April

25. Dezember 2010

Der April und sein Name

Der Monat April ist laut Gre­go­ria­ni­schem Kalen­der der vierte Monat des Jah­res. Nach dem römi­schen Kalen­der war die­ser Monat, den man hier aller­dings Apri­lis nannte, bereits der zweite Monat im Jahr.
Der Früh­lings­mo­nat April hat 30 Tage und beginnt immer mit dem­sel­ben Wochen­tag wie der Monat Juli.
Es wird all­ge­mein ange­nom­men, dass der Name „April“ von der latei­ni­schen Bezeich­nung „aper­ire“ für „öffnen“ abge­lei­tet wird und sich damit auf das Öffnen der Knos­pen und Blü­ten im Früh­ling bezieht. Einer ande­ren Her­kunfts­ge­schichte zufolge, ist die Bezeich­nung „apri­cus“, was soviel wie „son­nig“ bedeu­tet, der Ursprung des Monats­na­mens April.
Zwar gibt es auch ita­lie­ni­sche Quel­len, die den Monats­na­men mit der etrus­ki­schen Göt­tin Apru oder der grie­chi­schen Göt­tin Aphro­dite ver­knüp­fen, die wie­derum der römi­schen Venus­göt­tin gleich­zu­set­zen ist, der der Monat April geweiht war — den­noch sind all diese Her­kunfts­ge­schich­ten nicht 100%-ig verlässlich.

Doch es gibt für den April noch weit mehr gebräuch­li­che Bezeich­nun­gen. Eine davon ist bei­spiels­weise „Oster­mond“. Die­ser alte deut­sche Name wurde durch Karl den Gro­ßen im 8. Jahr­hun­dert ein­ge­führt. Weni­ger bekannt sind dage­gen ver­al­tete Bezeich­nun­gen wie „Wan­del­mond, Gras­mond oder Launing“.

Der 1. April und sein Brauchtum

Der scherz­hafte Brauch, jeman­den am 1. April sozu­sa­gen sprich­wört­lich in Den­sel­bi­gen zu schi­cken, stammt bereits aus dem 16. Jahr­hun­dert. Dabei sind die Scherze und Lügen­ge­schich­ten mal mehr und mal weni­ger derb und skur­ril. Das alte Sprich­wort: „Am 1. April schickt man den Nar­ren, wohin man will“, unter­streicht den jahr­hun­der­te­al­ten Brauch­tum in Europa deut­lich.
Wieso diese Nar­re­tei aus­ge­rech­net am 1. April statt­fin­det, könnte aller­dings auch mit dem Beginn des römi­schen Nar­ren­fes­tes oder mit dem Augs­bur­ger Reichs­tag zusam­men­hän­gen. Hier sollte näm­lich, am 1. April des Jah­res 1530, das Mün­z­we­sen gere­gelt wer­den. Die­ses Datum wurde sei­ner­zeit öffent­lich als soge­nann­ter Münz­tag aus­ge­schrie­ben, fand aber schluss­end­lich aus Zeit­grün­den nicht statt. Am Ende ver­lo­ren zahl­rei­che Spe­ku­lan­ten, die auf die­sen Tag gesetzt hat­ten, ihr sauer ver­dien­tes Geld und wur­den zu guter Letzt auch noch ver­lacht und verspottet.

Die Wet­ter­lau­nen des Aprils

Der Monat April ist aber auch ein spe­zi­el­les Syn­onym für wech­sel­haf­tes und lau­ni­sches Wet­ter. Hier erdachte der Volks­mund im Laufe der Zeit ein prä­gen­des, agrar­wirt­schaft­li­ches Regel­werk von Wet­ter­pro­gno­sen und ihren wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen und Fol­gen auf den Ver­lauf eines Jah­res.
Aus­sa­gen wie: „Der April tut was er will“, „wenn der April Spek­ta­kel macht, gibt’s Korn und Heu in vol­ler Pracht“ oder „je eher im April der Schleh­dorn blüht, je frü­her der Bauer zur Ernte zieht“, sind dabei nur einige der mit­tel­fris­ti­gen Vor­her­sa­gen um all­jähr­li­che, vor­her­seh­bare und wet­ter­be­dingte Geschehnisse.

Meteo­ro­lo­gisch gese­hen, ist der April der 2. Früh­lings­mo­nat und damit mit­ten in der Überg­angs­jah­res­zeit zwi­schen Win­ter und Som­mer. Die Sonne gewinnt immer mehr an Kraft und die Tage wer­den län­ger.
Die bereits erwähnte Wech­sel­haf­tig­keit des Wet­ters ist mit den gro­ßen Tem­pe­ra­tur­un­ter­schie­den zwi­schen Boden und Luft zu erklä­ren. Hier trifft noch feuchte, kalte Polar­luft auf die wär­mende Kraft der Sonne und sorgt damit für labi­les Wet­ter und ver­mehrte Schauer.

Der April der „Neu­zeit“ ist aller­dings längst nicht mehr so unstet und lau­nisch wie noch vor Jahr­hun­der­ten. Die durch­schnitt­li­chen Mit­tel­tem­pe­ra­tu­ren des Monats April stei­gen immer mehr an und lie­gen heute bereits bei etwa 9° C.
Der käl­teste April, der jemals regis­triert wurde, war im Jahre 1817 zu ver­zeich­nen und brachte das Ther­mo­me­ter gerade mal auf 3,3° C. Gerade mal 17 Jahre zuvor gab es mit 12° C den bis­lang hei­ßes­ten April zu verzeichnen.

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