Ascorbinsäure

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Was ist Ascorbinsäure?

Ascor­bin­säure ist ein che­mi­scher Begriff und steht für Vit­amin C. Die­ses Vit­amin ist ein Mikro­nähr­stoff. Es setzt sich aus dem Ascorbin-Ion und einem Wasserstoff-Ion zusam­men.
Vit­amin C kann vom mensch­li­chen Orga­nis­mus nicht selbst her­ge­stellt wer­den. Der täg­li­che Bedarf die­ses Vit­amins wird über die Nah­rung abge­deckt. Die Spei­che­rung im Kör­per erfolgt in einer sehr gerin­gen Menge. Des­halb muss die Vitamin-C-Aufnahme mehr­mals täg­lich erfol­gen. Ascor­bin­säure rea­giert ebenso emp­find­lich auf Licht und Luft, wie auch auf Was­ser und Wärme.

Wel­che Auf­ga­ben hat Ascorbinsäure?

Vit­amin C regt das Immun­sys­tem an. Es kommt zu einer ver­mehr­ten Bil­dung von Abwehr­zel­len. Die Gefahr, an Infek­ten zu erkran­ken, sinkt. Der mensch­li­che Kör­per kann sich bes­ser gegen Bak­te­rien und Viren zur Wehr set­zen. Das Vit­amin hat auch einen posi­ti­ven Ein­fluss auf die Hei­lung von Wun­den und Ver­bren­nun­gen.
Ascor­bin­säure ist not­wen­dig für die Auf­nahme von Sau­er­stoff in die Zel­len und wird zur Bil­dung von Kol­la­gen benö­tigt. Kol­la­gen ist erfor­der­lich, um Bin­de­ge­webe, Kno­chen und Knor­pel auf­zu­bauen. Die Ascor­bin­säure bewirkt auch, dass das bei der Nah­rungs­auf­nahme dem Kör­per zuge­führte Eisen bes­ser im Dünn­darm auf­ge­nom­men wird.
Bei einer erhöh­ten Belas­tung durch Schwer­me­talle und Belas­tun­gen der Umwelt hilft die Ascor­bin­säure den Kör­per zu ent­gif­ten. Dabei wer­den die Schad­stoffe, z. B. die Schwer­me­talle Blei und Nickel, von der Ascor­bin­säure gebun­den und aus dem Kör­per abtrans­por­tiert.
Das Vit­amin C ist auch ein Reduk­ti­ons­mit­tel. Es rea­giert mit Schad­stof­fen, ehe diese ihre Wir­kung ent­fal­ten kön­nen und z. B. andere Vit­amine schä­di­gen. Es wird auch für die Her­stel­lung von ver­schie­de­nen Stof­fen im Kör­per, wie z.B. Hor­mo­nen und Car­ni­tin, benö­tigt. Die Umwand­lung von Cho­le­ste­rin in Gal­len­säure oder Vit­amin D ist eben­falls nur mit der Betei­li­gung von Vit­amin C mög­lich.
Für das Gefühl von Müdig­keit oder Sät­ti­gung ist der Boten­stoff Sero­to­nin ver­ant­wort­lich. Seine Her­stel­lung im mensch­li­chen Kör­per erfolgt nur mit­hilfe der Ascor­bin­säure.
Eine beson­ders wich­tige Auf­gabe des Vit­amin C ist der Schutz vor freien Radi­ka­len. Das Vit­amin zählt zu den natür­li­chen Anti­oxi­da­ti­ons­mit­teln. Es ver­bes­sert den Zell­schutz und beugt so der Erkran­kung an bestimm­ten Krebs­ar­ten vor.

In wel­chen Pflan­zen kommt Ascor­bin­säure vor?

Ascor­bin­säure ist in allen Pflan­zen vor­han­den. Einen beson­ders hohen Anteil bie­ten bestimmte Obst­sor­ten, wie z. B. Zitrus­früchte, Kiwis, Erd­bee­ren, Äpfel, und schwarze Johan­nis­bee­ren. Eine hohe Menge Vit­amin C befin­det sich unter ande­rem auch in Kar­tof­feln, Paprika, eini­gen Kohl– und Kraut­ar­ten, Toma­ten und Peter­si­lie.
Das Vit­amin C ist nicht sehr bestän­dig. Ver­luste tre­ten bereits bei der Lage­rung auf. Län­ge­res Kochen, Auf­wär­men, Warm­hal­ten und Wäs­sern ver­hin­dern eben­falls den Erhalt des Vit­amin C in den Spei­sen. Beim Ein­frie­ren und Blan­chie­ren geht es dage­gen nicht verloren.

Wel­che Fol­gen haben eine zu geringe bzw. zu hohe Aufnahme?

Ein Man­gel an Vit­amin C führt zu einer Schwä­chung des Immun­sys­tems. Die Folge sind Erkäl­tun­gen, Schlaf­stö­run­gen, Depres­sio­nen sowie das ver­mehrte Auf­tre­ten von Krampf­adern und Hämor­rhoi­den. Erste Hin­weise auf einen Man­gel sind Gelenk– und Glie­der­schmer­zen, Ermü­dung, Erschöp­fung, ver­min­derte Leis­tungs­fä­hig­keit und Erkran­kun­gen des Zahn­flei­sches. Eine heute nur noch sel­ten auf­tre­tende Krank­heit, die durch star­ken Vitamin-C-Mangel ent­steht, ist Skor­but (soge­nannte See­fah­rer­krank­heit).
Zu einer Über­do­sie­rung der Ascor­bin­säure kommt es bei einer aus­ge­wo­ge­nen und abwechs­lungs­rei­chen Nah­rungs­auf­nahme nicht, da ein Über­schuss über den Harn und im Bedarfs­fall sogar über den Stuhl aus­ge­schie­den wird. Nur bei der Ein­nahme einer stark über­höh­ten Dosis von Vit­amin C über einen lan­gen Zeit­raum hin­weg, kommt es zu einer Über­säue­rung des Urins und somit zu Nierensteinen.

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