Der amerikanische Filmproduzent Walter Elias Disney – besser bekannt unter dem Namen Walt Disney – erfand viele bekannte Comicfiguren und produzierte sowohl Zeichentrick– als auch Naturfilme. Walt Disney ist außerdem die Persönlichkeit, die mit ihren Werken bisher die meisten Ocars erhielt.
Erste Schritte
Walt Disney, der vier Geschwister hatte, kam am 5. Dezember 1901 zur Welt und wuchs auf einer Farm in Missouri auf. Schon als Teenager interessierte sich Disney für das Zeichnen und so fing er nach dem Ersten Weltkrieg an, zusammen mit dem Zeichenkünstler Ubbe Iwerks kleine Werbefilme zu zeichnen.
Gemeinsam mit seinem Bruder Roy kreierte er außerdem einige Kurzfilme mit dem Namen „Alice Comedies“, in denen er Trickfilme mit echten Schauspielern vermischte, so wie er es später auch bei „Mary Poppins“ tat.
1925 heiratete Disney Lilian Marie Bounds, mit der er zwei Töchter bekam.
Micky Maus und Donald Duck
1923 zog Walt Disney nach Los Angeles. Dort begann er, zusammen mit Iwerks, der als Art Director fungierte, und seinem Bruder Roy, der sich um die Finanzen kümmerte, professionell Trickfilme zu produzieren. Disney selbst gab das Zeichnen 1926 auf und überließ diese Tätigkeit Iwerks, der ein Jahr später Micky Maus erschuf, mit der sie den ersten kommerziellen Trickfilm produzierten.
Doch Disney hatte Spannenderes im Sinn: er wollte einen Zeichentrickfilm erschaffen, dem Musik– und Toneffekte hinzugefügt werden. 1928 gelang ihm diese Sensation und „Steamboat Willie“ feierte Premiere.
Walt Disney experimentierte weiter mit neuen Techniken aus dem Animationsbereich und produzierte unter anderem den ersten Trickfilm mit natürlich wirkenden Farben.
1934 erschien erstmalig Donald Duck auf der Leinwand. Disneys Filme wurden zunächst von United Artists ins Kino gebracht, nach einigen Differenzen wechselten er und sein Team jedoch zu RKO.
Zeichentrickfilme in Spielfilmlänge
1937 gelang Walt Disney ein durchschlagender Erfolg mit seinem ersten abendfüllenden Film „Schneewittchen und die sieben Zwerge“, an dessen Erschaffung mehr als 700 Künstler beteiligt waren. 3 Jahre später folgte der nächste Film in Spielfilmlänge: Pinocchio.
Eine weitere Attraktion gelang Walt Disney mit dem Film „Fantasia“, in dem er zu Kompositionen von unter Anderem Beethoven und Tschaikowski kleine Zeichentrick-Kurzgeschichten präsentierte. In dem Film erschienen nicht nur niedliche Figuren, sondern erstmals auch düstere Charaktere.
1941 kam Disneys Film „Dumbo“ und ein Jahr später sein persönlicher Lieblingsfilm „Bambi“ in die Kinos.
Dokumentar– und Spielfilme
Doch Disney produzierte nicht nur Zeichentrickfilme: Nach dem Zweiten Weltkrieg brachte er eine Reihe von Abenteuerfilmen wie „Die Schatzinsel“ oder „20.000 Meilen unter dem Meer“ heraus. Auch sein erster dokumentarischer Kurzfilm, „Seal Island“, war erfolgreich und erhielt einen Oscar. Mit „Die Wüste lebt“ wagte sich Disney erstmals an einen abendfüllenden Dokumentarfilm und sorgte auch hier wieder für eine kleine Sensation, da niemand damit gerechnet hatte, dass ein Dokumentarfilm so erfolgreich werden würde. Infolge dieses Filmes entstanden weitere erfolgreiche Tier– und Pflanzendokumentationen.
Fernsehtätigkeiten
Ab etwa 1950 war Walt Disney auch regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Dort stellte er in Fernsehsendungen wie „Disneyland“ unter Anderem neue Filme vor und erläuterte diverse Animationstechniken. Auch Fernsehspecials, in denen es um das Thema Raumfahrt und deren Möglichkeiten ging, wurden von Walt Disney produziert und moderiert.
Die letzten Jahre
1955 eröffnete Disney den ersten Disneyland-Vergnügungspark in der Nähe von Los Angeles; 9 Jahre später wurde der zweite Park, der noch erfolgreicher und größer als der erste wurde, in Orlando in Betrieb genommen.
Der letzte Film, an dem Disney mitwirkte, war „Das Dschungelbuch“.
1966 starb Walt Disney an den Folgen einer Lungenkrebserkrankung.
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