Borussia Dortmund

6. Dezember 2009

Wenn man über den Ver­ein Borus­sia Dort­mund spricht, dann meint man im All­ge­mei­nen den Fuß­ball­ver­ein BVB 09, denn die­ser hat durch seine vie­len Erfolge auch auf inter­na­tio­na­ler Ebene den Namen des Ver­eins euro­pa­weit bekannt gemacht. Die Geschichte fing vor nun­mehr 100 Jah­ren – also im Jahr 1909 — an; am 19.12.2009 wurde der Ver­ein Borus­sia Dort­mund gegründet.

Am Anfang war das Wort

Hin­ter­grund für die Grün­dung des Ver­ei­nes war, dass die dama­lige Obrig­keit der Kir­che dem Trei­ben der Män­ner rund um das Fuß­ball­spiel ein Ende berei­ten wollte. Um sich dem Druck der Kir­che zu ent­zie­hen, beschlos­sen diese Män­ner einen eige­nen Ver­ein zu grün­den, um von der Kir­che unab­hän­gig zu sein. Bis zu die­sem Zeit­punkt wurde bereits Fuß­ball gespielt, aller­dings wurde dies von der Kir­che mit Argus­au­gen über­wacht und nicht so gedul­det, wie es die Män­ner gerne gehabt hätten.

Schnel­ler Auf­stieg mit anschlie­ßen­der Stagnation

In den ers­ten Jah­ren konnte sich der Ball­ver­ein Borus­sia 09 Dort­mund sehr schnell bis in die für die Region gel­tende höchste Spiel­klasse drän­gen. Die­ser schnelle Auf­stieg wurde ledig­lich durch die Umstände des Ers­ten Welt­krie­ges gestoppt. Nach dem Ende die­ses Krie­ges wur­den die Ligen neu ein­ge­teilt und der BVB war letzt­end­lich nur noch zweit­klas­sig. Der Auf­stieg in die höchste Klasse wurde viele Jahre immer wie­der knapp ver­passt. Als dann im Jahre 1929 das Ligen­sys­tem erneut geän­dert wurde, spielte der BVB sogar nur noch in der drit­ten Liga.

Der stän­dige Kampf mit dem erfolg­rei­che­ren Nachbarn

Zur Zeit des Hit­ler–Regimes waren die Rol­len klar ver­teilt, der Pri­mus im Revier war ein­deu­tig der Nach­bar aus Gel­sen­kir­chen — Schalke 04. Diese Vor­macht­stel­lung konnte man im Jahre 1947 been­den, als man den unge­lieb­ten Nach­barn im End­spiel um die West­fa­len­meis­ter­schaft schla­gen konnte. Von die­sem Zeit­punkt an über­nahm der BVB die Rolle des Platz­hir­sches im Revier. Die West­fa­len­liga wurde wei­test­ge­hend beherrscht, aller­dings reichte es nie für den ganz gro­ßen Wurf, die Deut­sche Meisterschaft.

Glanz und Gloria

Nach vie­len erfolg­lo­sen Ver­su­chen die Deut­sche Meis­ter­schaft zu gewin­nen, war es in der Sai­son 1955/56 end­lich so weit. Im End­spiel um die Deut­sche Meis­ter­schaft konnte man den Karls­ru­her SC mit 4:2 besie­gen und konnte sich nun zum ers­ten Mal Deut­scher Meis­ter nen­nen. In der dar­auf fol­gen­den Spiel­zeit erreichte man wie­der das End­spiel. Die­ses Mal hieß der Geg­ner Ham­bur­ger SV und man konnte auch die­ses Spiel gewin­nen und zwar mit 4:1. Den nächs­ten Titel konnte man dann jedoch erst wie­der in der Sai­son 1962/63 mit dem Gewinn der Deut­schen Meis­ter­schaft im letz­ten End­spiel. In der nächs­ten Spiel­zeit begann die Geschichte der Bun­des­liga.

Ers­ter Titel in Europa

Zu Beginn der Bun­des­liga konnte der BVB sich noch in der Spit­zen­gruppe behaup­ten doch der erwünschte nächst Titel blieb uner­reicht. Dafür konnte man sich mit dem Gewinn des DFB-Pokals mit einem ande­ren Titel schmü­cken. Die­ser berech­tigte zur Teil­nahme am Euro­pa­po­kal der Pokal­sie­ger und der BVB war der erste deut­sche Ver­ein, dem es gelang einen Titel auf euro­päi­scher Ebene zu gewin­nen. Auf dem Weg zu die­sem Erfolg hatte man schon im Vor­feld einige Favo­ri­ten aus­ge­schal­tet. Auch im End­spiel galt der Geg­ner Liver­pool als Favo­rit. Am Ende siegte jedoch der BVB durch einen Tref­fer von Stan Libuda in der 106. Spiel­mi­nute mit 2:1.

Erfolg und Leid

Die­ser große Erfolg war für lange Zeit das letzte Erfolgs­er­leb­nis. Es folg­ten trost­lose Jahre die sogar den Abstieg in die 2. Liga bedeu­te­ten. Nach vier Spiel­zei­ten gelang der Wie­der­auf­stieg und man konnte sich in den Fol­ge­jah­ren immer in der Eli­te­liga hal­ten. Erst zu Beginn der 90er Jahre konnte man wie­der an alte Erfolge anknüp­fen und drei wei­tere Meis­ter­ti­tel gewin­nen. Her­aus­ra­gen­der Erfolg war jedoch der Gewinn der Champions-League im Jahre 1997. Momen­tan ist der Ver­ein darum bemüht wie­der in diese Erfolgs­spur zurückzufinden.

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