Heilige Drei Könige

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Hei­lige Drei Könige, das ist ein Begriff aus der Weih­nachts­ge­schichte der Katho­li­schen Kir­che. Diese „Könige“ sol­len die in der Bibel erwähn­ten drei Wei­sen aus dem Mor­gen­land ver­kör­pern. Weder in der Bibel und auch in kei­ner­lei ande­ren Auf­zeich­nun­gen der Kir­che gibt es nähere Aus­füh­run­gen über diese drei Per­so­nen, so dass es aller­lei Geschich­ten und Legen­den gibt, die sich mit der Her­kunft und den Namen der Wei­sen beschäftigen.

Weise oder Könige, warum eigent­lich drei?

Wäh­rend man in der Bibel zu Anfang immer nur von den drei Wei­sen aus dem Mor­gen­land sprach, so kam es im Laufe der Jahre immer wie­der zu ande­ren Über­lie­fe­run­gen und mehr und mehr wur­den aus den drei Wei­sen drei Könige. Die Anzahl der Könige oder Wei­sen vari­iert in den ein­zel­nen Über­lie­fe­run­gen auch immer wie­der und wurde dann ein­mal auf drei fest­ge­legt. Dabei hat man dies zum einen an der Anzahl der Geschenke fest­ge­macht, die die drei der Geschichte nach dem klei­nen Got­tes­sohn als Gabe mit­ge­bracht haben, Gold, Weih­rauch und Myr­rhe. Wie­derum gibt es Erzäh­lun­gen wonach es sich bei den Hei­li­gen Drei Köni­gen um einen alten Greis, um einen Mann und um einen Jüng­ling gehan­delt haben soll. In die­ser Art der Dar­stel­lung sol­len die drei wesent­li­chen Lebens­ab­schnitte des Men­schen dar­ge­stellt wer­den, die Kind­heit, das Erwach­sen­sein und das Alter. Doch es gibt auch noch eine dritte Ver­sion, die die Zahl drei begründet.

So gab es eine Zeit, da man im christ­li­chen Abend­land an die Exis­tenz von nur drei Kon­ti­nen­ten glaubte, näm­lich Europa, Asien und Afrika. So wur­den die drei Wei­sen eben als drei Könige bezeich­net wobei jeder von ihnen von einem der drei Kon­ti­nente her stam­men sollte. Aus die­sem Grund wird auch einer der Hei­li­gen Drei Könige immer als ein Schwar­zer dar­ge­stellt, da man dabei an den Kon­ti­nent Afrika dachte und die­sen nur als Hei­mat der Schwar­zen kannte. Die Namen, die man den drei Köni­gen gab sind in der Bibel eigent­lich nie erwähnt wor­den. Der Über­lie­fe­rung nach wur­den sie erst in der Zeit vom 6. bis 8. Jahr­hun­dert mit Cas­par, Mel­chior und Bal­tha­sar. Ob diese Namen in Anleh­nung an die erwähn­ten Geschenke oder aber anhand der Her­kunft der drei gege­ben wur­den, ist nicht bekannt. Fest steht nur, dass eben seit jener Zeit die Hei­li­gen Drei Könige mit den Namen Cas­par, Mel­chior und Bal­tha­sar bekannt sind.

Ein kirch­li­ches Fest

Da das Weih­nachts­fest in der katho­li­schen Kir­che einer der größ­ten Fei­er­tage ist und die Hei­li­gen Drei Könige als ein Teil der Weih­nachts­ge­schichte gel­ten, so ist es eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, dass in der katho­li­schen Kir­che auch diese mit einem Fei­er­tag geehrt wer­den. Im Kalen­der ist dies der 6. Januar. Die­ser Tag wird zwar als Drei­kö­nigs­tag gefei­ert hat jedoch die Bezeich­nung als „Erschei­nung des Herrn“. Die Kir­che gedenkt an die­sem Tag der drei Wei­sen aus dem Mor­gen­land, die dem Got­tes­sohn ihre Auf­war­tung mach­ten und ihm ihre Geschenke dar­reich­ten. Danach zogen sie in die Welt hin­aus, um die Geburt des Hei­lands an alle zu ver­brei­ten. Daher spricht man auch oft davon, dass die Hei­li­gen Drei Könige die ers­ten Mis­sio­nare der Kir­che waren.

Aus die­ser Über­lie­fe­rung her­aus ist in den spä­te­ren Jah­ren dann der Brauch des Stern­sin­gens ent­stan­den. Die Stern­sän­ger sind meist in Kos­tüme geklei­det, die denen der drei Könige nach­emp­fun­den sind. Die Sän­ger – meis­tens Kin­der – ver­kün­den die frohe Bot­schaft der Geburt Christi und sam­meln meist Spen­den für benach­tei­ligte Kin­der. Als Dank hin­ter­las­sen Sie an den Haus­tü­ren eine Inschrift: C+M+B und die ent­spre­chende Jah­res­zahl. Fälsch­li­cher­weise wer­den dabei die Buch­sta­ben mit Cas­par, Mel­chior und Bal­tha­sar über­setzt. Rich­tig wäre Chris­tus Man­sio­nem Bene­di­cat, was so viel heißt wie: Chris­tus segne die­ses Haus.

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