Eiffelturm

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Der Eif­fel­turm ist eines der Wahr­zei­chen der fran­zö­si­schen Haupt­stadt Paris. Erbaut wurde er von 1887 bis 1889 zur Welt­aus­stel­lung, die 1889 in Paris unter dem Motto des hun­dert­jäh­ri­gen Jubi­lä­ums der Fran­zö­si­schen Revo­lu­tion statt­fand. Der Eif­fel­turm wurde nach dem Erbauer Gus­tave Eif­fel benannt und steht im Parc du Champ de Mars direkt an der Seine und an der Ave­nue Gus­tave Eiffel.

Ent­wurf und Bauweise

Aller­dings erbaute die Firma Gus­tave Eif­fel & Cie. nur das Stahl­fach­werk, ent­wor­fen wurde der Turm von Ste­phen Sau­vestre, einem Archi­tek­ten. Beauf­tragt wurde der Archi­tekt Ste­phen Sau­vestre wie­derum von dem Schwei­zer Mau­rice Koech­lin. Er und sein Kol­lege Emile Nou­gu­ier hat­ten die Idee und zeich­ne­ten auch die ers­ten Ent­würfe des Turms. Das Fach­werk, wel­ches der Bau­weise des Turms zugrunde liegt, besteht aus Schmie­de­stahl. Man ver­band beim Bau des Eif­fel­turms eine klas­si­sche Bau­weise mit einem moder­nen indus­tri­el­len Fer­ti­gungs­ver­fah­ren. Es muss­ten auch Blitz­schutz­vor­keh­run­gen getrof­fen wer­den, da hohe Bau­werke aus Stahl für Blitz­ein­schläge prä­des­ti­niert sind. Zusätz­lich besitzt der Eif­fel­turm drei Platt­for­men, die sich in 57 Metern sowie in 115 und 276 Metern Höhe befin­den. Die erste und zweite Platt­form kann von den Besu­chern mit Fahr­stüh­len, die bis zu 50 Per­so­nen beför­dern, erreicht wer­den. Auf jeder die­ser bei­den Platt­for­men befin­det sich ein Restau­rant. Zusätz­lich wurde auf der ers­ten Platt­form eine Aus­stel­lung zur Geschichte des Eif­fel­turms ein­ge­rich­tet. Gus­tave Eif­fel hat von 72 Wis­sen­schaft­lern, ohne die der Bau nicht mög­lich gewe­sen wäre, die Nach­na­men ein­gra­vie­ren las­sen. Inzwi­schen fährt von der zwei­ten Platt­form ein wei­te­rer Fahr­stuhl zur höchs­ten Platt­form, aller­dings muss man dazu umstei­gen. Frü­her muss­ten die Besu­cher eine Wen­del­treppe, die 654 Stu­fen hat, empor­klet­tern. Die höchste Platt­form liegt in einer Höhe von 276 Metern und hat einen Frei­luft­be­reich sowie einen über­dach­ten Bereich. Der Eif­fel­turm wird ca. alle sie­ben Jahre neu gestri­chen. Am Anfang war er rot­braun, inzwi­schen erhält er eine Farbe im Bron­ze­ton in unter­schied­li­chen Schat­tie­run­gen. Ins­ge­samt ist der Eif­fel­turm 300 Meter hoch. Rech­net man die Fern­seh­an­tenne hinzu sind es sogar 324 Meter.

In 26 Mona­ten wur­den 18.038 vor­ge­fer­tigte Stahl­teile mit 2.5 Mil­lio­nen Nie­ten von 3.000 Metall­ar­bei­tern zusam­men­ge­fügt. Die Kos­ten des Baus belie­fen sich 1889 auf genau 7.739.401 Francs und 31 Cen­ti­mes und über­stie­gen den Kos­ten­vor­an­schlag um 15 %.

Geschichte des Eiffelturms

Eigent­lich sollte der Eif­fel­turm nach 20 Jah­ren wie­der abge­ris­sen wer­den, aber die Pari­ser erkann­ten recht schnell den Wert des Gebäu­des. Zuerst waren die Pari­ser Ein­woh­ner mit die­sem Turm nicht sehr glück­lich, sie betrach­te­ten ihn als Schand­fleck. Von empör­ten Künst­lern wurde er “tra­gi­sche Stra­ßen­la­terne“ genannt. Mitt­ler­weile zählt der Eif­fel­turm mit zu den schöns­ten Archi­tek­tur­bei­spie­len unse­rer Erde und die Bewoh­ner von Paris nen­nen ihn mitt­ler­weile die “Eiserne Dame“.

Zwi­schen 1889 bis 1930 war der Eif­fel­turm das höchste Gebäude der Welt. Danach, im Jahr 1930, wurde er vom Chrys­ler Buil­ding in New York abge­löst. Als höchs­ten Turm der Welt galt er bis 1958, er wurde dann vom Tokyo Tower, der eine Höhe von 332 Metern mit einer ähnli­chen Bau­weise erreichte, ersetzt.

Nach­dem die Pari­ser fest­stell­ten, dass der Eif­fel­turm viele Tou­ris­ten anlockte, wurde er 1909 nicht abge­ris­sen. Auf­grund sei­ner Höhe ermög­lichte er nach der Anbrin­gung eines Lang­wel­len­sen­ders mit meh­re­ren Anten­nen­dräh­ten auch die ers­ten Funk­ver­bin­dun­gen über den Atlan­tik. Mitt­ler­weile wurde ein Anten­nen­mast auf der Spitze instal­liert. Auch die Platt­for­men wur­den in der Zwi­schen­zeit voll­kom­men ver­git­tert, um Selbst­morde zu verhindern.

Jähr­lich sehen sich ca. sechs Mil­lio­nen Besu­cher den Eif­fel­turm an und er ist das bekann­teste und gewinn­träch­tigste Wahr­zei­chen von Paris.

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