Der April und sein Name
Der Monat April ist laut Gregorianischem Kalender der vierte Monat des Jahres. Nach dem römischen Kalender war dieser Monat, den man hier allerdings Aprilis nannte, bereits der zweite Monat im Jahr.
Der Frühlingsmonat April hat 30 Tage und beginnt immer mit demselben Wochentag wie der Monat Juli.
Es wird allgemein angenommen, dass der Name „April“ von der lateinischen Bezeichnung „aperire“ für „öffnen“ abgeleitet wird und sich damit auf das Öffnen der Knospen und Blüten im Frühling bezieht. Einer anderen Herkunftsgeschichte zufolge, ist die Bezeichnung „apricus“, was soviel wie „sonnig“ bedeutet, der Ursprung des Monatsnamens April.
Zwar gibt es auch italienische Quellen, die den Monatsnamen mit der etruskischen Göttin Apru oder der griechischen Göttin Aphrodite verknüpfen, die wiederum der römischen Venusgöttin gleichzusetzen ist, der der Monat April geweiht war — dennoch sind all diese Herkunftsgeschichten nicht 100%-ig verlässlich.
Doch es gibt für den April noch weit mehr gebräuchliche Bezeichnungen. Eine davon ist beispielsweise „Ostermond“. Dieser alte deutsche Name wurde durch Karl den Großen im 8. Jahrhundert eingeführt. Weniger bekannt sind dagegen veraltete Bezeichnungen wie „Wandelmond, Grasmond oder Launing“.
Der 1. April und sein Brauchtum
Der scherzhafte Brauch, jemanden am 1. April sozusagen sprichwörtlich in Denselbigen zu schicken, stammt bereits aus dem 16. Jahrhundert. Dabei sind die Scherze und Lügengeschichten mal mehr und mal weniger derb und skurril. Das alte Sprichwort: „Am 1. April schickt man den Narren, wohin man will“, unterstreicht den jahrhundertealten Brauchtum in Europa deutlich.
Wieso diese Narretei ausgerechnet am 1. April stattfindet, könnte allerdings auch mit dem Beginn des römischen Narrenfestes oder mit dem Augsburger Reichstag zusammenhängen. Hier sollte nämlich, am 1. April des Jahres 1530, das Münzwesen geregelt werden. Dieses Datum wurde seinerzeit öffentlich als sogenannter Münztag ausgeschrieben, fand aber schlussendlich aus Zeitgründen nicht statt. Am Ende verloren zahlreiche Spekulanten, die auf diesen Tag gesetzt hatten, ihr sauer verdientes Geld und wurden zu guter Letzt auch noch verlacht und verspottet.
Die Wetterlaunen des Aprils
Der Monat April ist aber auch ein spezielles Synonym für wechselhaftes und launisches Wetter. Hier erdachte der Volksmund im Laufe der Zeit ein prägendes, agrarwirtschaftliches Regelwerk von Wetterprognosen und ihren wirtschaftlichen Auswirkungen und Folgen auf den Verlauf eines Jahres.
Aussagen wie: „Der April tut was er will“, „wenn der April Spektakel macht, gibt’s Korn und Heu in voller Pracht“ oder „je eher im April der Schlehdorn blüht, je früher der Bauer zur Ernte zieht“, sind dabei nur einige der mittelfristigen Vorhersagen um alljährliche, vorhersehbare und wetterbedingte Geschehnisse.
Meteorologisch gesehen, ist der April der 2. Frühlingsmonat und damit mitten in der Übergangsjahreszeit zwischen Winter und Sommer. Die Sonne gewinnt immer mehr an Kraft und die Tage werden länger.
Die bereits erwähnte Wechselhaftigkeit des Wetters ist mit den großen Temperaturunterschieden zwischen Boden und Luft zu erklären. Hier trifft noch feuchte, kalte Polarluft auf die wärmende Kraft der Sonne und sorgt damit für labiles Wetter und vermehrte Schauer.
Der April der „Neuzeit“ ist allerdings längst nicht mehr so unstet und launisch wie noch vor Jahrhunderten. Die durchschnittlichen Mitteltemperaturen des Monats April steigen immer mehr an und liegen heute bereits bei etwa 9° C.
Der kälteste April, der jemals registriert wurde, war im Jahre 1817 zu verzeichnen und brachte das Thermometer gerade mal auf 3,3° C. Gerade mal 17 Jahre zuvor gab es mit 12° C den bislang heißesten April zu verzeichnen.
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