Wenn man über den Verein Borussia Dortmund spricht, dann meint man im Allgemeinen den Fußballverein BVB 09, denn dieser hat durch seine vielen Erfolge auch auf internationaler Ebene den Namen des Vereins europaweit bekannt gemacht. Die Geschichte fing vor nunmehr 100 Jahren – also im Jahr 1909 — an; am 19.12.2009 wurde der Verein Borussia Dortmund gegründet.
Am Anfang war das Wort
Hintergrund für die Gründung des Vereines war, dass die damalige Obrigkeit der Kirche dem Treiben der Männer rund um das Fußballspiel ein Ende bereiten wollte. Um sich dem Druck der Kirche zu entziehen, beschlossen diese Männer einen eigenen Verein zu gründen, um von der Kirche unabhängig zu sein. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde bereits Fußball gespielt, allerdings wurde dies von der Kirche mit Argusaugen überwacht und nicht so geduldet, wie es die Männer gerne gehabt hätten.
Schneller Aufstieg mit anschließender Stagnation
In den ersten Jahren konnte sich der Ballverein Borussia 09 Dortmund sehr schnell bis in die für die Region geltende höchste Spielklasse drängen. Dieser schnelle Aufstieg wurde lediglich durch die Umstände des Ersten Weltkrieges gestoppt. Nach dem Ende dieses Krieges wurden die Ligen neu eingeteilt und der BVB war letztendlich nur noch zweitklassig. Der Aufstieg in die höchste Klasse wurde viele Jahre immer wieder knapp verpasst. Als dann im Jahre 1929 das Ligensystem erneut geändert wurde, spielte der BVB sogar nur noch in der dritten Liga.
Der ständige Kampf mit dem erfolgreicheren Nachbarn
Zur Zeit des Hitler–Regimes waren die Rollen klar verteilt, der Primus im Revier war eindeutig der Nachbar aus Gelsenkirchen — Schalke 04. Diese Vormachtstellung konnte man im Jahre 1947 beenden, als man den ungeliebten Nachbarn im Endspiel um die Westfalenmeisterschaft schlagen konnte. Von diesem Zeitpunkt an übernahm der BVB die Rolle des Platzhirsches im Revier. Die Westfalenliga wurde weitestgehend beherrscht, allerdings reichte es nie für den ganz großen Wurf, die Deutsche Meisterschaft.
Glanz und Gloria
Nach vielen erfolglosen Versuchen die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen, war es in der Saison 1955/56 endlich so weit. Im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft konnte man den Karlsruher SC mit 4:2 besiegen und konnte sich nun zum ersten Mal Deutscher Meister nennen. In der darauf folgenden Spielzeit erreichte man wieder das Endspiel. Dieses Mal hieß der Gegner Hamburger SV und man konnte auch dieses Spiel gewinnen und zwar mit 4:1. Den nächsten Titel konnte man dann jedoch erst wieder in der Saison 1962/63 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im letzten Endspiel. In der nächsten Spielzeit begann die Geschichte der Bundesliga.
Erster Titel in Europa
Zu Beginn der Bundesliga konnte der BVB sich noch in der Spitzengruppe behaupten doch der erwünschte nächst Titel blieb unerreicht. Dafür konnte man sich mit dem Gewinn des DFB-Pokals mit einem anderen Titel schmücken. Dieser berechtigte zur Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger und der BVB war der erste deutsche Verein, dem es gelang einen Titel auf europäischer Ebene zu gewinnen. Auf dem Weg zu diesem Erfolg hatte man schon im Vorfeld einige Favoriten ausgeschaltet. Auch im Endspiel galt der Gegner Liverpool als Favorit. Am Ende siegte jedoch der BVB durch einen Treffer von Stan Libuda in der 106. Spielminute mit 2:1.
Erfolg und Leid
Dieser große Erfolg war für lange Zeit das letzte Erfolgserlebnis. Es folgten trostlose Jahre die sogar den Abstieg in die 2. Liga bedeuteten. Nach vier Spielzeiten gelang der Wiederaufstieg und man konnte sich in den Folgejahren immer in der Eliteliga halten. Erst zu Beginn der 90er Jahre konnte man wieder an alte Erfolge anknüpfen und drei weitere Meistertitel gewinnen. Herausragender Erfolg war jedoch der Gewinn der Champions-League im Jahre 1997. Momentan ist der Verein darum bemüht wieder in diese Erfolgsspur zurückzufinden.
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