Alice im Wunderland

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Die Ent­ste­hung

Der bri­ti­sche Schrift­stel­ler Lewis Car­roll schrieb in der Mitte des 19. Jahr­hun­derts sein Meis­ter­werk Alice im Wun­der­land. Zuvor hatte er die Geschichte drei Mäd­chen, den Töch­tern des Dekans sei­ner Uni­ver­si­tät, erzählt, die hell auf begeis­tert vom Phan­ta­si­en­reich­tum des Geschich­ten­er­zäh­lers waren. Doch erst als ein Freund Car­rolls die Geschichte sei­nen Kin­dern vor­las und des­sen Sohn sich eben­falls über­schwäng­lich posi­tiv dazu äußerte, beschloss Car­roll, sein Werk zu ver­öf­fent­li­chen. Am 4. Juli 1865 erschien die Erst­auf­lage von Alice’s Adven­tures in Won­der­land. Heute exis­tie­ren von die­ser Aus­gabe noch 29 Exem­plare, von denen sich fünf in Pri­vat­be­sitz und 17 im Besitz von Biblio­the­ken befin­den. Ein Exem­plar der Ori­gi­nal­aus­gabe wurde für einen Wert von 1,5 Mil­lio­nen US Dol­lar ver­stei­gert. Damit zählt Alice im Wun­der­land zu den teu­ers­ten Kin­der­bü­chern aller Zeiten.

Inhalt

Inhalt­lich strotzt Alice im Wun­der­land nur so vor Phan­ta­sie und Kurio­si­tä­ten. Das Mäd­chen Alice ver­bringt gerade ein lang­wei­li­ges Pick­nick mit ihren Schwes­tern, als sie ein Kanin­chen ent­deckt und die­sem folgt. Als das Tier schließ­lich in sei­nem Bau ver­schwin­det, klet­tert Alice hin­ter­her und lan­det urplötz­lich in einer ande­ren Welt. Dort begeg­net sie bei ihrer Ver­fol­gung des Kanin­chens jeder Menge selt­sa­mer Gestal­ten, wie bei­spiels­weise der Grin­se­katze. Auch ihr Gefühl für Raum und Zeit wer­den in die­ser ande­ren Welt gehö­rig auf die Probe gestellt. Alice gerät schließ­lich in eine Tee­ge­sell­schaft, nimmt an einem Cro­quet Spiel teil und steht am Ende mit dem Herz-Buben vor Gericht, weil die­ser des Dieb­stahls beschul­digt wird. Dann nimmt die Geschichte ein abrup­tes Ende und Alice wacht unter einem Baum sit­zend in ihrer Welt wie­der auf. Fort­ge­setzt wird die Geschichte in Car­rolls zwei­tem Werk: Alice hin­ter den Spiegeln.

Bedeu­tung

Lewis Car­roll wollte mit Alice im Wun­der­land zwar ein Kin­der­buch erschaf­fen, hat aber gleich­zei­tig mit sei­nen sati­ri­schen Anspie­lun­gen sowohl seine Freunde als auch das bri­ti­sche Schul­sys­tem kri­ti­siert. Das leben­dige Vor­bild für Alice war bei­spiels­weise das kleine Mäd­chen Alice Plea­sance Lid­dell aus Car­rolls Bekann­ten­kreis. Der leben­di­gen Geschichte ver­lieh der bekannte Maler John Ten­niel detail­lierte Zeich­nun­gen, die in der Ori­gi­nal­aus­gabe mit abge­druckt wur­den. Erst durch die­ses Zusam­men­spiel aus Geschichte und Bil­dern ent­stand das stim­mige Gesamt­bild, das maß­geb­lich zum Erfolg beige­tra­gen hat. Mitt­ler­weile steht das Werk Alice im Wun­der­land in vie­len Län­dern auf dem Stun­den­plan der Schu­len und wird als Pflicht­lek­türe dazu genutzt, den Kin­dern Freude am Lesen zu vermitteln.

Autor

Lewis Car­roll wurde am 27.01.1832 unter dem Namen Charles Lut­widge Dodg­son gebo­ren. Sein Vater war ein nüch­ter­ner, stren­ger Geist­li­cher der bri­ti­schen Kir­che und seine Mut­ter eine lie­be­volle Haus­frau und Mut­ter. Lewis wuchs mit zehn Geschwis­tern zusam­men auf und besuchte erst im Alter von 12 Jah­ren eine Schule. Schon als Kind insze­nierte er Büh­nen­stü­cke für seine Geschwis­ter und las Bücher der Erwach­se­nen­li­te­ra­tur. Viele Jahre spä­ter, nach­dem er an der Uni­ver­si­tät als Mathe­ma­tik­do­zent gelehrt hatte, wurde Car­roll bei einer Boots­tour auf der Themse so stark inspi­riert, dass er Alice im Wun­der­land schrieb. Neben der Foto­gra­fie blieb die Schrift­stel­le­rei sein wich­tigs­ter Aus­gleich zur nüchtern-mathematischen Welt.

Ein­fluss

Die Geschichte von Alice im Wun­der­land wurde in zahl­rei­chen For­men auf­ge­grif­fen. Mehr oder weni­ger abge­wan­delt erschie­nen in den letz­ten ein­hun­dert­fünf­zig Jah­ren meh­rere Filme, eine Oper, Thea­ter­in­sze­nie­run­gen, Comics und Man­gas, sowie Spiele, die an die Geschichte von Car­roll ange­lehnt sind. Beson­de­ren Erfolg hat­ten in der Ver­gan­gen­heit die Ver­fil­mun­gen des Lese­stoffs und das nicht nur beim jun­gen Zielpublikum.

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Alice im Wun­der­land, 10.0 out of 10 based on 1 rating

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