Berliner Mauer

3. November 2009

Die Ber­li­ner Mauer: das Sym­bol des Kon­flik­tes zwi­schen Ost und West, die Grenze zwi­schen Demo­kra­tie und Kom­mu­nis­mus, die Grenze zwi­schen Deutsch­land und — Deutschland.

Die Ber­li­ner Mauer war 28 Jahre lang die Grenze zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (BRD) und der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik (DDR). Die Ber­li­ner Mauer stand zwi­schen dem 13. August 1961 und dem 9. Novem­ber 1989. Ihr Fall bedeu­tete sowohl im wört­li­chen, als auch im über­tra­ge­nen Sinne, die Wie­der­ver­ei­ni­gung Deutsch­lands. Der Fall der Ber­li­ner Mauer ist das Sym­bol für alle Revo­lu­tio­nen gegen das kom­mu­nis­ti­sche Regime, die inner­halb von Europa im Jahr 1989 stattfanden.

Die Vor­ge­schichte

Die Geschichte der Ber­li­ner Mauer beginnt am Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges, im Jahre 1945. In Folge des Krie­ges wurde Deutsch­land in vier Besat­zungs­zo­nen geteilt, die von Frank­reich, Groß­bri­tan­nien, USA und der Sowjet­union ver­wal­tet und kon­trol­liert wor­den. Dem­zu­folge wurde auch Ber­lin in vier Sek­to­ren geteilt.

Als eine der vie­len Fol­gen des Kal­ten Krie­ges, wur­den die drei Besat­zungs­zo­nen der Län­der Frank­reich, Groß­bri­tan­nien und USA am 23. Mai 1949 unter dem Namen Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (BRD) ver­eint. Am 7.Okto­ber 1949 folgte die Reak­tion der Sowjet­union: die Deut­sche Demo­kra­ti­sche (DDR) Repu­blik ent­stand. Nur 1952 wurde die inner­deut­sche Grenze mit Zäu­nen, Bewa­chung und Alarm­an­la­gen von der DDR gesi­chert. Die West­ber­li­ner, als auch die Ost­be­li­ner durf­ten nicht frei über die Grenze.

Beginn der Ber­li­ner Mauer

Der Plan vom Mau­er­bau wurde in der DDR als Staats­ge­heim­nis behan­delt. Jedoch gab es Spe­ku­la­tio­nen sowohl in der Presse als auch in der Poli­tik in der BRD, das viel­leicht so ein Phä­no­men bald statt­fin­den sollte.

In der Nacht zwi­schen dem 12. und dem 13. August 1961 wur­den die Straße und Gleis­wege nach West­ber­lin durch Tau­sende von Siche­rungs­kräf­ten (ange­hö­rend der Grenz­po­li­zei, der Schutz­po­li­zei, der Kaser­nier­ten Volks­po­li­zei, usw.) abge­rie­gelt. Die S-Bahn und die U-Bahn fuh­ren zwar noch, jedoch wurde der Ein– und Aus­stieg verboten.

Der Bau der Mauer kann nicht auf diese Nacht redu­ziert wer­den. Die tat­säch­li­che Mauer ent­stand spä­ter, jedoch begann das Phä­no­men in der Nacht. In der Nacht wurde alles abge­rie­gelt, in der Nacht fand die end­gül­tige Tei­lung zwi­schen Ost und West statt. Der Bau der Ber­li­ner Mauer begann mit der Zumaue­rung von Haus­tü­ren und Fens­tern, die an der Grenze waren.

Bis zum Sep­tem­ber 1961 deser­tier­ten 85 Mann der Sicher­unfgs­kräf­ten nach West­deutsch­land. Außer­dem gelan­gen 216 Flucht­ver­su­che von 400 Men­schen. Damals ent­stan­den auch das sehr bekannte Bild vom jun­gen Grenz­po­li­zis­ten Con­rad Schu­mann, der über ein Sta­chel­zaun sprin­gend, die Grenze über­schrei­tet. Wäh­rend der gan­zen Geschichte der Ber­li­ner Mauer fal­len viele Men­schen, in Folge ihrer Flucht­ver­su­che, als Opfer der Gren­si­che­rungs­kräfte. Die genaue Zahl der Opfer ist bis heute umstrit­ten. Sie liegt zwi­schen 136 und 206 Tote.

Reak­tio­nen

Sowohl die West­ber­li­ner, als auch die Alli­ier­ten rea­gier­ten auf die­ses Gesche­hen. Bür­ger­meis­ter von West-Berlin, Willy Brandt, pro­tes­tierte mit 300.000 West­ber­li­ner vor dem Rat­haus Schö­ne­berg gegen die Ein­maue­rung. John F. Ken­nedy meinte, die Mauer wäre keine schöne Lösung, aber eine wesent­lich bes­sere als Krieg.

BRD und DDR

Schon seit 1952 durfte man nicht ohne Erlaub­nis frei über die Grenze. Nach dem Pas­sier­schein­ab­kom­men 1963 wurde tau­sen­den von West­ber­li­ner erlaubt, am Ende des Jah­res ihre Ver­wandt­schaft im Osten zu besu­chen. Im Laufe der Jahre wurde die Grenz­si­cher­heit ver­schärft und immer weni­ger Men­schen durf­ten über die Grenze. Es folg­ten Jahre in denen fast jeder mensch­li­che Kon­takt zwi­schen Ost und West ver­bo­ten war.

Mit der durch Willy Brandt und Erich Hone­cker ein­ge­lei­te­ten Poli­tik (Neue Ost­po­li­tik, Anfang der 1970er Jahre) die Grenz­vor­schrif­ten ein biss­chen gemil­dert. Men­schen, die in den grenz­na­hen Gebie­ten wohn­ten, durf­ten leich­ter über die Grenze und Rent­ner und ande­ren “unpro­duk­ti­ven” Bevöl­ke­rungs­grup­pen wurde der Weg nach Ost– bzw. West-Berlin leich­ter gemacht.

Die DDR-Regierung bezeich­net die Mauer als “anti­fa­schis­ti­schen Schutz”, der die Repu­blik vor allem schüt­zen sollte, was Wes­ten und Demo­kra­tie bedeutete.

1989 — Der Mauerfall

Die Mauer fiel in der Nacht vom 9. auf den 10. Novem­ber 1989, nach 28 Jah­ren ihrer Exis­tenz. Auf­grund von Gerüch­ten aus dem Wes­ten, die in den Medien prä­sent waren, dass die Gren­zen offen wären, sam­mel­ten sich viele Ost-Berliner an den Überg­angs­stel­len und übten Druck aus. Bis Mit­ter­nacht wur­den alle Überg­angs­punkte in Ber­lin geöffnet.

Somit fiel die Ber­li­ner Mauer. Heute sind noch Teile der Mauer als Anden­ken an eine schwere Zeit in Ber­lin zu sehen. Die Mauer wird auch wei­ter­hin ein mar­kan­tes Sym­bol des Kon­flik­tes zwi­schen Ost und West blei­ben. Ein Sym­bol des geteil­ten Deutschlands.

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