Grundsteine, auf denen das Internet basiert und erlaubt es so Millionen von Menschen auf der ganzen Welt Informationen miteinander zu teilen und auszutauschen. Die Hauptaufgabe des Hypertext Transfer Protocol besteht darin, Webseiten aus dem World Wide Web zu laden und auf dem jeweiligen Browser darzustellen. Daher gehört HTTP auch zur sogenannten Andwendungschicht — es wird von den sogenannten Anwendungsprogrammen wie beispielsweise einem Browser angesprochen um etwas zu bewirken.
Aufbau des Hypertext Transfer Protocol
Das Hypertext Transfer Protocol ist ein Protokoll, dass zur Übertragung von Daten zwischen einem Client (bspw. Browser) und einem Server (World Wide Web) verwendet wird. Die ausgetauschten Daten zwischen dem Client und dem Server werden auch als Nachrichten bezeichnet, da der eine etwas an den anderen sendet. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Formen dieser Nachrichten: die Anfrage und die Antwort. Die Anfrage (Request) wird in der Regel vom Client gesendet während die Antwort (Answer) vom Server kommt. Sie ist die Reaktion des Servers auf die Anfrage des Clients.
Jede einzelne von diesen ausgetauschten Nachrichten besteht desweiteren aus zwei Teilen: dem Nachrichtenkopf, auch als Header bezeichnet, und dem Körper der Nachricht. Im Header werden alle wichtigen Daten zur Zuordnung sowie zur Codierung der Daten im Nachrichtenkörper angegeben. Im Körper der Nachricht, dem sogenannten Body, ist dagegen die eigentliche Nachricht enthalten, die mit den Informationen aus dem Header auch interpretiert werden kann.
Funktionsweise des Hypertext Transfer Protocol
So gesehen ist das Hypertext Transfer Protocol also ein Kommunikationsschema, das verwendet werden kann um Daten und Informationen von einem anderen Rechner auf den eigenen Rechner zu übertragen. Wo die beiden Rechner stehen, ist dabei irrelevant. Die Adresse, die zum Aufruf der jeweiligen Information verwendet wird, ist hierbei immer gleich aufgebaut: http://www.domainname.de/datei. Mit “http” wird das Protokoll ausgewählt. Durch die Angabe “www.domainname.de” wird der Standort des Rechners angegeben, auf dem sich die gesuchte Information befindet und mit “datei” wird letztlich die Information selbst angesprochen. Alle Schritte die möglicherweise noch dazwischen liegen, dienen zur Wegbeschreibung. Nur wenn der Weg definiert ist, kann die gesuchte Information gefunden und auf den eigenen Rechner übertragen werden.
Methoden des Hypertext Transfer Protocol
Das Hypertext Transfer Protocol stellt verschiedene Methoden zur Verfügung um Argumente zu übertragen oder abzufragen. Die bekanntesten Abfragen sind die sogenannten Get– und Post-Abfragen. Beide Abfragen bewirken im Grunde das Gleiche, jedoch mit einem kleinen Unterschied.
Bei einer Get-Abfrage werden sämtliche Daten zur Abfrage in der URL der Abfrage gespeichert. Sie sind hierbei jeweils durch ein ? voneinander getrennt und im Klartext dargestellt. Dadurch sind sie für jeden zugänglich und sichtbar, was insbesondere bei übertragenen Passwörtern nicht empfehlenswert ist.
Bei einer Post-Abfrage werden die Parameter bzw. deren Inhalt nicht über die URL übertragen. Dadurch können natürlich auch größere Datenmengen oder beispielsweise Bilder übertragen werden. Gleichzeitig eignet sich diese Methode auch um sensible Daten wie beispielsweise Passwörter oder persönliche Daten zu übertragen. Sie sind bei der Post-Abfrage nicht für Dritte einsehbar und so bietet diese Methode eine deutlich höhere Sicherheit gegenüber Angriffen als die Get-Abfrage. Auch aus Sicht des Datenschutzes ist diese Methode definitiv die Empfehlenswertere.
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