Binomische Formel
Durch die Verwendung der so genannten Binomischen Formeln erleichtern sich nicht nur Mathematiker, sondern auch Schüler zahlreiche Gleichungen und Terme. Doch obgleich sich die Binomischen Formeln als sehr nützlich erwiesen haben, erscheinen sie auf dem ersten Blick sehr komplex.
Aber wo finden die binomischen Formeln im Einzelnen ihre Verwendung?
In erster Linie lassen sich mit Hilfe der drei Binomischen Formeln Multiplikation, aber auch Division auf einfache Rechenarten, wie beispielsweise dem Addieren, Subtrahieren, Quadrieren und Halbieren, zurückführen. So liefern die erste und zwei Binomische Formel das Produkt der zwei Variablen a und b.
Wer nun an der Stelle des großen Einmaleins auch mit den ersten hundert Quadratzahlen vertraut ist, kann mit der Binomischen Formel das allgemeine Produkt aus zwei Zahlen berechnet werden.
Dabei reicht der Ursprung der Binomischen Formeln sogar in die Zeit der Babylonier, wobei auch bewiesen wurde, dass die Formeln sowohl in der Antike als auch im Mittelalter zur Rechenerleichterung bekannt waren und eingesetzt wurde. Angeblich wurde die Umständlichkeit der antiken Zahlsysteme mit den Binomischen Formeln relativiert, so dass Rechenaufgaben mit einfacher Addition und Subtraktion gelöst werden konnten.
Die dritte Binomische Formel – ein Sonderfall
Die dritte Binomische Formel liefert ein Verfahren, mit dem die Division auf einfachere Multiplikation und auch Division zurückgeführt werden kann. Insbesondere durch die Erweiterung des Nenners „a+b“ mit „a-b“ wird die Division durch so genannte „algebrische Zahlen“ auf rationale Zahlen umgestellt. Somit wird auch die Division von komplexen Zahlen auf eine leichtere Form der Division durch reelle Zahlen ermöglicht.
Die Binomischen Formeln werden nicht zwangsläufig benutzt, insbesondere wenn sich Schüler mit der Berechnung und dem Auflösen von Klammern auskennen. Schließlich ergeben sich auch die Binomischen Formeln aus den Rechengesetzen. Und dennoch werden die Binomischen Formeln an den deutschen Schulen ab der achten Klasse durchgeführt. Und dies aus einem einfachen Grund: nicht nur in der Schule, sondern auch bei alltäglichen Erledigungen erleichtern sie das Leben.
Vielmehr stellen die drei Binomischen Formeln eine Abkürzung dar.
Des Weiteren werden die besonderen Formeln in der Algebra auch zur Darstellung und zum Lösung von Quadrat-Binomen eingesetzt. Sie werden als Merkformeln gebraucht, die sowohl beim Ausmultiplizieren als auch Klammerausdrücken helfen. Gleichzeitig erlauben sie die Termumformung von bestimmten Differenzen und Summen.
Begriffserklärung
Das Wortteil „Bi“ im Adjektiv binomisch leitet sich von der lateinischen Sprache ab und bedeutet ins Deutsche übersetzt zwei. Im Gegensatz zu vielen anderen Adjektiven, die in der Mathematik bekannt sind, leitet sich der Name der Binomischen Formeln jedoch nicht von einem Mathematiker-Namen ab.
Binomische Formeln in der Schule
Im deutschen Bildungssystem ist die Einführung der Binomischen Formeln ein wichtiger Bestandteil. In der Regel werden die Formeln in der achten Klasse eingeführt, vereinzelt sogar schon in der sechsten oder siebten Klasse. Denn je früher die Schüler mit den Binomischen Formeln umgehen können, desto einfacher gestaltet sich das Lösen von komplexen Termen. Getreu dem Motto „Übung macht den Meister“ trifft dies auch auf die Verwendung der Binomischen Formeln zu. Bei der Einführung werden die Binomischen Formeln jedoch hergeleitet und mit den Rechengesetzen bewiesen.
Die Formeln im Überblick
- Die erste Binomische Formel:
- (a+b)² = a²+2ab+b²
- Die zweite Binomische Formel:
- (a-b)² = a²+2ab-b²
- Die dritte Binomische Formel:
- (a+b)*(a-b) = a²-b²
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Category: Lexikon | Tags: Algebra, Binomische Formel, Formeln, Mathematik Kommentare deaktiviert