Aldi

Das Com­pu­ter Board Forum

Die Idee des Weglassens

Die bei­den Brü­der Karl und Theo Albrecht hat­ten im Nach­kriegs­deutsch­land mit dem Auf­bau einer klei­nen Laden­kette in Essen einen erfolg­rei­chen Start.
Bald wur­den diese klei­nen Läden aber schon von den Super­märk­ten mit ihrem gro­ßen Sor­ti­ment an den Rand des Mark­tes gedrückt.
Aller­dings hat­ten die Albrecht Brü­der bis Anfang der sech­zi­ger Jahre schon ein flo­rie­ren­des Unter­neh­men mit einem jähr­li­chen Umsatz von über 90 Mil­lio­nen Mark in circa drei­hun­dert Laden­ge­schäf­ten auf­ge­baut und woll­ten nach der Tei­lung in Aldi-Süd und Aldi-Nord nicht so ein­fach klein beige­ben.
Nach­dem ihnen ver­schie­dene Stra­te­gien auf dem Lebens­mit­tel­markt miss­lun­gen waren kamen sie auf die Idee mit dem Dis­coun­ter.
An die Selbst­be­die­nung waren die Ver­brau­cher durch die Super­märkte bereits gewöhnt, jetzt muss­ten sie sich nur noch an die Beschrän­kung auf das Nötigste gewöh­nen.
Die Selbst­be­die­nung bezog sich in den Ald­i­märk­ten nicht dar­auf die Ware selbst aus den ein­ge­räum­ten Rega­len zu neh­men, son­dern man klaubte den Grund­be­darf aus auf­ge­schnit­te­nen Kar­tons zusam­men, denn viel­mehr umfasste das anfäng­li­che Aldi-Angebot nicht.
Die Waren wur­den auch nicht mehr von Hand aus­ge­zeich­net, denn den Preis konnte man den Papp­ta­feln über der Ware ent­neh­men.
Wenn die Kas­sie­re­rin nicht mit dem Auf­schnei­den der Kar­tons beschäf­tigt war, dann tippte sie sämt­li­che Preise aus dem Kopf in die Kasse ein.
Und statt auf teure Wer­bung setzte man auf Mund-zu-Mund Propaganda.

Das Waren­an­ge­bot geht mit der Zeit

Das Waren­an­ge­bot war haupt­säch­lich auf Halt­bar­keit aus­ge­rich­tet, da man unter ande­rem auch auf so kos­ten­träch­tige Laden­aus­stat­tung wie Kühl­re­gale ver­zich­tete, aller­dings gin­gen die güns­ti­gen Preise nie zu Las­ten der Qua­li­tät.
Statt der teu­ren Mar­ken­ar­ti­kel setzte man auf Eigen­pro­duk­tion unter dem eige­nen Fir­men­na­men, und beschränkte die Aus­wahl der Pro­dukt­pa­lette stark.
Bei Aldi gab es eben kei­nen fünf ver­schie­de­nen Sor­ten Scho­ko­lade von unter­schied­li­chen Her­stel­lern, son­dern ledig­lich die Varia­tio­nen Voll­milch und Zart­bit­ter.
Mit der Zeit ver­än­derte sich aller­dings auch das Waren­an­ge­bot von Aldi.
Nach einer Aus­wahl an Obst und Gemüse schaff­ten auch zuerst einige Pro­dukte den Weg in die neu auf­ge­stell­ten Kühl­re­gale in den Märk­ten und einige Zeit spä­ter nahm man sogar Tief­kühl­pro­dukte in das Ange­bot auf.
Sehr ver­ein­zelt schaff­ten es auch einige wenige Mar­ken­her­stel­ler ihre Pro­dukte in den Aldi­re­ga­len zu pos­tie­ren.
Und selbst die Wer­be­stra­te­gie hielt Ein­zug bei Aldi.
Anfangs noch mit Zei­tungs­an­zei­gen, die den Ver­kauf von Son­der­pro­duk­ten am soge­nann­ten „Aldi­tag“ ankün­dig­ten, und inzwi­schen auch per bun­tem Flyer, der die breite Ange­bots­pa­lette der bei­den „Aldi­tage“ neben aktu­el­len Preis­sen­kun­gen und Son­der­ak­tio­nen ankün­digt.
Das Ange­bot umfasst heute längst nicht mehr nur den Grund­be­darf, son­dern auch zahl­rei­che Arti­kel die man eher einem gewis­sen Luxus zuschrei­ben darf, sowie zahl­rei­che Non-Food-Artikel.
Der berühm­teste die­ser nicht ess­ba­ren Arti­kel dürfte in den letz­ten Jah­ren wohl der soge­nannte Aldi-PC sein, auf den jähr­lich in der Vor­weih­nachts­zeit mit Span­nung gewar­tet wird und bei des­sen Erschei­nen sich noch immer die von frü­her gewohn­ten Men­schen­trau­ben vor den Türen der Läden bil­den.
Neben Ange­bo­ten zum Pre­paid tele­fo­nie­ren umfasst das Ange­bot inzwi­schen sogar Pauschalreisen.

Die Aldi-Entwicklung

Die Dis­count­kette umfasst längst nicht mehr nur Filia­len ent­lang des Aldi-Äquators in Deutsch­land, unter­teilt in Aldi-Süd und Aldi-Nord, son­dern hat sich inzwi­schen euro­pa­weit aus­ge­brei­tet.
Selbst in Aus­tra­lien und Ame­rika sind bereits zahl­rei­che Filia­len zu fin­den und mit der Erschlie­ßung der Welt­märkte wird auch Aldi wei­ter­wach­sen.
Denn wenn selbst die tech­ni­sche Ent­wick­lung vor Aldi nicht halt macht, deut­lich zu bemer­ken an der Ein­füh­rung von Scan­ner­kas­sen und der bar­geld­lo­sen Zah­lungs­mög­lich­keit, dann macht Aldi auch vor Gren­zen nicht mehr halt.

GD Star Rating
loading…
GD Star Rating
loading…

Popu­la­rity: 7%

Sag’s dei­nen Freun­den:
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • Live
  • MisterWong.DE
  • MySpace
  • Netvibes
  • Technorati
  • Twitter
  • Webnews.de
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yahoo! Buzz
  • Yigg

Category: Lexikon | Tags: , , , Kommentare deaktiviert

Comments are closed.

Back to top