Amazon Kindle

13. Dezember 2011

Der Ama­zon Kindle ist ein E-Book-Reader, so begann er auf jeden Fall. Der E-Book-Reader ist das Gerät, auf dem das E-Book, also das digi­tale Buch, am Kom­for­ta­bels­ten gele­sen wer­den kann. In unse­rem Zeit­al­ter, in dem die Mehr­zahl der Men­schen den Com­pu­ter nutz­brin­gend in Ihren All­tag inte­griert haben, müsste eigent­lich auch das E-Book ein Teil des All­tags eines jeden Men­schen sein.

Nun ist es nicht so, dass das E-Book sich über­haupt nicht in unse­rem All­tag bemerk­bar macht. Beson­ders im Bereich der Fach­pu­bli­ka­tio­nen wurde es von Anfang mit Inter­esse auf­ge­nom­men, schon 2007 waren rund ein Drit­tel aller Fach­bü­cher auch als E-Book erhält­lich. Auch im Bereich der rest­li­chen Lite­ra­tur ist das E-Book auf dem Vor­marsch, immer mehr E-Books von Rat­ge­ber bis Bel­le­tris­tik wer­den Monat für Monat von inter­es­sier­ten Lesern heruntergeladen.

Das E-Book hat unbe­streit­bare Vor­teile: unter­hal­tende Lite­ra­tur und/oder Fach­wis­sen kann in nie gekann­ter Menge kom­pri­miert auf einem Aus­ga­be­ge­rät gespei­chert wer­den und wird so für den Leser an jedem Ort ver­füg­bar, an dem er Zugang zu den Infor­ma­tio­nen haben möchte. Und doch besitzt noch nicht jeder Mensch einen E-Book-Reader, nimmt noch nicht jeder Mensch eine kleine Biblio­thek mit in den Urlaub, ohne die geringste Gefahr, dafür Über­ge­päck­ge­büh­ren bezah­len zu müs­sen. Wie ist das zu erklären?

E-Books und E-Book-Reader — eine Erfolgs­ge­schichte mit sto­cken­dem Beginn

Text­in­for­ma­tio­nen im Netz gehö­ren seit eini­gen Jahr­zehn­ten zur Arbeit mit dem Com­pu­ter, ohne dass diese Text­do­ku­mente E-Books genannt wer­den kön­nen. Ein E-Book ist mehr als ein belie­bi­ges Text­do­ku­ment das auf dem Com­pu­ter betrach­tet oder über­flo­gen wer­den kann, ein E-Book ist ein Buch, das (Fach-)Literatur auf den Platt­for­men der neuen Tech­nik les­bar macht. Ein Buch
mit vie­len beson­de­ren Merk­ma­len, zum Bei­spiel in der Text­struk­tur, die nur Büchern eigen sind.

Die­sem E-Book wurde ein beson­de­res Aus­ga­be­me­dium zuge­dacht: der E-Book-Reader. Als 1999 der erste E-Book-Reader auf den Markt kam, gin­gen viele von der schnel­len Ver­brei­tung die­ser Neue­rung aus, er konnte sich damals jedoch nicht durch­set­zen. Beob­ach­ter der Anfänge wer­den noch die Dis­kus­sio­nen im Ohr haben, wann ist ein Buch ein Buch? Abge­se­hen von den Strei­tig­kei­ten um die Hap­tik und um ver­schie­dene Merk­male der Text­dar­stel­lung, die vom E-Book ver­langt wur­den oder auch nicht, hat­ten die ers­ten E-Book-Reader ein gro­ßes Han­di­cap: sie waren mit einem Bild­schirm in kon­ven­tio­nel­ler LCD-Technik aus­ge­stat­tet, der das Lesen schon bei ein biß­chen Licht­ein­fall nicht zum Ver­gnü­gen macht. Des­halb blieb die­sen ers­ten Gerä­ten der kom­mer­zi­elle Erfolg verwehrt.

Mit dem ers­ten Ama­zon Kindle begann der Umschwung

2007 kam der erste Ama­zon Kindle auf den Markt, der erste E-Book-Reader, der eine Netz­an­bin­dung hatte. Diese Mobil­funk­an­bin­dung an den Online­shop von Ama­zon brachte den E-Book-Reader wie­der in den Fokus des Inter­es­sen­ten. Seit­dem haben wei­tere bekannte Her­stel­ler E-Book-Reader auf den Markt gebracht oder eigene Ent­wick­lun­gen sol­cher Geräte ange­kün­digt, der E-Book-Reader ist für den Kun­den inter­es­sant, er wird lang­sam erwachsen.

Gute Aus­sich­ten für den neu­es­ten Ama­zon Kindle

Oben wurde gesagt, dass der E-Book-Reader das Gerät sei, auf dem das E-Book am Kom­for­ta­bels­ten gele­sen wer­den kann. Mit dem Ama­zon Kindle hat diese Aus­sage ihre Berech­ti­gung, er hat ein gro­ßes Dis­play mit kon­trast­rei­cher Anzei­ge­tech­nik. Diese ver­wen­dete Electronic-Paper-Technik kommt ohne aktive Hin­ter­grund­be­leuch­tung aus, das Schrift­bild hat eine hohe Auf­lö­sung. So strengt das Lesen auf dem E-Book-Reader die Augen nicht mehr an, und auch bei direk­ter Son­nen­ein­strah­lung kann die Schrift gut ent­zif­fert werden.

Die neu­este Gene­ra­tion des Ama­zon Kindle nennt sich Kindle Fire. Die­ses Gerät folgt dem Trend zum Mehr­zweck­ge­rät, der die Beschrän­kung der rei­nen E-Book-Reader auf­hebt und das E-Book auch auf dem Smart­phone oder dem Tablet-PC les­bar macht. Denn der Ama­zon Kindle Fire ist ein Tablet-PC, er kann als E-Book-Reader genutzt wer­den, aber auch das Sur­fen im Netz ist mög­lich. Wei­ter­hin kön­nen alle digi­ta­len Inhalte aus dem Amazon-Angebot kon­su­miert wer­den, Bücher und Filme, Musik und Apps aus dem Ama­zon App Store.

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